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Tour 288 - Rötspitze

Südtirol / Alto Adige Hohe Tauern Venedigergruppe

Hochtour Route Kasern - Röttal - Lenkjöchlhütte - NNO-Grat (II) Gesamtaufstiegshöhe (m) 2000 + 30 im Abstieg Tage 2 Verhältnisse sommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Lenkjöchlhütte (CAI) 2603 1570 1040 3:05 BW1 - - -
Rötspitze 3495 2603 930 2:55 G2 646 5400 2
Untere Rötspitze 3290 3265 30 k.A. G2 25 300 6
Röttal

Das Röttal mit der Rötspitze.

 

Gipfel

Blick vom Sattel vor der Untere Rötspitze auf den NNO-Grat mit den beiden Grataufschwüngen.

 

Dreiherrnspitze und Großvenediger

Blick auf Dreiherrnspitze und Großvenediger.

Die Rieserfernergruppe mit Hochgall und Schneebiger Nock.

Rieserfernergruppe

 

Zillertaler Alpen

Gipfelpanorama im Westen mit den Zillertaler Alpen von Schwarzenstein (links hinten) bis Großer Löffler (rechts). Den Mittelgrund nimmt Löffelspitze am Talschluss des Defereggentals (links vorne) ein.

Anfahrt aus dem Pustertal über Bruneck / Brunico ins Ahrntal / Val Aurina. P (gebührenpflichtig) in Kasern / Casere (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Vom P in Kasern hinab zur Talbrücke (1570m) und gegenüber rechts hinauf. Der sehr abwechslungsreiche, teils steile Bergweg führt anfangs durch lichten, hochstämmigen Wald zu den Ruinen alter Bergwerke. An ihnen vorbei und rechts des Baches bis zur wilden Talschwelle hinauf. Dahinter beginnt das breite Röttal (s. oberstes Bild). Über einen Steg und dann links am Rötbach entlang hat man im offenen Trogtal nun stets den Blick auf die breite und elegante Nordwestflanke der Rötspitze. Die urtümliche Lenkjöchlhütte (2603m), links über einem breiten Sattel mit etwas steilerem Anstieg gelegen, ist nach 3:05 erreicht.

2. Tag
Von der Hütte nach Südosten. Kurz über Blockwerk in den nahen Sattel hinab und gegenüber über Steigspuren auf den mäßig steilen Felsrücken, der aus Richtung Untere Rötspitze herabzieht. Der Rücken verliert sich oben unter Firn und Eis. Nun übers spaltenlose Rötkees südostwärts weiter. Schließlich in weitem Rechtsbogen auf die Untere Rötspitze zuhalten. Auf feinem Verwitterungsschutt über Steigspuren unter ihr vorbei und man erreicht den NNO-Grat der Rötspitze (vergl. zweites Bild). Dieser baut sich in zwei markanten Aufschwüngen auf. Der zweimalige, abschüssige Übergang vom Firn zum Fels (jeweils SO-exponiert) kann Stufenschlagen bzw. Steigeiseneinsatz erforderlich machen. Der erste Aufschwung baut sich gleich aus abschüssigem Firn auf und führt steil zwischen großen Felsblöcken hinauf (II-, einige Stifte). Von den waagrechten oberen Felspartien gelangt man auf den obersten Gletscherrand (kleine Randklüfte). Nach einer Querung links unterhalb des zweiten Felsaufschwungs wechselt die deutliche Steigspur abermals in steile Felsen. Man bleibt meist auf der blockigen Schneide; einmal geht es zwischen großen Klemmblöcken in einem kurzen Kamin hindurch (II). Darüber ist das Vorgipfelchen P 3435m erreicht, hinter dem der Grat seinen Charakter ändert. Dieser wird deutlich markanter, lehnt sich aber mit gut gestaffelten Klemmblöcken (I) zurück. Kurz darauf sind Gipfelkreuz und Buch erreicht (2:55).
Abstieg über die unbedeutende, keine 30 Meter herausgehobene Untere Rötspitze (Steinmann) und zuletzt mit knapp 30 Meter Gegenanstieg zur Hütte (2:50). Von dort nach rechts durchs ebenfalls sehr schöne Windtal (breites Trogtal) zurück nach Kasern (1:40).

  • Sehr eleganter, schaufelförmiger Felsberg mit zwei großen, vergletscherten Flanken. Gilt vielen als einer der schönsten Ostalpenberge. Der Zugang durchs offene Röttal (s. oberstes Bild) ist landschaftlich besonders reizvoll Besonders empfehlenswert.
  • Vom Gipfel hervorragender Blick zur Schauseite des Hochgall. Ähnlich gut zu Großvenediger und Dreiherrnspitze sowie zur gesamten östlichen Hälfte der Zillertaler Alpen.
  • Die Angaben zu den felstechnischen Schwierigkeiten sind in der Literatur bei diesem Berg recht nachlässig. Sie bewegen sich aber eher bei II als bei I. Daher nur bei guten Verhältnissen zu empfehlen. Zuvor Tour Nr. 185 bei Schneeglätte auf dem Grat an P 3435m abgebrochen.
  • Der Fels hat oft eine sandartige Oberfläche, die knolligen Formen sind wenig griffig.
  • Machbar, aber schwieriger und wenig begangen ist auch die Überschreitung direkt aus dem Röttal über die NW-Flanke zum Gipfel und über den NNO-Grat hinab zur Hütte.
  • Auf der Lenkjöchlhütte herrscht wegen der beliebten Rundwandermöglichkeit Kasern - Röttal - Hütte - Windtal - Kasern viel Tagesbetrieb.

 

  • Wegstrecke (Hüttenanstieg durchs Röttal 7.3 Kilometer, Anstieg Rötspitze 2.7 Kilometer, Hüttenabstieg durchs Windtal 6.7 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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