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Tour 396 - Dom

Wallis Walliser Alpen Mischabelgruppe

Hochtour Route Randa - Domhütte - Festijoch (II) - Dom über Festigrat (II) auf und Nordflanke abGesamtaufstiegshöhe (m) 3100 + 70 im Abstieg Tage 2 Verhältnisse sommerlich

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Domhütte SAC 2940 1450 1490 4:05 BW2 - - -
Dom 4545 2940 1610 6:10 G4 1046 16600 1
Weisshorn

Blick an der Domhütte hinüber zu Weisshorn (Mitte links), Bishorn (Mitte) und Brunegghorn (rechts).

 

Matterhorn bis Weisshorn, Abendaufnahme

Abendstimmung: Matterhorn bis Weisshorn von der Domhütte aus.

Blick vom Festijoch auf den gesamten Festigrat.

Festigrat

 

Nadelgrat

Gipfelblick
nach Norden zum Nadelgrat. Von links: Dürrenhorn, Hobärghorn, Stecknadelhorn, Nadelhorn, Lenzspitze, Lenzjoch. Den Horizont bilden die Berner Alpen.
nach Nordosten gegen Fletschhorn, Lagginhorn und Weissmies.

Weissmiesgruppe

Beim Abstieg:

Eisbruch

Auf dem Hobärggletscher:
Die unterste Nordflanke des Dom,
vor dem Festijoch, überragt vom Matterhorn.

Hobärggletscher

 

Am Festijoch auf der niedrigeren Nordseite.

Festijoch

 


Anfahrt über Visp nach Randa. P im Parkhaus (ca. 1450m) am Bahnhof (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Durch Randa hindurch, an der Kirche vorbei und am Dorfausgang über schmalen Pfad kurz durch Wiesen zur Brücke über den Dorfbach. Auf der anderen Seite führt der Weg in steilen Kehren den Waldhang hoch, quert eben durch ein Blockmeer und zieht darauf wieder in Kehren durch Wald zur Europahütte (Übernachtungsmöglichkeit) auf 2220m, wo man den Europa-Höhenweg kreuzt. Weiter über Alphänge zu den ersten Felsabbrüchen, der Festiflüe. Drahtseilgesichert, teils über Leitern, führt nun eine längere Steilpassage über Felsstufen, Rinnen und Bänder zu einem Felsplateau hinauf. Kurz darauf ist die Domhütte SAC auf 2940m erreicht (4:05).

2. Tag
Von der Hütte ostwärts zum nahen Moränenrücken und auf ihm weiter, ehe man bei etwa 3200m leicht auf den Festigletscher wechseln kann. Man bleibt am linken Rand nahe der Moräne und der Felswand der Hohgwächte. Sanft ansteigend, jedoch über viele Spalten, geht es ostwärts weiter bis man unter dem niedrigsten Abschnitt im hoch aufragenden Verbindungsgrat Hohgwächte-Dom angelangt ist, dem Festijoch. Links unterhalb eines Türmchens helfen Fixseile über die untersten steilen Felspassagen zu einer deutlichen Steigspur hinauf, die nach rechts durch loses Blockwerk zur Gratschneide führt. Auf dem Grat quert man über etwas ausgesetzte Klemmblöcke einige Meter weiter nach rechts in eine kleine Scharte (2:35). Von hier links auf der Nordseite ausgesetzt über ein recht schmales, ansteigendes Gesimse (II, vergl. unterstes Bild) zu einem Absatz. Jenseits einige Meter hinab (II) und man befindet sich am eigentlichen Joch (3723m, guter Rastplatz).
Anfangs über die OSO-wärts weiterführenden, senkrecht aufgerichteten Klemmblöcke, zuletzt über Eis, schwenkt der Gratzug über zum mächtigen Dom-NW-Grat, dem Festigrat (s. fünftes Bild v.o.). Unter Führung des mittelsteilen Felsgrates (anhaltend I, Stellen II), abschnittsweise knapp links unterhalb im Steilfirn, geht es lang anhaltend hinauf zu einer etwa 45o steilen Firn-/Eisflanke. Über sie hinweg und man gelangt zum Firnsattel P 4479, wo man auf die alternative Anstiegsroute vom Festijoch über Hobärggletscher und Nordflanke stößt. Nun über unschwierigen Firngrat zum höchsten Punkt (3:35). Das Gipfelkreuz befindet sich rechts am Beginn vom Verbindungsgrat zum Täschhorn.
Abstieg über die rechte, östliche Nordflanke (am Auslauf einer gewaltigen Randkluft vorbei) zum Gletscherbecken unter dem Lenzjoch (s.a. sechstes Bild v.o.). Über den Boden des Hobärggletschers unterhalb des Nadelgrates entlang bis etwa auf Höhe des Festijochs. Dabei Abstand halten zum riesigen Gletscherabbruch am Westrand der Dom-Nordflanke (s. zweites Bild v.u.). Mit 70 Höhenmetern Verlust durch eine Gletschersenke hinüber zum Joch (1:20, s. unterste Bilder) und auf dem Anstiegswege auf die Südseite. Restlicher Abstieg wie Anstieg (2:05).
Abstieg ins Tal nach Randa in 2:35.

  • Zentraler und mit Abstand höchster Gipfel der Mischabelgruppe. Höchster, ganz auf schweizerischem Boden gelegener Berg.
  • Die minimalistische Domhütte bietet 75 Schlafplätze. Die Weckzeit im Sommer für die Tour ist 3:30.
  • Der durchgängig steile Aufstieg zur Domhütte zeigt sich kurzweiliger als bei 4 Stunden vermutet. Auf halber Strecke bietet sich Rast an der noch jungen Europahütte an, und der zweite Abschnitt trägt Züge eines Klettersteigs. Bricht man morgens zur Hütte auf, befindet man sich lange im Schatten. In der Morgensonne, direkt gegenüber, ist das gewaltige Weisshorn zu bewundern (s.a. drittes und viertes Bild).
  • Erstersteigung: 1858 durch Davies, Hayward und Taugwalder.

 

  • Wegstrecke (Anstieg Hütte 4.4 Kilometer, Anstieg Dom 3.7 Kilometer, Abstieg zur Hütte 5.0 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

Der Dom mit Festigrat (rechts), aus Norden, unmittelbar gegenüber vom Nadelhorn.

Ansicht vom Nadelhorn

Der Dom (Mitte) aus Nordwesten, jenseits des Mattertals von den Barrhörnern. Links fällt die völlig vergletscherte Nordflanke ab, vorne der gesamte Festigrat bis zum Joch abwärts. Ganz links sind der Nadelgrat mit dem Nadelhorn zu sehen, rechts das Täschhorn und der flache Alphubel.

Zentrale Mischabelgruppe

 

   

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