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Tour 184 - Hochgall / Collalto
Schneebiger Nock / Monte Nevoso

Südtirol / Alto Adige Hohe Tauern Rieserfernergruppe

Hochtour Route Jausenstation Säge - Kasseler Hütte / Rifugio Roma - Schneebiger Nock über NO-Grat auf und ab - Kasseler Hütte - Hochgall über NW-Grat (II) auf und ab Gesamtaufstiegshöhe (m) 3050 Tage 2 Verhältnisse sommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
[4]
Kasseler Hütte / Rifugio Roma (CAI) 2276 1580 700 1:20 BW1 - - -
Schneebiger Nock 3358 2276 1090 2:45 G1 544 4300 2
Hochgall 3436 2276 1210+50 i.Ab. 5:10 G4 1148 13500 1

Rifugio Roma

Rifugio Roma (ehemals Kasseler Hütte).

Schneebiger Nock

Kurz vor dem Gipfel des Schneebigen Nock.

 

Hochgall

Der Hochgall vom Schneebigen Nock aus. Der Aufstieg führt über den nach links unten hinabstreichenden Grat. Rechts der Wildgall.

 

Hochgall

Der Hochgall vom Seeauge bei der Kasseler Hütte. Unter dem Gipfel steht das Graue Nöckl.

 

Schneebiger Nock

Blick vom Hochgall auf den Nachbarn Schneebiger Nock.

 

Aussicht im Nordosten

Gipfelaussicht im Nordosten mit dem Lenkstein (rechts).

 


Hochgall von Rain in Taufers / Riva di Tures

Überblick aus Nordwesten von Rain in Taufers / Riva di Tures: Riesernock und Hochgall.

Hochgall

 

Riesernock und Hochgall

Der Hochgall im Detail.

 

Hochgall

Der Hochgall
aus Nordwesten von Rain in Taufers,
aus NNW vom Stutennock.

Hochgall

Hochgall

 

Hochgall aus Südosten

Ansicht aus Südosten vom Almerhorn.

 

Hochgall

Hochgall und Graues Nöckl (Bildmitte) vom Weg in die Antholzer Scharte.

 

Hochgall

Der Hochgall aus Nordosten beim Anstieg zum Lenkstein.

 

Schneebiger Nock, gesehen am Weg zur Dreieckspitze.

Gesamtansicht

 

Rieserfernergruppe

Hochgall und Schneebiger Nock aus Norden. In der Mitte liegt die Antholzer Scharte.

 

Anfahrt über Bruneck / Brunico nach Rain in Taufers / Riva di Tures. Vor den ersten Häusern rechts ab, über die Bachbrücke ins breite Bachertal und dort bis zum P an der Jausenstation Säge auf 1580m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Wenige Schritte durch den Wald weiter um dann über einen Holzsteg auf die rechte Talseite zu wechseln. Gegenüber auf schmalem Wurzelpfad (Nr. 8) durch dichten Lärchen-, Zirben und Fichtenwald die Bergflanke höher ehe man auf einem kleinen Rücken die Eppacher Alm auf 2041m und wenig höher den von rechts herankommenden Weg Nr. 1 erreicht. Nun links auf flachem Waldsteig entlang in bald offene Weidehänge hinein. Der Pfad zeigt sich nun angenehm mit Platten ausgelegt, passiert an einem Steg eine breite Bachkehle um schließlich durch wieder ansteigendes Schrofengelände zum alten Bau der Kasseler Hütte / Rifugio Roma CAI auf 2276m zu führen (1:20).
Weiter durch offenes Gelände, am Fuß des Tristennöckl (2465m) vorbei, eine kurze Leiter hinab in die kleine Klamm des Tristenbach und über ein Brückchen. Weiter über Blockhalden und Moränengeschiebe bis zum Saum des Schneebiger-Nock-Ferner. Den rechten, breiten Moränenrücken entlang, am Schild "al Laghetti" vorbei zu einem Felskopf auf 2700m. Beliebig über die breite, mäßig geneigte Firntreppe zum Vorgipfel auf ca. 3200m, oder - wie hier begangen - bereits früher auf den NO-Blockgrat. Kurz vor dem Gipfel über eine mäßig ausgesetzte Schneeschneide zum Gipfelfels (2:45 ab Hütte). Abstieg direkt über den Schneebiger-Nock-Ferner zum begangenen Moränenrücken und zur Hütte (1:45).

