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Tour 1034 - Großer Bärenkopf, Mittlerer Bärenkopf

Kärnten Hohe Tauern Glocknergruppe Tauernhauptkamm

Hochtour Route Franz-Josefs-Höhe - Gamsgrubenweg - Großer Burgstall - Mittlerer Bärenkopf über S-Grat auf und O-Grat ab - Keilscharte - Großer Bärenkopf über W-Grat auf und ab Gesamtaufstiegshöhe (m) 1270 + 240 im Abstieg Tage 1 Verhältnisse hochsommerlich gewittrig

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
[4]
Großer Burgstall 2973 2370 610 2:10 G1 0 0 7
Mittlerer Bärenkopf (Südgipfel) 3359 2973 390   G1 171 1570 3
Mittlerer Bärenkopf (Nordgipfel) 3357 3337 20 1:15 G1 20 300 6
Großer Bärenkopf 3406 3188 250 0:50 G1 304 1720 3

Pasterzenboden und Johannisberg

Pasterzenboden und Johannisberg vom Großen Burgstall.

Johannisberg und Hohe Riffel

Johannisberg (links) und Hohe Riffel (rechts).

 

Fuscher-Kar-Kopf

Am Weiterweg zum Eiswandbichl:
Der Fuscher-Kar-Kopf, links die Nordwand, davor die Fuscher-Kar-Scharte.
Großer Bärenkopf und Hohe Dock über dem Nördlichen Bockkarkees, Berge wie begehbare Skulpturen.

Großer Bärenkopf und Hohe Dock

 

Pasterzenboden

Der Pasterzenboden zwischen Johannisberg, Hohe Riffel (hinten) und Vorderer Bärenkopf (links vorne).

 

Am Mittleren Bärenkopf

Am Mittleren Bärenkopf:
Kapruner Törl, Kleiner Eiser und Hocheiser im Nordwesten. Vorne senkt sich das Karlingerkees in die Tiefe.
Weiter nördlich schließt sich das Kitzsteinhorn über den Stauseen Wasserfallboden (hinten) und Mooserboden (vorne) an.

Kitzsteinhorn

 

Großer Bärenkopf

Der Große Bärenkopf über der Keilscharte(vorne). Links, hinter der Gruberscharte, stehen Klockerin und darüber Großes Wiesbachhorn.

 

Am Mittleren Bärenkopf

Der Fuscher-Kar-Kopf, davor der Breitkopf, im Südosten. In der Bildmitte ist die Bockkarscharte eingesenkt.

 

Großer Bärenkopf, Gipfel

Kurz vor dem Gipfel des Großen Bärenkopfes.

 

Am Gipfel des Großen Bärenkopfes

Am Gipfel des Großen Bärenkopfes:
Rückblick gegen Westen auf den Mittleren Bärenkopf.
Klockerin (links) und Großes Wiesbachhorn (Mitte rechts). Links vorne findet man die Gruberscharte, die das Bärenkopfkees (links) von Hochgruberkees (rechts) trennt.

Klockerin und Großes Wiesbachhorn

 

Hohe Dock

Die Hohe Dock hinter der Dockscharte.

 

Großer Burgstall

Rückkehr zum Großen Burgstall, darauf thronend die Oberwalderhütte.

 

An der Oberwalderhütte.

Oberwalderhütte

 


