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Tour 485 - Nadelhorn, Ulrichshorn

Wallis / Valais Walliser Alpen Mischabelgruppe

Hochtour Route Seilbahnstation Hannig - Mischabelhütte - Windjoch - Nadelhorn über NO-Grat (I) auf und ab - Windjoch - Ulrichshorn über SW-Grat auf und ab - Windjoch - Mischabelhütte Gesamtaufstiegshöhe (m) 2130 + 70 im Abstieg Tage 2 Verhältnisse sommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Mischabelhütte AACZ 3329 2280 1050 3:40 BW2 - - -
Nadelhorn 4327 3329 1000 3:20 G4 206 1690 3
Ulrichshorn 3925 3850 80 1:05 G2 75 610 4
Windjoch

Windjoch mit Ulrichshorn. Am Horizont Fletschhorn, Lagginhorn und Weissmies.

 

Nadelhorn-Nordostgrat

Am Nordostgrat.

 

Nadelhorn-Gipfel

Am Nadelhorn-Gipfel.

 

Dom

Ausblick am Nadelhorn-Gipfel:
im Süden liegt direkt gegenüber die Dom-Nordflanke,
im Norden geht der Blick über Gross Bigerhorn (links außen), Balfrin (Mitte links), Ulrichshorn (rechts) und Windjoch.

Balfrin

 

Matterhon bis Weisshorn

Im Südwesten über dem Mattertal: Matterhorn, Obergabelhorn, Zinalrothorn und Weisshorn (v.l.n.r.).

Am Ulrichshorn: Lenzspitze und Nadelhorn, rechts die feine Spitze des Stecknadelhorn und ganz außen das Hobärghorn. Vorne das Windjoch.

Lenzspitze und Nadelhorn

 


Nadelgrat vom Dom

Gipfelblick am Dom nach Norden gegen den gesamten Nadelgrat. Von links: Dürrenhorn, Hobärghorn, Stecknadelhorn, Nadelhorn, Lenzspitze, Lenzjoch. Den Horizont bilden die Berner Alpen.

Anfahrt aus dem Rhônetal über Visp nach Saas Fee. P (gebührenpflichtig, größtenteils in einem riesigen Parkhaus) am Ortsanfang. Im Ort (Höhe bei Post 1797m) nach rechts (Norden) zur Talstation der Gondelbahn zur Hannigalp (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Von der Bergstation Hannig (2350m) auf bez. Weg nach Westen über den Torrenbach (Bachsteg, 2280m) und hinauf zur Schönegge (0:35, Verzweig mit dem Weg von Saas Fee herauf, Wegtafel). In Kehren die schrofige Südflanke des Ob. Distelhorn höher bis man schließlich auf den steilen Felsgrat (I, Klettersteig) gelangt der 500hm höher zur Hütte führt (3:05).

2. Tag
Von der Hütte steigt man über den breiten Felsrücken auf deutlichen Pfadspuren (mark.) bis zum Schwarzhorn auf (0:45, mannshohe Steindaube) wo es mit geringem Höhenverlust leicht auf den Gletscher geht. Dort auf etwa 3620m in weitem Bogen flach an den Fuß (event. Bergschrund) des gegenüber liegenden Windjoch. Nun recht steil nach rechts Richtung Gipfel Ulrichshorn hinauf um im oberen Drittel flach nach links zum Joch weiterzusteigen (3850m, eventuell Randkluft, 1:00). Nun stets dem mittelsteil ansteigenden Nordostgrat knapp rechts neben der Schneide folgen: länger über breiten Firngrat, dann zwei Mal von wenig aufragenden Felsen unterbrochen (rechts in der steilen Gletscherflanke umgehen) geht es zur Basis des felsigen Gipfelaufbaus. Nun weitgehend über die Schneide (I, Klemmblöcke, teils Pfadspur in der linken Flanke) zum Gipfelkreuz auf der schmalen Spitze des Nadelhorn (1:35).
Zurück zum Windjoch (0:50). Nun weiterhin geradeaus nach Nordosten über den sanften, aber beiderseits steil abfallenden Firngrat zur Firnkuppe des Ulrichshorn (0:15).
Abstieg wie Aufstieg: Übers Windjoch (0:15) und Schwarzhorn (0:30) zur Hütte (0:25). Zur Seilbahn in 2:35.

  • Das Nadelhorn ist eine feine Felsspitze die drei scharfe Grate entsendet. Das Ulrichshorn ist von Nordwesten her bis über die runde Gipfelkuppe völlig vergletschert. Das Schwarzhorn ist kein Gipfel, sondern eine ausgedehnte, nur wenige Meter aufragende Gratschulter.
  • Die Route von der Mischabelhütte ist üblicherweise gut gespurt. Am Nadelhorn-Nordostgrat sind die Passagen neben den Felsen jedoch oft vereist, die Querung in der steilen Gletscherflanke ist dann heikel. Alternativ können die Felsen auch überklettert werden (I-II).
  • Der Aufstieg zur Mischabelhütte verläuft ostseitig in durchwegs offenem Gelände, liegt somit früh in der Sonne.
  • Landschaftlich und bergsteigerisch besonders lohnend Besonders empfehlenswert. Der Hüttenanstieg ist deutlich anstrengender als etwa jener zur Domhütte, aber über 500hm immerhin als reizvoller Klettersteig angelegt. Der Ausblick von der Hütte auf Saas Fee gleicht fast der Vogelperspektive (auf 2700m Entfernung 1530hm Differenz). Dem Tal gegenüber stehen bestens postiert Fletschhorn, Lagginhorn und Weissmies, jedes Detail ist dort auszumachen (vergl. oberstes Bild). Der Gletscherkessel unter der dramatischen Kulisse von Lenzspitze und Nadelhorn (s. zweites Bild v.u.) ist so beeindruckend wie der Blick vom Nadelhorngipfel auf die Dom-Nordflanke (s. viertes Bild).
  • Wegen Steinschlaggefahr musste ein älterer Hüttenweg geschlossen werden.
  • Auf der durchaus modernisierten Hütte herrscht Wassermangel, einen Brunnen gibt es auch nicht.
  • Tour beim Anstieg vom Windjoch zum Nadelhorn wegen ungeeigneter Steigeisen des Tourpartners alleine fortgesetzt. Am Ulrichshorn traf der Autor schließlich auf eine 3er-Seilschaft, die sich wegen der Spaltensturzgefahr deutlich negativ ausließ. Bei einer zweiten Begegnung unterhalb vom Windjoch fragte der Autor wegen genau dieser Spaltengefahr danach sich bis zum Gletscherufer ins Seil einbinden zu dürfen. Es wurde erkenntlich, dass es ein Bergführer mit zwei einheimischen Gästen war und diese als Zahlende nicht zur Unterstützung bereit waren. Dem Autor blieb die Hilfe verwehrt. Was man auch im Gebirge besonders gut lernt, ist sich selbst zu helfen.
  • Saas Fee ist erst seit 1951 mit dem Straßennetz im Tal verbunden.
  • Die Eigenständigkeit von lediglich 3 für das Nadelhorn resultiert aus der Nähe zum höheren Dom (4545m, Entfernung 1690m) und dem wenig eingesenkten Verbindungsgrat (Lenzjoch, 4121m) zu diesem.

 

  • Anstiegsstrecken (Hütte 3.3 Kilometer, Windjoch 1.8 Kilometer, Nadelhorn 1.1 Kilometer, Ulrichshorn 0.3 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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