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Tour 561 - Schwarzenstein, Großer Mörchner, Westliche Floitenspitze, Schönbichler Horn

Tirol Zillertaler Alpen Hauptkamm

Hochtour Route Gasthof Breitlahner - Berliner Hütte - Großer Mörchner über SW-Flanke auf und ab - Schwarzensteinhütte - Westliche Floitenspitze über NW-Flanke auf und ab - Schwarzenstein über NO-Grat auf und ab - Berliner Hütte - Schönbichler Horn über NO-Grat (I) auf und ab - Gasthof Breitlahner Gesamtaufstiegshöhe (m) 3950 Tage 4 Verhältnisse hochsommerlich

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Berliner Hütte DAV 2042 1257 790 2:35 BW1 - - -
Großer Mörchner 3285 2042 1250+100 i.Ab. 5:20 G2 142 2050 3
Schwarzensteinhütte AVS 2923 2923 0 2:40 G2 - - -
Westliche Floitenspitze 3195 2923 280 1:15 G2 167 1120 4
Schwarzenstein 3369 3028 350 2:00 G1 342 4030 3
Schönbichler Horn 3134 1960 1180 3:20 G1 53 370 5

Im Mörchnerkar

2. Tag:
Im Mörchnerkar zwischen Berliner Hütte und Schwarzensteinkees. Links oben III. Hornspitze (Berliner Spitze), rechts der Turnerkamp.

Großer Mörchner

Großer Mörchner (links).

3. Tag:

An der Schwarzensteinhütte

Die Schwarzensteinhütte vor der Kulisse der Dolomiten.

 

Schwarzenstein

Gipfelpanorama Westliche Floitenspitze:
nach Südwesten zu Tribbachsattel und Schwarzenstein. Rechts unter dem Gipfel das Felsköpfl, von dem nach links die teils überfirnte Tribbachschneide herab zieht. Links im Vordergrund die Nordwestflanke der Floitenspitze.
nach Nordosten gegen Großer Löffler, davor auf dem Grat die Östliche Floitenspitze.

Großer Löffler

 

Schwarzenstein-Gipfel

Kurz vor dem Schwarzenstein-Gipfel.

 

Saurüssel

Am Saurüssel oberhalb der Berliner Hütte.

 

III. Hornspitze (Berliner Spitze)

Die III. Hornspitze (Berliner Spitze) über dem Schwarzensteinkees.

 

Berliner Hütte

Die Berliner Hütte vor dem Großen Möseler, darunter das Waxeggkees.

 

4. Tag:
Zsigmondyspitze (links), Mörchnerscharten (Mitte), Kleiner Mörchner und Großer Mörchner (rechts) beim Abstieg vom Schönbichler Horn.

Zsigmondyspitze und Großer Mörchner

 


Anfahrt über Mayrhofen (Zillertal) ins Schlegeistal zum großen P (gebührenpflichtig) am Gasthof Breitlahner (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Vom Gasthof Breitlahner über den Zemmbach und taleinwärts auf Fahrweg Nr. 523 vorbei an der Klauenalm und an der Schwemmalm. Weiter in einigen Serpentinen zur Grawandhütte. Nun durch die Zemmschlucht zum Gasthof Alpenrose, wo man den Wald hinter sich lässt, und schließlich auf Bergsteig zur Berliner Hütte (2:35).

