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Tour 568 - Braunarlspitze, Hochberg

Vorarlberg Lechtaler Alpen Lechquellengebirge

Bergtour Route Schröcken - Braunarlfürggele - Braunarlspitze über N-Grat (Weimarer Steig, I+) auf und ab - Braunarlfürggele - Hochberg über S-Grat auf und ab - Schröcken Gesamtaufstiegshöhe (m) 1590 Tage 1 Verhältnisse spätsommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Braunarlspitze 2649 1240 1410 3:15 G2 612 5410 2
Hochberg 2324 2145 180 1:30 G1 179 1050 4
Ansicht vom Hochtannbergpass

Braunarlspitze und Hochberg aus Nordosten vom Hochtannbergpass. In der Mitte der Nordgrat und die Braunarlfürggele.

 

Am Weimarer Steig

Braunarlspitze aus Norden vom Weimarer Steig.

Ausblick an der Braunarlspitze nach Osten auf den Nachbarn Mohnenfluh. Am Horizont links die Allgäuer Alpen, in der Mitte die Lechtalfurche, rechts die Lechtaler Alpen. Links unten die Hintere Fellealpe.

Gipfelpanorama

 

Gipfelpanorama im Nordosten

Gipfelpanorama im Nordosten mit Widderstein (links) und dem Allgäuer Hauptkamm (ganz rechts).

 

Braunarlspitze, Nordseite

Die Braunarlspitze aus Norden vom Hochberg. Links unten erkennt man die Braunarlfürggele.

Anfahrt aus dem Lechtal bzw. vom Flexenpass über den Hochtannbergpass nach Schröcken. P am Südrand des Ortes nahe der Kirche (s.a. Google Maps, Wetter bei weather.com).

Von der Kirche dem bez. Fahrweg Nr. 5a folgend nach Süden zur Brücke über die tief eingekerbte Bregenzer Ache. Jenseits in Kehren auf Fahrweg durch Wald, bald offene Wiesen zur nahen Fellealpe. Wenig weiter verlässt der bez. Pfad den Fahrweg nach rechts um gegen die Bergflanke des Oberhorn, dem letzten Gratausläufer, zu führen. Weiterhin rechts über der tiefen Talkerbe durch Buschwerk und Wiesen querend geht es in die Hintere Fellealpe hinein. Ihr folgt eine markante, wasserfallgeschmückte Talstufe, die rechts auf schmalem und häufig steilem Wurzelpfad überwunden wird. Darüber, nun im begrünten Kar der Hochgletscheralpe, ist der Verzweig mit dem Jägersteig (1:20) zur Mohnenfluh erreicht. Rechts gegen Osten weiter um zuletzt in steilen Kehren zur Braunarlfürggele auf 2145m anzusteigen (0:40). Damit befindet man sich am Beginn des Weimarer Steiges, der über 500 Höhenmeter zum Gipfel der Braunarlspitze leitet.
Nach links zur ersten Felsstufe. Darüber flach über Graspolster weiter, eine Schuttflanke empor, und einen flacheren Schuttrücken entlang der bis an den Ansatz der ersten hohen Gratschulter zieht. Links haltend in steilen Kehren über Fels und Blockwerk höher und oben auf ihrer ausgedehnten flachen Anhöhe weiter bis zu einer scharfen Einschnürung (vergl. zweites Bild), die entlang der Kante abschüssiger Platten (Fixseil) mit etwas Höhenverlust gequert wird. Der unmittelbar folgende nächste Grataufschwung wird links auf einem Band zu einer kurzen Felsentreppe (Fixseil) gequert. Darüber führt der Steig eine sanftere Schrofenflanke entlang um bald mit wenigen Kehren auf die Grathöhe zurückzuleiten. Nun geht es auf der rechten Gratseite über ein deutlich ansteigendes Felsgesims (Fixseil) zu einem weitläufigen sattelartigen Rücken, der schlussendlich an den Fuß des pyramidenförmigen Gipfelaufbaues reicht. Auf breiter Steigspur über die mittelsteile Felsflanke zum großen Gipfelkreuz (1:15).
Zurück zur Braunarlfürggele (1:00). Von dort über den Südgrat des Hochberg zu dessen Gipfel: der große Felszacken zu Anfang wird links über die steile Grasflanke umgangen. Dahinter erreicht man den kaum markierten Pfad, der aus dem Kar der Hochgletscheralpe herauf führt. Über den Graskamm, der Pfad verliert sich allmählich, stetig höher bis man den obersten Ostgrat, der vom Oberhorn her aufsteigt, erreicht. Entlang der Grasschneide über eine kleine Einschartung hinweg zum höchsten Punkt mit Kreuz und Buch (0:30).
Abstieg: Zurück bis vor den Felszacken am Braunarlfürggele. Nun nach links, Osten, hinab, um meist weglos im Kar der Hochgletscheralpe den beim Aufstieg beschrittenen Weg Nr. 5a zu treffen (0:25). Zurück an der Kirche in Schröcken ist man nach weiteren 1:20.

  • Die Tour führt in wilde, tief eingesenkte Kare und Bachkerben unter den hohen Nordabstürzen der Braunarlspitze Besonders empfehlenswert. Wer einmal diese im Winter abweisende Nordseite erblickt hat, wird mit Spannung auf ein passendes Zeitfenster für eine Tour warten. Im Juni meist noch zu früh, kann es im Oktober bereits längst zu spät sein. Bei Nässe auf voller Länge abzuraten.
  • Der Ausblick von den meist isoliert stehenden Bergen im Lechquellengebirge ist hervorragend, erst recht an der Braunarlspitze, die der höchste Gipfel der Nordhälfte ist: Im Norden die Schauseiten von Hoher Ifen und Widderstein, nach Osten zu der Hauptkamm der Allgäuer Alpen mit den dicht gestaffelten Gipfeln von Trettachspitze, Mädelegabel, Biberkopf und rechts daneben Hohes Licht. In den Lechtaler Alpen folgen der Felsturm der Holzgauer Wetterspitze und das Felstrapez der Parseierspitze. Weiter im Süden beginnt das Verwall mit dem ersten Gletscherberg Hoher Riffler, der einzigartigen Felskrone des Patteriol, dem wohlgeformten vergletscherten Kaltenberg, alles vor der Silvrettagruppe gelegen, die in der Ferne noch von Ortleralpen und Bernina-Alpen übertroffen wird. In den westlichen Richtungen folgen Rätikon mit Drusentürmen und Schesaplana sowie das Säntis-Gebiet, dazwischen ragen in der Ferne der Gletscherkoloss Tödi und die Felsbastion des Glärnisch empor.
  • Geht man anschließend auf den Hochberg, kann man in Gedanken nochmals den gesamten Weimarer Steig durchgehen. Nach Norden zeigt der Hochberg steile Gras- und Schrofenflanken, die bis hinunter in die Bachkerbe der Bregenzer Ache reichen.
  • Vergl. auch die Touren zu Rote Wand, Hochkünzelspitze, Mohnenfluh und Karhorn.

 

  • Einfache Wegstrecke (Anstieg Braunarlfürggele 4.7 Kilometer, Anstieg Braunarlspitze 2.2 Kilometer, Anstieg Hochberg 0.9 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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