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Tour 560 - Obernberger Tribulaun, Roßlauf Nord

Tirol Stubaier Alpen Tribulaungruppe

Bergtour Route Whs. Waldesruh - Obernberger See - Obernberger Tribulaun über SO-Flanke auf und SW-Grat ab - Roßlauf Nord über N-Rücken auf und SO-Grat (Pfeiferspitzen, I, Stelle II) ab - Portjöchl - Obernberger See - Whs. Waldesruh Gesamtaufstiegshöhe (m) 1510 Tage 1 Verhältnisse hochsommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Obernberger Tribulaun 2780 1430 1350 3:30 G1 70 850 4
Roßlauf Nord 2879 2720 160 0:45 G2 119 750 4
Obernberger Tribulaun

In der Südostflanke des Obernberger Tribulaun.

 

Roßlauf Nord

Abstieg vom Obernberger Tribulaun Richtung Roßlauf Nord (links hinten).

 

Tribulaune

Pflerscher Tribulaun und Gschnitzer Tribulaun aus Osten vom Gipfel des Roßlauf Nord.

Südostgrat des Roßlauf Nord mit den Pfeiferspitzen.

Pfeiferspitzen

 

Rückblick am Südostgrat zum Roßlauf Nord (links) und Obernberger Tribulaun (rechts).

Roßlauf Nord

 

Anfahrt von der Brenner-Autobahn über Steinach ins Obernberger Tal. Hinter Obernberg zum großen, gebührenpflichtigen P am Whs. Waldesruh (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P weiter auf gesperrter Straße zum Wirtshaus am Beginn des Obernberger Sees auf 1593m. Hier nach rechts, im dichten Uferwald am Seeufer höher, um später bei bez. Abzweig nach rechts gegen die Bergflanken im Südosten anzusteigen. Allmählich weicht der Wald einem hohen Latschengürtel, der auf schmalstem Pfad überwunden wird. Oberhalb der letzten Latschen wendet sich der Steig nach Nordwesten an den untersten Felsabbruch. An seinem Fuß auf steilem Pfad höher, darüber folgt steiles, begrüntes Schuttgelände. Die Schwelle zur Hochfläche, die auch den Vorgipfel Kleiner Tribulaun, 2491m, trägt - dieser wird rechts liegen gelassen - ist nach 2:35 erreicht. Hier zeigt sich erstmals der oberste, giebeldachähnliche Gipfelaufbau des Obernberger Tribulaun. Über ebene Kalkrippen und kleinere Absätze der Hochfläche geht es nach Südwesten rasch an die oberste Bergflanke und über diese in langen Kehren über erdigen Feinschutt auf den höchsten Punkt. Kreuz mit Buch sind nach 0:55 erreicht.
Zum Nachbarn Roßlauf Nord geht es südwestwärts auf gutem Pfad weiter, herausgehoben wie auf einer gewaltigen Mauerkrone: Nach einem 60m niedrigeren Sattel geht es über steileres Schrofengelände wieder hinauf um von links auf den folgenden, lang gestreckten Höhenrücken zu gelangen. Von diesem etwas hinab zur flachen Sattellandschaft am mark. Abzweig (0:35) Richtung "Schwarze Wand" bzw. "Tribulaunhütte". Nun nach links, Süden, über eine sanfte Feinschuttflanke auf den kurzen Nordrücken und über die obere Ostflanke (grobes Blockwerk) auf die runde Gipfelkuppe (0:10).
Von hier über den langen Südostgrat (I) mit den Pfeiferspitzen zum fast 800m tieferen Portjöchl hinüber (vergl. viertes Bild): Dem ersten sanften Aufwurf folgt eine Steilstufe (II), die rechts abgestiegen wird. Der deutliche, mark. Pfad folgt weiter der flachen Schneide. Über zwei steile plattige Passagen (Fixseile) auf der rechten Seite gelangt man in die Gratsenke vor Felskopf P 2670. Dieser wird steil rechts hinab umgangen (ggf. Firnfeld). Es folgen Querungen über bereits begrünte Steilflanken. Der letzten, begrünten Anhöhe P 2584 schließt sich noch ein wüst zerrissener, rasch abfallender Schrofengrat an um auf dem Weg zum Portjöchl, 2109m, sanft auszulaufen (1:30).
Vom Jöchl nach links. Auf schmalem Pfad, teils zwischen niedrigem Gebüsch, geht es mäßig steil in die weiten, felstrümmergeschmückten Wiesen der Seealm hinunter um schließlich durch Wald und weite Lichtungen ans Südende des Obernberger Sees zu gelangen. Dem Wanderweg an seinem rechten Ufer entlang geht es zum Wirtshaus Obernberger See, wo sich der Kreis schließt (1:00). Über die Straße hinab zum P, der nach 0:20 erreicht ist.

  • Die Tour als Rundkurs angelegt erspart den langen Steilabstieg übers Kalkgeröll im heißen Latschendickicht unter den Ostabstürzen des Tribulaun. Beim sanften Abstieg vom Portjöchl, dieser führt über einen Erdpfad durch Grünland, hat man dafür lange den See im Blick. Am Ende der Tour wird man so oder so mit dem Obernberger See belohnt, der, von urwüchsigem Wald umstanden, in Blau-, Türkis- und Grüntönen schimmert. Der Abstieg über die Pfeiferspitzen ist allerdings nur für Geübte geeignet.
    Zudem erweist sich das Gipfelpanorama am Roßlauf Nord als das deutlich eindrucksvollere. Innerhalb der kleinen Tribulaungruppe liegt er zentraler und dazu höher. Die drei höheren Nachbarn Pflerscher Tribulaun, Gschnitzer Tribulaun und Schwarze Wand stehen hier mit ihren gewaltigen Felsabbrüchen in aller Wucht unmittelbar gegenüber (vergl. drittes Bild).
  • Von beiden Gipfeln fallen besonders auf: Texelgruppe, Botzer, Feuersteine, Habicht und Zillertaler Alpen mit Olperer, Schrammacher, Großer Möseler und Hochfeiler. Im etwas entfernteren Südosten eröffnen sich die Dolomiten mit Sellagruppe, Langkofel und Marmolada.
  • Alternative Namen: Nördlicher Roßlauf für Roßlauf Nord. Der Südliche Roßlauf ist ein 2378m hoher Bergspornkopf am unteren Ende der Pfeiferspitzen nahe des Portjöchl. Letzteres findet man auch als Portjoch.
  • Auf der Tour findet man erst unterhalb des Portjöchl wieder Wasser.

 

  • Gesamte Wegstrecke (15.5 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

Am Obernberger See.

Obernberger See

Links Obernberger Tribulaun und Roßlauf Nord, rechts die Schwarze Wand, gesehen aus Norden vom Muttenkopf.

Obernberger Tribulaun und Schwarze Wand

 

   

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