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Tour 839 - Breitkopf

Kärnten, Salzburg Hohe Tauern Glocknergruppe Tauernhauptkamm

Hochtour Route Franz-Josefs-Höhe - Gamsgrubenweg - Fuscher-Kar-Scharte Gesamtaufstiegshöhe (m) 800 Tage 1 Verhältnisse sommerlich gut

Name Max
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Min
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Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
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 Dominanz
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Eigenstän-
digkeit
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Westgipfel 3115 2370 750 3:10 G1 12 200 6
Ostgipfel 3152 3103 50 0:10 BW1 113 1180 4
Nordwand Fuscher-Kar-Kopf

Die Nordwand des Fuscher-Kar-Kopf über der Fuscher-Kar-Scharte. Der am höchsten scheinende Punkt ist der untergeordnete Nordwestgipfel P 3252, Kopf des Nordwestgrates (2:00 von der Scharte zum Hauptgipfel, I, Stelle II-).

 

Fuscherkarkopf

Fuscher-Kar-Kopf (Mitte links) und Breitkopf (im Mittelgrund rechts) aus Norden von der Hohen Dock.

 

Großglockner

Blick bei der Anfahrt zur Franz-Josefs-Höhe auf den Großglockner.

 

Großglockner

Blick vom Gipfel zum Großglockner. In der Mitte zwischen Kleinglockner (links) und Großglockner (rechts) zieht die Pallavicinirinne herab. Vorne das Glocknerkees.

 

Franz-Josefs-Höhe

Ausgangspunkt Franz-Josefs-Höhe. Links Großglockner, rechts hinten der völlig vergletscherte Johannisberg, daneben die Felskuppen Mittlerer Burgstall und Großer Burgstall.

 


Gamsgrubenweg

Blick auf den gesamten Gamsgrubenweg (im Mittelgrund, rechts vorne die Franz-Josefs-Höhe). Links ragt der Mittlere Burgstall, in der Mitte der Große Burgstall, Standort der Oberwalder Hütte, aus dem Gletschereis. Oben findet man mit weitem Gletschermantel Vorderer Bärenkopf (Mitte rechts) und Mittlerer Bärenkopf (rechts).

 

Breitkopf aus Nordosten

Der Breitkopf (Mitte rechts) neben dem Fuscher-Kar-Kopf (Mitte links), aus Nordosten.

Anfahrt - aus Norden vom Pinzgau über Bruck, aus Süden vom Mölltal über Heiligenblut - entlang von Großglockner-Hochalpenstraße (mautpflichtig) und Stichstraße zur Franz-Josefs-Höhe auf 2370m. Großes Parkhaus am Straßenende (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P geht es am Westende unmittelbar durch eine Reihe von Stollen auf den flach talein ziehenden Gamsgrubenweg. Nach einer ungemein aussichtsreichen Passage hoch über der Pasterze gelangt man nach Querung der weiten Karbucht der Gamsgrube hinter einem rechts herab ziehenden Bergrücken nach 1:00 an das Wegende im Wasserfallwinkel, einen sanften Bergkessel vor der Zunge des Wasserfallkees (auch als Südliches Bockkarkees zu finden).
Von dort kurz noch dem Weg zur Oberwalderhütte über ausgedehnte Gletscherschliffe nach um dann auf das Wasserfallkees zu wechseln. In mittlerer Steilheit die Zunge hinauf und bald rechts, nordwärts, flacher am Rande des Gletschers höher. Dann näher zum Flankenfuß des Fuscher-Kar-Kopf, wo sich ein Tälchen (Firn, Geröll) anbietet. Am Bächlein entlang höher bis man nahe der Fuscher-Kar-Scharte neben hohen, gestuften Felswänden (Sturzbach) gezwungen ist, wieder auf das Wasserfallkees (Spalten) zu treten. Wenig höher befindet man sich schon neben der ausgedehnten Fuscher-Kar-Scharte (1:15, Steindauben), die man rechts über gestufte Felsbänke erreicht, überragt vom Nordwestgrat des Fuscher-Kar-Kopf.
Vom Sattel nach links und über mittelsteile, durchweg abwärts geneigte, ggf. schmelzwasserüberzogene Felsbänke in beliebiger Route höher zur Schwelle der Einmuldung zwischen den beiden Gipfeln des Breitkopf. Durch sie länger sanft ansteigend über Feinschutt, ggf. Firn zum Sattel am hintersten Ende. Die ausgedehnte Kuppe des unbedeutenden Westgipfels (kleine Gipfelsteindaube) erreicht man über Schutt nach 0:55. Den höheren Ostgipfel (kleine Gipfelsteindaube) erreicht man mit kurzem Abstieg in den kleinen Sattel und Anstieg über den breiten, mit feinem Schutt bedeckten Nordwestrücken (0:10).
Abstieg auf der Anstiegsroute: Zur Fuscher-Kar-Scharte dauert es 0:35, zum Wasserfallwinkel 0:45, zum P 1:00.