Anfahrt - aus Norden vom Pinzgau über Bruck, aus Süden vom Mölltal über Heiligenblut - entlang von Großglockner-Hochalpenstraße (mautpflichtig) und Stichstraße zur Franz-Josefs-Höhe auf 2370m. Großes Parkhaus am Straßenende (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P geht es am Westende unmittelbar durch eine Reihe von Stollen auf den flach talein ziehenden Gamsgrubenweg. Nach einer ungemein aussichtsreichen Passage hoch über der Pasterze gelangt man nach Querung der weiten Karbucht der Gamsgrube hinter einem rechts herab ziehenden Bergrücken nach 1:00 in den  Wasserfallwinkel, einen kleinen Bergkessel vor der Zunge des Wasserfallkees (auch als Südliches Bockkarkees bezeichnet).
Hier links über einen Steg und darauf  über ausgedehnte, sanft ansteigende Gletscherschliffe weiter bis der mit Stangen markierte Weg zur Oberwalderhütte, die man hoch oben auf dem Felssporn des Großen Burgstall entdeckt, auf das hier spaltenarme Wasserfallkees wechselt. Sanft ansteigend über den Gletscher (markiert) weiter bis rechts nahe unter die Felsen des Großen Burgstall.  Nun entweder, wie hier begangen, zunehmend steiler weiter übers Eis empor und, zuletzt an einem Windkolk entlang, in die sanfte, plateaugleiche Einsattelung (feiner Schutt) rechts hinter dem Großen Burgstall (1:10), oder kurz vor der sichtbaren Hütte auf markiertem, teils sehr steilem, losem Felssteig über Moränengeröll und Blockwerk durch die Ostflanke zur Hütte hinauf.
Anschließend oben rechts, nordwärts, über den breiten, sanft ansteigenden Südrücken des Mittleren Bärenkopfes - links im Westen dehnt sich das riesige, flache Eisfeld des Pasterzenboden aus (s. oberste Bilder) - auf deutlicher Steigspur weiter. Bei etwa 3150m tritt man wieder aufs hier ebenfalls spaltenarme Gletschereis und hält, weiterhin sanft ansteigend, in leichtem Linksbogen gegen den Eiswandbichl, einen markanten Kammaufschwung zu, dessen Auslauf man, zuletzt am Rande eines rechts, zum Nördlichen Bockkarkees abfallenden Eisbruches, über einige Längsspalten hinweg erreicht. Danach mäßig steil über Schutt und Geröll den Kammaufschwung empor und oben flacher zum schmalen Felsfirst am Südgipfel des Mittleren Bärenkopf. Dahinter sinkt der schmale Kamm, rechts von hohen Wechten gesäumt, um gut 20 Meter in die Eiswandscharte ab um gegenüber an der Kuppe des fast gleich hohen Nordgipfels (Schutt und feines Geröll) zu enden. Die Gipfelpyramide ist nach 1:15 erreicht.
Zum östlichen Nachbarn Großer Bärenkopf geht es durch die um 170 Meter tiefere Keilscharte, 3194m, die man über deutliche Steigspuren knapp links in der Flanke des gleichmäßig absinkenden Ostrückens erreicht (0:15). In der Scharte steht eine etwa 30 Meter hohe, sanfte Geröllkuppe im Weg, die man links, nordseitig, passiert ehe es durch den folgenden Sattel P 3188 an des Fuß des langen Westgrates des markanten Großen Bärenkopfes geht. Über diesen, anhaltend mäßig steil über mit feinem Schutt bedeckte, gut gestufte Gesimse und Felsleisten, zum Vorgipfel P 3342 empor und danach flacher ansteigend zum ungeschmückten höchsten Punkt (0:35).
Abstieg auf dem Anstiegswege: Mit insgesamt etwa 240 Metern Gegenanstieg sind abermals Nordgipfel Mittlerer Bärenkopf (0:50) und Südgipfel überwunden. Die Oberwalderhütte auf dem Großen Burgstall ist nach 1:00, der P in gemächlichen 2:00 erreicht.

