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Tour 230 - Großvenediger

Osttirol, Salzburg Hohe Tauern Venedigergruppe

Hochtour Route Matreier Tauernhaus - Geschlößtal - Neue Prager Hütte - Schlatenkees - SO-Flanke Gesamtaufstiegshöhe (m) 2310 Tage 2 Verhältnisse frühsommerlich, am Gipfeltag Nebel

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Neue Prager Hütte 2796 1512 1290 4:35 BW1 - - -
Innerer Kesselkogel 2897 2796 110 0:25 BW2 67 600 4
Großvenediger 3666 2796 870 4:55 G2 1199 25300 1
Hohes Aderl 3504 3475 30 1:10 G1 4 250 6
Geschlößtal

Das Geschlößtal mit dem Talschluss unter dem Schlatenkees.

 

Schlatenkees

Innerer Kesselkogel, Gipfelblick
nach Süden auf Schlatenkees und die dunkle Kristallwand, vorne die Neue Prager Hütte,
und nach Westen auf Schlatenkees, Rainer Horn (links) und Kleinvenediger (rechts). Bildmitte unten zieht sich der Felskamm Niederer Zaun entlang.

Rainer Horn und Kleinvenediger

 

Am Gipfelgrat

Am Gipfelgrat.

Gipfelblick zum Kleinvenediger.

Kleinvenediger

 


Großvenediger aus Südosten

Überblick aus Südosten von der Weißspitze: Großvenediger (Mitte links), Rainer Horn (Mitte), Schwarze Wand und Hoher Zaun (rechts).

 

Großvenediger aus Osten

Ansicht aus Osten vom Wildenkogel: Kristallwand (links), Großvenediger (Mitte), Kleinvenediger (Mitte rechts). Gut einsehbar ist auch das Trogtal des Schlatenkees.

 

Großvenediger

Der Großvenediger (Mitte) aus ONO vom Kitzsteinhorn. Links stehen Hoher Zaun, Rainer Horn und Schwarze Wand, rechts der Kleinvenediger. Im Vordergrund steht die Felswand der Hinteren Bratschen unter dem breiten Gipfel des Hochgasser.

 

Gesamtansicht

Großvenediger aus Südwesten von der Rötspitze, dicht darunter Großer Geiger und Großer Happ. Links heben sich die vergletscherten Simonyspitzen heraus. Im Vordergrund überblickt man das Umbalkees (links), das Reggentörl (Mitte rechts) und die Malhamspitzen.

Anfahrt über die Felber-Tauern-Bundesstraße, aus Norden vom Pinzgau über Mittersill und Felber-Tauern-Tunnel kommend, aus Süden von Lienz durchs Tauerntal. Von der Südzufahrt zum Tunnel bei der nächsten Abfahrt nach Westen und durch den flachen Talboden zum nahen Matreier Tauernhaus (1512m), Übernachtungsmöglichkeit, großer, gebührenpflichtiger P (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Vom Tauernhaus rechts des Baches auf breitem Fahrweg durch die weiten Wiesen das Geschlößtal hinein (s. oberstes Bild). Auf dem ganzen Weg zum Weiler Innergschlöß (mit dem Venedigerhaus) begleiten einen dabei hohe bewaldete Trogflanken über die zahlreiche Bäche herabstürzen. Ein gutes Stück nach den letzten Häusern verzweigt sich das Tal. Stirnseitig steigt ein wuchtiger Schrofenhang an, links eine gewaltige Talstufe mit Gletscherschliffen die der untere Schlatenkees freigegeben hat. Der bez. Pfad führt nach links über eine Bachbrücke und anschließend mit steilen Kehren den Schrofenhang hinauf. Wenn man oben den Schlatenbrunnen erreicht hat, geht es flacher weiter. Man befindet sich nun auf der rechten Hangseite über der Talschwelle und hat bald die Alte Prager Hütte (2489m, bewirtschaftet) erreicht. Immer höher auf der Talflanke, links tief darunter das ziemlich zerklüftete Schlatenkees, führt der Pfad durch Schutt und Geröll nach weiteren gut 300 Höhenmetern schließlich auf die Neue Prager Hütte (4:35).
Von der Hütte führt ein bez. Pfad nach Norden über die blockige Südflanke (I) zum nahen Hüttengipfel Innerer Kesselkogel (1:00 hin und zurück, vergl. zweites Bild).

2. Tag
Von der Hütte nach Westen. Über einen bez. Moränensteig recht flach zum Gletscherrand bei etwa 2830m unter dem langen Felskamm Niederer Zaun. An diesem Felszug entlang bis zu dessen obersten Felszacken bei P 2993m (meist Trasse, vergl. drittes Bild). Nur anfangs etwas steiler geht es über das weite Schlatenkees südwestlich aufwärts. Darauf folgt der fast ebene Oberer Keesboden. Nun westwärts weiter, bis an den Fuß des steileren dreieckigen, SO-Gipfelhangs. Über ihn an seinem linken Rand (Südkamm), zuletzt über einen ausgesetzten Firngrat zum Gipfelkreuz auf dem Großvenediger (4:55).
Abstecher zum unbedeutenden Felsgipfelchen Hohes Aderl, dem höchsten Punkt auf der Felseinfassung des obersten Gletschers: Zurück bis zum Hangfuß. Nun südlich weiter, über den weiten Gletscherboden bis etwa 3475m und dann nach rechts hinüber zum höchsten Punkt (1:10). Beeindruckender Blick in die Westwand des Großvenediger; eventuell eine schmale Randkluft kurz vor den Felsen.
Zurück bis in den mittleren Gletscherboden, wo man wieder auf die Trassen zu den umliegenden Hütten stößt. Zur Prager Hütte nach Osten, später mehr nordostwärts. Die Hütte ist nach 3:15 erreicht.

  • Der Großvenediger ist ein gewaltiges Firnhorn mit großer Wächtenbildung nach Norden. Einer der bedeutendsten Ostalpenberge, höchster der Venedigergruppe. Normalzustiege aus allen vier Himmelsrichtungen.
  • Alte Höhenangabe 3674m.
  • Das Schlatenkees weist an bestimmten Stellen teils große Spalten auf, die aber problemlos zu umgehen sind. Seilsicherung trotzdem dringend angeraten.
  • Die aufgeführten Gehzeiten sind in Folge dichtem Nebels deutlich überhöht. Die reizvollen Nachbarn Kleinvenediger und Rainer Horn fielen dem Nebel ganz zum Opfer.
  • Landschaftlich großartiges Tourengebiet Besonders empfehlenswert. Das Geschlößtal und die gesamte Gletscherwelt um den Großvenediger sind aus gutem Grund Teil des .
  • Maut für den Felber-Tauern-Tunnel: EUR 10,00.
  • Erstersteigung des Großvenediger 1841 durch Ruthner und Kürsinger aus Norden über Obersulzbachtal und Venedigerscharte. Zu dieser Zeit wäre man beim hier beschriebenen Zustieg von Osten durchs Geschlößtal bereits kurz hinter Innergschlöß an der vereinigten Gletscherzunge von Schlaten- und Viltragenkees angelangt.

 

 

  • Wegstrecke (Hütte 10.3 Kilometer, Anstieg Großvenediger 4.6 Kilometer, Abstieg über Hohes Aderl 5.2 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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