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Tour 529 Schneeschuhtour- Piz Sesvenna, Rasaßspitze

Südtirol, Graubünden Sesvennagruppe

Schneeschuhhochtour Route Schlinig - Sesvennahütte - Furka Sesvenna - Piz Sesvenna über Vadret da Sesvenna und O-Grat auf und ab - Furka Sesvenna - Schadler über SO-Grat auf und ab - Furka Sesvenna - Sesvennahütte - Rasaßspitze über SO-Grat auf und ab - Sesvennahütte - Schlinig Gesamtaufstiegshöhe (m) 2490 Tage 3 Verhältnisse spätwinterlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Sesvennahütte AVS 2256 1730 530 2:00 G1 - - -
Piz Sesvenna 3204 2256 1050+90 i.Ab. 3:00 G1 1055 21400 1
Schadler 2948 2819 130 1:15 G1 44 900 4
Rasaßspitze 2941 2256 690 2:15 G1 243 3600 3
1. Tag:

Sesvennahütte

Die Sesvennahütte.

2. Tag:

Furka Sesvenna

Blick an der Furka Sesvenna auf Vadret da Sesvenna, umkränzt von Munt Pitschen (3162m), Foratrida (3136m) und Piz Sesvenna (3204m, v.l.n.r).

 

Piz Sesvenna

Kurz vor dem Piz Sesvenna.

 

Ortleralpen

Am Piz Sesvenna:
Panorama im Südosten mit den Ortleralpen,
Munt Pitschen (Mitte) und Foratrida (rechts vorne) ganz nah im Nordosten, darüber Vinschgau und südwestliche Ötztaler Alpen.

Munt Pitschen

 

An der Furka Sesvenna

Rückkehr an die Furka Sesvenna mit Blick zur Rasaßspitze.

 

Aussicht am Schadler

Munt Pitschen, Foratrida und Piz Sesvenna vom Gipfel des Schadler.

3. Tag:

Rasaßspitze

Am Gipfelkamm der Rasaßspitze.

 

An der Rasaßspitze

Blick von der Rasaßspitze nach Süden gegen die zentralen Ortleralpen.

 

Rasaßspitze nach Süden

Gipfelpanorama der Rasaßspitze mit Piz Sesvenna und der gesamten Aufstiegsroute.

Anfahrt von der Fernstraße Reschenpaß - Meran über Burgeis (nördlich von Mals/Malles) nach Schlinig/Slingia. P am Ortsende (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Auf breitem Fahrweg ins offene, flache Tal hinein, an der Alm Planbell rechts vorbei, und weiter über die Talstation der Materialseilbahn bis rechts unter die Schwarze Wand/Croda Nera, eine senkrechte, gut 60m hohe Felsstufe am Talschluss. Rechts über mittelsteile Schuttkegel hinauf bis knapp neben die Abbruchkante und darauf in etwa 25m langer, eventuell vereister Querung auf den obersten Talboden. Im flachen Talgrund weiter bis zur nahen Hütte (2:00).

2. Tag
Von der Hütte nach Südwesten die kurze Mulde hinauf um rechts in die Einsattelung südlich von Anhöhe P 2424 zu gelangen. Über den sanften Sattel geht es mit wenig Abstieg in eine wellige Talmulde, die, von einer Steilstufe unterbrochen, zur Furka Sesvenna führt: In ihrem Talgrund nach links hinauf bis an den Ausgang eines großen Tobels unterhalb eines markanten Felskopfes. Entweder durch den Tobel höher, oder über den rechts begleitenden Rücken. Über dieser Steilstufe, man befindet sich im Kar nahe des Sesvennasee, hält man sich nach WSW wo es über sanfte Wellen zum kaum wahrnehmbaren Furkelsee und zur Furka Sesvenna, einem weitläufigen Sattel auf 2819m, geht (Wegtafel, 1:25). Hier öffnet sich der umfassende Blick zum Piz Sesvenna samt seiner Umrahmung (s. zweites Bild).
Vom Sattel nach Süden bis in die Scharte links am Beginn des  Piz-Sesvenna-Ostgrates: Zuerst einen sanften Abhang hinunter zum Auslauf des Vadret da Sesvenna auf etwa 2730m. Stets über die Mitte des Gletschers weiter, nur anfangs etwas steiler, bis man zuletzt in einem Linksbogen in die Scharte und zum Schidepot zwischen dem Nachbargipfel Foratrida (P 3136) und dem felsigen Ostgrat gelangt (1:15). Zum Gipfel nun nicht dem mark. Sommerweg auf der Vorderseite folgen, sondern links der Felsen, deutlich unter der Schneide bleibend, beginnen. Nachdem man so den steilen Gratbeginn überwunden hat, auf der Schneide entlang, weiter oben teils rechts daneben. Den schmalen Gipfelgrat mit Kreuz und Buch hat man nach 0:20 erreicht.
Zurück zur Furka Sesvenna auf dem Anstiegswege (1:00).
Von hier bietet sich ein Abstecher zum Schadler an, den man über seinen in mäßigen Wellen ansteigenden Südostrücken erreicht (hin und zurück 0:30).
Von der Furka zur Hütte geht es in 0:45.