  • Der Breitkopf ist zwar der niedrigste Gipfel im Talschluss rechter Hand des Fuscher Tals, aber äußerst lohnend, wenn man sich für eindrücklichste Einblicke in die Flanken der umliegenden Berggestalten wie Hohe Dock oder den Fuscher-Kar-Kopf mit seiner einst viel gerühmten Nordwand begeistern kann. Großglockner und Glocknerwand kann man überhaupt kaum noch näher kommen. Ins Fuscher Tal fällt der Berg in steiler Bratschenfront (leicht verwitternde Kalkglimmerschiefer) und darunter über gar senkrechte, von Sturzbächen überströmten Karwänden ab.
  • Auch wenn man sich direkt am östlichen, deutlich eingesenkten Rand des Wasserfallkees hält, ist man vor Spalten nicht sicher. Ein Ausweichen in die unterste, sehr steile Westflanke des Fuscher-Kar-Kopf ist nirgends sinnvoll.
  • Oberhalb des Wasserfallwinkel weglos und ohne jegliche Markierungen. Die Steindauben an der Fuscher-Kar-Scharte weisen lediglich der Route Oberwalderhütte - Nordwand den Weg. Zur Oberwalderhütte besteht meist Sichtkontakt.
  • Der Gamsgrubenweg beginnt mit sechs, jeweils etwa 200 Meter langen, beleuchteten Stollendurchgängen, bei denen man kunstvolle Wasser- und Klanginstallationen zu den Themen von Wasser, Goldbergbau und Bergkristallen passiert. Danach geht es auf einem breiten, begeisternd aussichtsreichen Panoramaweg über dem ungeheuerlich tief ausgeschürften Gletschertrog der Pasterze weiter. Dabei quert man gewaltige, teils felsige Steilhänge, die bedauerlicherweise Steinschlag und Erdrutschgefahr ausgesetzt sind. Erkundigung über die aktuelle Situation und eventuelle Wegsperrungen daher angeraten. Alternativen gibt es bestenfalls via Abstieg zur Pasterze. Die Steilhänge sind weder unterhalb noch oberhalb des Weges passierbar, bestehen auch teils aus gewaltigen, stark abschüssigen Plattenlagen.
  • Die Pasterze zeigt sich bis zum Eisbruch hinter der Oberwalderhütte enorm eingesunken und mit Schutt übersät. Die Zunge befindet sich mittlerweile etliche hundert Meter von der Talstation der Gletscherbahn an der Franz-Josefs-Höhe entfernt. Die Eisoberfläche reichte um 1850 noch bis nahe an die Hofmannshütte, nahe der Gamsgrube links des Anstiegsweges gelegen, heute sind es 200 Höhenmeter bis zum Eisstrom.
  • Die Hofmannshütte, eine ehemalige Alpenvereinshütte, ist nicht mehr bewirtschaftet und das Gebäude abgesperrt.
  • Die Tour führt durch den landschaftlich großartigen , der den viel gerühmten, vorbildlichen Nationalparks in den USA sowohl in Schutzwirkung aber auch touristischer Ausgestaltung, welche hier die besonders eindrückliche Gletscherwelt der Hohen Tauern feiert, ebenbürtig ist. Entlang der 48 Kilometer langen Großglockner-Hochalpenstraße, gewiss eine der schönsten und spektakulärsten Passstraßen der Alpen, berührt man in kurzen Abständen teils aufwändig gestaltete Aussichtspunkte mit Schaubildern oder Lehrpfaden. Äußerst besuchenswert sind auch das Nationalparkzentrum und der Swarovski-Aussichtsturm an der Franz-Josefs-Höhe sowie das Haus Alpine Naturschau an der Nordrampe auf 2260m.
  • Tour alleine begangen.

 

  • Download der einfachen Wegstrecke (6.2 Kilometer) als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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