2. Tag
Von der Hütte ostwärts den flachen Weg Nr. 8 weiter bis vor den Abfluss des Mittleren Rieserferner. Nun weglos südwärts allmählich ansteigend über Geröll und Moränenschutt weiter (alternativ den Weg Nr. 4 zur Antholzer Scharte bis zu einem Stein mit der Aufschrift "Hochgall" und dann weglos ostwärts über Moränenschutt hinweg und ein gutes Stück hinab zum Mittleren Rieserferner). Problemlos und fast horizontal zur Mittelmoräne und zur östlichen Randmoräne queren. Bei ca. 2800m markiert ein auffälliger Steinmann die Steigspur in die blockige Flanke am Graues Nöckl, dem markanten, vorgeschobenen pyramidenförmigen Felssporn im NW-Grat. Nun entweder direkt über steiles, erdiges Schuttgelände (Steigspur) höher oder - wie hier begangen - in die steile, aber griffige untere NW-Wand (I+) queren. Ab ca. 2900m führt die Route über den Grat mit festen Klemmblöcken. Etwas unter dem Nöckl (3082m) vorbei zum dahinter herabziehenden Gratabschnitt. Diesen rechtsseitig knapp unterhalb der Gratlinie zu einer engen Scharte queren (II). Hier hilft ein altes Fixseil beim kurzen, steilen Abstieg bis auf 3050m. Nach kurzer jenseitiger Strecke nach links auf den abschüssigen Flankengletscher wechseln. Hier unbedingt auf Spalten achten. Nach kurzer Strecke (meist Trasse) wieder zum Fels zurück. Der Grataufschwung wird nun deutlich steiler, einige plattige Stellen sind mit Fixseilen gesichert. Den Rest des zuoberst zurückfallenden Grates direkt zum zuletzt waagrechten Gipfelgrat überklettern. Nach einer kleinen Scharte folgen unmittelbar ein großes trigonometrisches Markierungsgestell und das Kreuz mit Buch (5:10).
Abstieg wie Aufstieg: An der Hütte ist man nach 4:45 zurückgekehrt, am P bei der Jausenstation Säge, sehr zügig gegangen, nach 0:55.

  • Der Hochgall ist nicht nur der höchste Berg der Rieserfernergruppe, sondern bei einer relativen Prominenz von gut 33 Prozent und über 13 Kilometern Entfernung zum nächst höheren Gipfel ein Berg von europäischer Bedeutung.
  • Der Schneebiger Nock wurde früher auch Ruthner Horn genannt. Steht mehr Zeit zur Verfügung, bietet sich eine Überschreitung zum Magerstein an: Dazu geht es vom Gipfel am Südostgrat hinab (Steigspuren) und über einen Firngrat zum Zwischengipfel. Dahinter folgt ein steiler Felsabstieg (II, Drahtseil). Über den anschließenden Firngrat weiter aufs Fernerköpfl (3249m). Von dort  entlang der Gratschneide zum Magerstein (Rückweg zur Hütte vergl. Tour 1021).
  • Seilpartner wegen der ausgesetzten Felspassagen angeraten.
  • Steigeisen sind in der abschüssigen Eispassage sehr sinnvoll.
  • Bei Neuschnee und Vereisung ist von der Tour unbedingt abzuraten.
  • Die gesamte Gegend um Rain in Taufers liegt aus gutem Grund in einem Naturpark. Das Tristennöckl etwa ist berühmt für den höchstgelegenen Zirbenbestand in den Alpen.

 

  • Anstiegsrouten (Jausenstation Säge bis Kasseler Hütte / Rifugio Roma 3.2 Kilometer, Schneebiger Nock 3.5 Kilometer, Hochgall 5.1 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

Schneebiger Nock aus Norden.

Schneebiger Nock

Schneebiger Nock, Gipfelaufbau im Detail. Der Anstieg von der Hütte zieht über die breite Rampe in der linken Bildhälfte.

Schneebiger Nock, Gipfelaufbau

 

   

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