3. Tag
Zur Rasaßspitze gelangt man am besten über den Vorgipfel P 2927 auf dem flachen Südostgrat. Von diesem Vorgipfel zieht eine lange und ausgeprägte Gratrippe nach Südwesten herab, die den besten Zugang gewährt.
Von der Hütte nach Nordwesten durch die Talfurche in Richtung Schlinigpaß. Bereits nach wenigen hundert Metern kann man nach rechts durch die erste steilere Mulde ansteigen, um oben, wenig mehr rechts haltend, über einen höheren Steilhang auf den weiten Absatz links vor der Südwestrippe zu gelangen (1:00). Über diesen flachen Absatz hinüber in die weite Senke links neben der Südwestrippe. Den ersten felsigen Aufwurf umgeht man noch in der Senke, um darauf nach rechts auf die Rippe anzusteigen die man bei einem großen Steinmann erreicht. Nun bis zum Vorgipfel höher, je nach Vorliebe links in der oberen Flanke oder direkt über die Grasschrofen auf dem teils abgeblasenen Rücken. Vom Vorgipfel geht es über einen teils felsigen Grat hinüber zum Hauptgipfel. Die Schispuren werden die felsigen Stellen auf der Südseite in der steilen Flanke umgehen, mit Schneeschuhen ist es besser, durchgängig genau auf der Schneide zu bleiben. Am Gipfelkreuz mit Buch steht man nach 1:15.
Zurück über Vorgipfel und Südwestrippe. Vom weiten Absatz nach Westen, Richtung Schlinigpaß, halten und über steilere Mulden zum Pass hinunter. Durch die Senke nach Südosten zurück zur Hütte (1:30). Hinaus nach Schlinig in 1:30.

  • Der Piz Sesvenna ist höchster Berg der Sesvennagruppe.
  • Der gesamte Weg von Schlinig über die Hütte zum Piz Sesvenna ist landschaftlich sehr reizvoll und außergewöhnlich kurzweilig Besonders empfehlenswert, da er durch verschiedene, deutlich isolierte Talabschnitte führt. So bleibt es lange ein Geheimnis, wie und wo es zum Bergziel geht. Die Tour, die zudem eine Gletscherpassage aufweist, sollte auch im Sommer, mit dann zwei Seeaugen am Wegesrand, ein Gewinn sein.
  • Auch der Ausblick ist zu rühmen: Im Süden der Ortler mit dem gesamten Payergrat in der Draufsicht, eingefasst von Monte Cevedale, Königsspitze und Trafoier Eiswand, im Südosten die schroffen winterlichen Nordwände von Tschenglser Hochwand und Laaser Spitze, im Osten die Weißkugel und die stillen südlichen Ötztaler Alpen. Im Westen schließt sich die abgeschiedene Bergwelt des Schweizer Nationalparks an.
  • Die Passage bei der Umgehung der Schwarzen Wand ist äußerst lawinengefährdet. Man sollte diesen Abschnitt nur begehen, wenn sich die Hänge bereits entladen haben.
  • Vom Schadler kann man über den Verbindungsgrat bei etwa 40 hm Verlust ggf. den Piz Rims (3050m) anschließen.
  • Abgesehen von Schwarze Wand und Rasaßspitze durchgängig optimales Schneeschuhgelände, das kaum Hangquerungen aufweist. Zu den potenziellen Lawinenhängen kann man - mit o.g. Ausnahme - ausreichend Abstand wahren.
    Die Rasaßspitze ist nur für Schifahrer zu empfehlen, die eine teils abweichende Route wählen können. Für Schneeschuhgeher ist der Gipfelgrat nur bei guten Verhältnissen zu empfehlen. Der Auf- und Abstieg über den Flankenfuß an der Talfurche zwischen Schlinigpaß und Hütte führt über unangenehm steile und - da südseitig - auch lawinöse Hänge.
  • Tour alleine begangen.

 

  • Einfache Wegstrecken (Hüttenanstieg 5.0, Piz Sesvenna 5.2, Schadler 0.5, Rasaßspitze 2.5 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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