2. Tag
Großer Mörchner: Von der Hütte über den Südhang Richtung Schwarzsee und beim ersten Abzweig den unteren Weg weiter. Dieser führt quer durchs hintere Feldkar und von dort über einen steilen Grasrücken, den unteren Saurüssel, hoch auf die linke Talschulter mit dem Mörchnerkar unter dem Schwarzensteinkees. Man quert weiter bis unter einen großen Felssporn um darauf über den weiten, gut mittelsteilen, über 300m hohen Gletscherhang hoch zum ausgedehnten Schwarzensteinsattel auf über etwa 3140m anzusteigen (4:20). Auf diesem Gletschersattel vor dem Fuße der Randkuppe P 3188 nach links über Blöcke mit Höhenverlust zur Scharte P 3150 queren oder besser über die Kuppe hinweg und von dort in die Scharte hinab. Aus der Scharte erst nach links den Bergfuß des Mörchner queren um über die mittlere, recht steile Südwestflanke zu einer niedrigen Felsstufe anzusteigen. Kurz nach links über die Stufe hinweg und darüber über die etwas weniger steile oberste Gipfelflanke zum höchsten Punkt. Der Gipfelsteinmann ist nach 1:00 erreicht.
Abstieg über Nachbarkuppe P 3188 zurück zum weiten Schwarzensteinsattel. Nun über die ganze Gletscherkalotte (vereinzelt schmale Spalten) hinüber zum Felsköpfl P 3236 (1:45). Über dieses hinweg und dahinter den Steigspuren nach über steilen erdigen Schutt hinab auf den Firnrücken der obersten Tribbachschneide. Ein weiter Absatz wird links hinab verlassen, dann geht es über ebenes Blockwerk an die aussichtsreiche Schwarzensteinhütte (0:55).

3. Tag
Von der Hütte rechts unter der Anhöhe der Tribbachschneide auf dem Gletscher höher bis auf den vergletscherten Tribbachsattel P 3028 (vergl. viertes Bild). Nun nach rechts, um schräg über die mäßig geneigte Nordwestflanke (Firn und Felsblöcke) unter Tribbachkopf und Westliche Floitenspitze anzusteigen. Auf halbem Wege erreicht man die Anhöhe und geht über den übrigen Südwestrücken bis unter eine felsige Steilstufe (III-). Diese kann links im Steilfirn umgangen werden. Über ihr führt ein kurzer steiler Firnkamm auf den höchsten Punkt mit Kreuz (1:15).
Abstieg zurück zum Tribbachsattel (0:30). Von dort über den flachen Gletscher zur nahen Tribbachschneide, die man oberhalb des weiten Absatzes betritt. Nun über die bereits im Abstieg begangene steile oberste Schuttpassage unter dem Felsköpfl, über dieses hinweg und nach links über das oberste Schwarzensteinkees (meist breite Trasse) zum Beginn des felsigen Nordostgrates (durchweg Gehgelände) des Schwarzenstein, der mäßig ansteigend zum höchsten Punkt mit Kreuz führt (1:30).
Vom Gipfel über den Nordostgrat zurück auf das weite Schwarzensteinkees. Nach der Gletscherhochfläche am Schwarzensteinsattel links hinab um wieder auf den Moränensteig im Mörchnerkar zu gelangen. Über die Gratrippe des Saurüssel (s. sechstes Bild) hinunter ins Feldkar und weiter zur Berliner Hütte (3:30).

4. Tag
Von der Hütte nach Süden über den nahen Zemmbach. Über weite Gletscherschliffbänke hinüber an den Bergfuß des Roßrugg und dort nach rechts querend weiter bis über den Abfluss des Waxeggkees (mit insgesamt etwa 100 Meter Höhenverlust) und zuletzt die untere Randmoräne hinauf, wo man auf den Bergsteig vom Gasthof Alpenrose und damit den Weg Nr. 502, dem Berliner Höhenweg, stößt. Nun diesem Weg folgend die ganze Randmoräne bis unter die erste Felsrippe hinauf, dann nach rechts in Kehren über begrüntes Schrofengelände höher, bis man in ein Blockfeld, dem Garbenkar, unter den äußersten Ausläufern des felsigen Nordostgrates gelangt. Durchs Blockmeer nach links höher bis unter die Felsabstürze. Die unterste plattige Passage ist fixseilgesichert, darüber geht es in Kehren auf die Anhöhe. Auf dem lange nur sanft ansteigenden Felsrücken weiter bis an den Beginn des steilen oberen Gratabschnitts. Die erste Hälfte wird direkt über die Schneide erklommen, dann weicht man nach links in die obere Gipfelflanke (I, Fixseile) aus. Dort geht es steil über Blockwerk und kürzere Rinnen bis in die Schönbichler Scharte auf 3081m. Nun nach rechts über Felsstufen zum höchsten Punkt am Schönbichler Horn mit Kreuz und Buch (3:20).
Abstieg bis zur unteren Randmoräne wie Aufstieg, dann nach links hinüber zum Gasthof Alpenrose (2:25). Über die Zemmschlucht und Grawandhütte zum Ausgangspunkt am Gasthof Breitlahner (1:50).

