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Tour 702 - Rauchkofel / Monte Fumo

Tirol, Südtirol Zillertaler Alpen Hauptkamm
Alto Adige Alpi della Zillertal

Bergtour Route Kasern - Niederwieser Alm - S-Grat - oberste SW-Flanke (I) Gesamtaufstiegshöhe (m) 1660 Tage 1 Verhältnisse hochsommerlich

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digkeit
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3252 1600 1660 4:10 G2 595 7120 2
Anfahrt über Bruneck / Brunico ins Ahrntal / Val Aurina. Großer P (gebührenpflichtig) am Straßenende in Kasern (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P wenige Schritte den Ort zurück bis rechts ein schmaler, urwüchsiger Pfad zum „Heiliggeistjöchl“ abzweigt. Diesen hinauf an die steile Bergflanke um dort in dichtem Nadelwald viele enge Kehren zur Niederwieser Alm auf 2027m anzusteigen (0:55). Links der Alm, die an einem breiten Wirtschaftsweg liegt, zweigt ein schmaler Bergsteig Richtung "Waldner See" ab. Ihm folgend im offenen Weidegelände nach Nordwesten höher, bald die feuchte Moorterrasse des Wieser-Werfer-Moos querend, darauf an der Niederwieser Hütte (auch Marchsteinalm) vorbei in den wasserreichen Marchsteinboden, um schließlich schräg links empor, nördlich der Wiesenkuppe des Archbichl (2419m), einen kleinen Wiesensattel zu erreichen. Wenig später ist auf etwa 2400m der Abzweig zum Lausitzer Weg erreicht (1:00). Diesen über hügeliges Almgelände höher bis man bald einen weiteren hangquerenden Weg erreicht. Diesen kurz links entlang zur Kuppe des Sauwipfel (2657m), dem Beginn des Rauchkofel-Südgrates.

Im Marchsteinboden

Rückblick beim Anstieg nach Südosten übers oberste Ahrntal hinweg gegen die Seitentäler Windtal (links) und Röttal (rechts). Vorne breitet sich der Marchsteinboden aus.

 


Ansicht aus Nordosten

Ansicht aus Nordosten von der Zillerplattenscharte (Tour 639): Links ist noch der Eissee zu sehen, darüber, leicht von Wolken touchiert, das Heiliggeistjöchl. Von rechts zieht der Trog des hintersten Zillergründl herein, überragt vom Rauchkofel.

 

Rauchkofel

Gesamtansicht des Rauchkofel. Rechts schließt sich die Kleinspitze (3169m) an.

 

Kleinspitze und Rauchkofel

Ansicht aus Süden vom Stutennock, knapp 13 Kilometer entfernt: In der Mitte erhebt sich die Kleinspitze, rechts der Rauchkofel. Im Mittelgrund links findet man das Hundskehljoch. Den Vordergrund nehmen die obersten Matten der Knuttenalm ein.

Nun bequem auf teils plattig ausgelegtem Steig den unteren blockigen Südgrat empor bis man auf Höhe des ersten markanten Grathöckers P 2977 nach links hinab in die weite Südwestflanke gezwungen wird. Bis zum Gipfel wird nun die durchgängig mit teils riesigen Felstrümmern übersäte Flanke (I) den Markierungen und Steindauben folgend begangen, die zum Gipfel hin allmählich mittelsteil ansteigt. Das große Holzkreuz am höchsten Punkt ist nach 2:15 erreicht.
Abstieg wie Aufstieg: zum Sauwipfel in 1:45 hinab, der Abzweig auf 2400m ist nach 0:20 erreicht, in 1:05 passiert man die Niederwieser Alm, und nach 0:40 steht man wieder am P.

 

  • Im Zuge des Zillertaler Hauptkammes bis zum Ostende an der Birnlücke nach der Wollbachspitze letzter Berg von Bedeutung. Am Gipfel entfaltet sich ein herrlicher Blick auf die innerste Reichenspitzgruppe sowie natürlich auf die beiden prächtigen Berggestalten und Herrscher über das hinterste Ahrntal, Dreiherrnspitze und Rötspitze. Der Zustieg bis zum Beginn des Südgrates führt durch bestens begehbares, erdiges Gelände.
    Beim Abstieg über den Südgrat fällt lange der Blick auf die sanfte Sattellandschaft um das westlich benachbarte Hundskehljoch mit dem großen Waldnersee davor, und wenn der Marchsteinboden erreicht ist, begeistert der Blick gegenüber in die beiden Trogtäler von Röttal und Windtal die an den Fuß der herrlichen, vergletscherten Bergschaufel der Rötspitze führen.
  • Was dagegen gar nicht begeistert, ist die 300 Höhenmeter umfassende Passage durch die obere Südwestflanke, natürlich auch noch mit Höhenverlust, die komplett mit häufig plattig und abschüssig gelagerten, teils riesigen Felstrümmern überdeckt ist, während die Lücken dazwischen kaum verfüllt sind (typisch für Zentralgneis). Damit ist es weder Geh- noch Klettergelände. Wenn Neuschnee zwischen den Blöcken liegt oder etwa Nieselregen die teils riesigen Felsplatten in Rutschbahnen verwandelt, sinkt die Begeisterung dann gegen Null. Bei solch einem Gipfelzugang könnte man dem Berg den Besucherboykott, die Tilgung des Namens von allen Karten und eine rasche Erosion hin zum Schutthügel wünschen. Wenn alle Bergtouren so enttäuschend enden, würde man seine Bergstiefel an den Nagel hängen. Spaß finden hier vielleicht Balletttänzer, die ihre Spagatübungen gerne mal im Freien ausüben.
  • Zum Glück gibt es aber auch Touren ohne größere Trümmermeere im Ahrntal, etwa durchs ursprüngliche Röttal zur eleganten Rötspitze, auf die Dreieckspitze oder den Hochgall.
  • Tour alleine begangen.

 

  • Einfache Wegstrecke (7.2 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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