  • Die Tour führt, entlang von Pasterze und Pasterzenboden, unmittelbar durch den Schwerpunkt der größten Vergletscherung der Glocknergruppe und damit ins Herz dieser prominenten Ostalpengruppe. (Den Großglockner findet man deutlich nach Süden versetzt in seiner eigenen Gruppe). Bereits die unvergleichlich aussichtsreich gelegene Oberwalderhütte (2972m), Dreh- und Angelpunkt in dieser beeindruckend großartigen Gletscherszenerie, ist einen Besuch wert.
  • Die mit dem riesigen Trogtal der Pasterze, der wilden Nordflanke des Großglockner, der Weite des eisigen Pasterzenboden und der eigentümlich skulpturalen Gestalt der Bärenköpfe wechselnde, hochalpine Szenerie kann einen entlang der gesamten Route fesseln. Die Gipfelausblicke faszinieren im gesamten Umkreis: Im Westen strahlt umflossen von riesigen Eismassen die ebenmäßige Pyramide des Johannisberg herüber, im Norden umstellen Hocheiser, Kitzsteinhorn und Großes Wiesbachhorn das Kapruner Tal, über dessen von dort unnahbarem, tief beeindruckendem Talschluss man hierbei steht, im Osten bestechen die herrlich klaren Formen von Hohe Dock und Fuscher-Kar-Kopf, ehe man im Süden den hier allgegenwärtigen Großglockner studieren kann.
  • Wenn man in einer Seilschaft geht, bietet sich ab Keilscharte für den Rückweg eine reine Gletscherroute über Nördliches Bockkarkees, Bockkarscharte und Südliches Bockkarkees an. Will man zur Oberwalderhütte zurück, müsste dafür jedoch je nach Spaltensituation wieder etwas angestiegen werden.
  • Der Große Bärenkopf findet sich alternativ als Weißer Bärenkopf, der Große Burgstall als Hoher Burgstall.
  • Der Gamsgrubenweg beginnt mit sechs, jeweils etwa 200 Meter langen, beleuchteten Stollendurchgängen, bei denen man kunstvolle Wasser- und Klanginstallationen zu den Themen von Wasser, Goldbergbau und Bergkristallen passiert. Danach geht es auf einem breiten, begeisternd aussichtsreichen Panoramaweg über dem ungeheuerlich tief ausgeschürften Gletschertrog der Pasterze weiter. Dabei quert man gewaltige, teils felsige Steilhänge, die bedauerlicherweise Steinschlag und Erdrutschgefahr ausgesetzt sind. Erkundigung über die aktuelle Situation und eventuelle Wegsperrungen daher angeraten. Alternativen gibt es bestenfalls via Abstieg zur Pasterze. Die Steilhänge sind weder unterhalb noch oberhalb des Weges passierbar, bestehen auch teils aus gewaltigen, stark abschüssigen Plattenlagen.
  • Die Pasterze zeigt sich bis zum Eisbruch hinter der Oberwalderhütte enorm eingesunken und mit Schutt übersät. Die Zunge befindet sich mittlerweile etliche hundert Meter von der Talstation der Gletscherbahn an der Franz-Josefs-Höhe entfernt. Die Eisoberfläche reichte um 1850 noch bis nahe an die Hofmannshütte, nahe der Gamsgrube links des Anstiegsweges gelegen, heute sind es 200 Höhenmeter bis zum Eisstrom.
  • Die Hofmannshütte, eine ehemalige Alpenvereinshütte, ist nicht mehr bewirtschaftet und das Gebäude abgesperrt.
  • Die Tour führt durch den landschaftlich großartigen , der den viel gerühmten, vorbildlichen Nationalparks in den USA sowohl in Schutzwirkung aber auch touristischer Ausgestaltung, welche hier die besonders eindrückliche Gletscherwelt der Hohen Tauern feiert, ebenbürtig ist. Entlang der 48 Kilometer langen Großglockner-Hochalpenstraße, gewiss eine der schönsten und spektakulärsten Passstraßen der Alpen, berührt man in kurzen Abständen teils aufwändig gestaltete Aussichtspunkte mit Schaubildern oder Lehrpfaden. Äußerst besuchenswert sind auch das Nationalparkzentrum und der Swarovski-Aussichtsturm an der Franz-Josefs-Höhe sowie das Haus Alpine Naturschau an der Nordrampe auf 2260m.
  • Tour alleine begangen.

 

  • Anstiegsweg (9.3 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

Ansicht aus Nordwesten vom Kitzsteinhorn. Links dahinter steht die Hohe Dock.

Großer Bärenkopf

Der Große Bärenkopf aus Osten von der Hohen Dock, darunter die Dockscharte. Links, breit über dem Nördlichen Bockkarkees gelagert, der Mittlere Bärenkopf.

Großer Bärenkopf

     

 

   

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