  • Landschaftlich besonders reizvolles und abwechslungsreiches Tourengebiet Besonders empfehlenswert. Bereits der Aufstieg zur Berliner Hütte zwischen den riesigen Plattenfluchten beiderseits der Zemmschlucht kann begeistern.
    Der Aufstieg zum Schwarzensteinkees führt aussichtsreich über die Schulter eines großen Trogtales, weiter oben wird man mit den Gletscherweiten des Schwarzensteinsattels und prachtvollem Ausblick auf den Nachbarn Großer Löffler belohnt. Der eher kurze Abstieg zur Schwarzensteinhütte führt dazu über den Alpenhauptkamm, womit man unvermittelt auf die Alpensüdseite mit Ahrntal und Ausblick zur Rieserfernergruppe wechselt.
  • Der Ausblick vom Schwarzenstein langt für eine sehr lange Gipfelrast: In der Nähe Großer Löffler, weiter entfernt Großer Venediger, Dreiherrnspitze, Rötspitze und Hochgall, ganz weit weg sind die Spitzen von Großglockner und Glocknerwand zu entdecken. Im Süden steigen die Sextner Dolomiten auf, überragt in der Ferne von Antelao, Monte Pelmo und Tofanen. Es folgen Marmolada und Sellagruppe. Im Südwesten, in weiter Ferne, glänzen die Gletscherweiten der Ortleralpen, während sich im Westen ganz nah die beeindruckenden Kolosse Turnerkamp und Großer Möseler vordrängen. Am Schönbichler Horn bestechen neben der Aussicht auf den ganz nahen Großen Möseler die Tiefblicke auf Schlegeis- und Waxeggkees.
  • Die Berliner Hütte selbst besticht durch unvergleichliche Größe und Prunk, Ausdruck einstiger Herrschaftsgröße der Kaiserzeit. Die zweistöckige Lobby mit großem Deckenleuchter und der gewaltige Speisesaal, einzigartig für ein Berghotel, sind alleine einen Besuch wert. Das vierstöckige Zentralgebäude mit seinem größtenteils holzgetäfelten Interieur stammt in dieser Form von 1912 und wurde als erste AV-Hütte unter Denkmalschutz gestellt. Dazu kommen etliche Anbauten und weitere Einzelgebäude.
  • Am zweiten Tourentag bereits eine Stunde oberhalb der Berliner Hütte im Neuschnee, und noch am dritten Tourentag lagen 40cm Neuschnee in der Gipfelregion.
  • Den Schwarzensteinsattel sollte man nicht ohne Seilsicherung begehen.

 

  • Gesamte Wegstrecke (1. Tag 9.1 Kilometer, 2. Tag 11.3 Kilometer, 3. Tag 12.3 Kilometer, 4. Tag 18.0 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

Schwarzenstein und Felsköpfl aus Süden über der Burg Taufers / Castello di Tures bei Sand in Taufers / Campo Tures.

Schwarzenstein aus Süden

Gesamtansicht aus Südosten vom Anstieg zum Großen Moosstock: Links Schwarzenstein, in der Mitte das Felsköpfl (schräg darunter die Schwarzensteinhütte), rechts Großer Mörchner und Westliche Floitenspitze.

Schwarzenstein aus Südosten

 

   

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