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Tour 740 - Portlesspitze / Pizzo Portles

Südtirol Ötztaler Alpen Vinschgauer Alpen Planeiltaler Berge
Alto Adige Alpi dell'Ötztal Alpi Venoste

Bergtour Route Thanai - SO-Flanke Gesamtaufstiegshöhe (m) 1310 Tage 1 Verhältnisse frühsommerlich gut

Max
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Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
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Eigenstän-
digkeit
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3074 1770 1310 3:15 G1 49 920 4
Rabenkopf

Gipfelblick gegen Norden auf den Rabenkopf.

Nachbarschaft im Osten mit Ramudelspitze (links) und Upiakopf (Mitte rechts). Unten die Weiden um den Glieshof.

Südlicher Salurnkamm

 

Fotos: Thehighrisepages.de

Anfahrt aus Norden bzw. Westen über den Reschenpass, aus Osten über Meran / Merano in den Vinschgau / Val Venosta. Zwischen Mals / Malles und Schluderns / Sluderno zweigt bei Tartsch / Tarces eine Stichstraße ins Matscher Tal / Val di Mazia ab. P kurz vor dem Straßenende an der Bachbrücke unterhalb von Thanai auf 1770m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Der Anstieg hält durchwegs eine nordwestwärts gerichtete Route ein: Vom P zunächst den Fahrweg über einen Wiesenhang zu den nahen Höfen von Thanai (1824m) hinauf. Gleich darüber verlässt man am Hinweis „Portlesspitze, Nr. 8“ den Almweg um eine kleine, offene Mulde zwischen Lärchenflanken anzusteigen. Etwas höher quert der mark. Pfad nach links zu den Almweiden der Eisawiesen (auch Kalte Wiesen), wo man entlang eines Lattenzauns an die Kreuzung mit dem hangquerenden Weg Nr. 16 gelangt (Wegtafel). Man bleibt auf dem Pfad Nr. 8, der sich wenig weiter links auf einer Wiese vom flachen Weg Nr. 16 trennt um ihm über einen steileren, mit lichten Lärchen- und Zirbenbeständen bewachsenen Hang empor zu folgen. Nachdem man den offenen oberen Waldrand passiert hat, geht es länger über mittelsteile, mit Zwergsträuchern bestandene Rücken höher. Hier verliert sich einige Male der Pfad, Steindauben weisen aber die günstigste Route, die, nun im Grunde einer weiten Hangmulde, der Außerportles, verläuft. Allmählich zieht der Pfad in der Mulde links hinüber, dem hohen Felskamm der Edelrauteknott / Costa Edelraut entgegen, passiert den auffälligeren Graskopf P 2635 links und kehrt dahinter in die hier flachere Muldenmitte zurück um schließlich von links nach rechts eine von einer hohen Stirnmoräne gebildete Talstufe hinauf zu traversieren. Oben angelangt geht es, Steindauben weisen weiterhin die Richtung, etwas flacher über erdige Geröllrücken ins oberste Karbecken hinein, über dem nun endlich auch die gesamte Gipfelflanke und das Gipfelkreuz zu entdecken sind. Man durchschreitet das kleine Karbecken um zuletzt den etwa 200m hohen Steilhang aus feinem Schutt, zuoberst von Schrofen durchsetzt, knapp links unter dem Gipfelkreuz anzugehen. Dieses ist schließlich nach 3:15 gewonnen.
Abstieg auf dem Anstiegswege (2:10).

  • Landschaftlich unauffällige Tour, aber für Dreitausender-Sammler interessant. Es werden weder Schluchten noch Brunnen, Seen oder Wasserfälle passiert, allenfalls einmal winzige Rinnsale berührt. Über Umwege braucht man sich nicht zu beklagen, geht es doch in direkter Linie und stetig steigend die gesamte Flanke vom Talfuß bis zum Gipfel empor, wobei sich der Pfad mit der Höhe zunehmend verliert. Das bald zwanzig Jahre alte Gipfelbuch verzeichnet lediglich wenige Dutzend Besucher im Jahr.
    Der Gipfelausblick ist durchaus lohnend, wenn auch im Norden, über dem Talschluss des Planeiltales, durch den höheren Weißkugelkamm (vergl. Falbanairspitze) verstellt, wobei der im Nordtiroler Kaunertal stehende, überaus markante Glockturm doch auszumachen ist. Unter der Nordostflanke entdeckt man einen kleinen Karsee, jenseits des ellenlangen Planeiltales sanfte Gipfel von Mittereck bis zum hornähnlichen Danzebell. Im Osten geht der Blick gegen den ernsten, vergletscherten Salurnkamm mit seinen steilen Hochkaren unter Saldurspitze und Ramudelspitze, südwärts fortgesetzt von den Bergen um Hochalt bis zur Remsspitze, die schließlich über 1500m tief ins Matscher Tal abfällt. Im Süden dehnen sich über dem Vinschgau die Nordwände von Tschenglser Hochwand und Pederfick aus, denen das alles überragende Oberhaupt Ortler mit seinen eisig schimmernden Trabanten um das Stilfser Joch / Passo del Stelvio folgt. Im Westen breiten sich die sanfteren Berge um den Piz Sesvenna aus, im Nordwesten schließlich stechen die vielfältigen Felszacken der entfernteren Silvrettagruppe in den Horizont.
  • Mit Schneeschuhen sollte die gesamte Flanke bis unter den Gipfelhang begehbar sein. Die anhaltend mittlere Steilheit setzt allerdings optimale Schneeverhältnisse sowie günstigenfalls eine gut tragfähige Skispur voraus, ansonsten dürfte ein Anstieg mühsam werden. Die Gipfelflanke muss dann zu Fuß überwunden werden, wobei die Lawinengefahr hier sicher nicht zu vernachlässigen ist. Da durchwegs südostseitig ausgerichtet, ist die gesamte Route früh in der Sonne.

 

  • Einfache Wegstrecke (4.6 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

   

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