 Das Matterhorn beim Anstieg von Zermatt zum
Restaurant Edelweiss: Ostwand (links) und Nordwand (rechts) werden vom Hörnligrat
getrennt.
Rothornhütte.


Blick von der Rothornhütte nach Südosten gegen Monte Rosa (links), Liskamm (Mitte links) und Breithorn (Mitte rechts).

Oberhalb der Rothornhütte am Weg zum Südostgrat:
Matterhorn und Obergabelhorn, vorne breitet sich der Triftgletscher aus.

Am Gipfel.
Blick vom Grand Cornier auf
die Westwand.


Blick vom Gornergrat auf die Südwand.
(Foto: J. Brenneis)
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Anfahrt von Visp im Rhônetal
nach Täsch zu den großen Sammelparkplätzen (gebührenpflichtig) am
Straßenende. Weiter nach Zermatt mit der Bahn (SFr 14.80 hin und zurück) oder
per Sammeltaxi (s.a. Google
Maps, Wetter bei weather.com). 1. Tag
Vom Bahnhof in Zermatt (1606m) durch die Fußgängerzone bis zu einem Eckhaus mit
unauffälligen Hinweisschildern (u.a. "Rothornhütte", "Edelweiss").
Rechts ab und westwärts auf steilem Weg zu den nahen Berghängen rechts des
Triftbachtälchens. Der Bergpfad wechselt am Hangfuß auf die linke Talseite ehe er in
steilen Kehren durch dichten Wald zum Restaurant "Edelweiss" hinauf führt. Die
folgende Strecke führt der Pfad im Kerbtal - nun durch offenes Wiesengelände - erst auf
der linken, dann auf der rechten Seite zur Talschwelle mit dem schön gelegenen Hôtel
du Trift (privat, Übernachtungsmöglichkeit) auf 2337m hinauf. Auf weiterhin
markiertem Weg NW-wärts ins flache Trümmerkar des Vieliboden. Jenseits setzt
vor Schrofenhängen eine große Moräne an. Über ihren Rücken geht es geradewegs zur
Rothornhütte SAC auf 3198m (4:10).
2.Tag
Von der Hütte auf kurzem Pfad zum nahen Rothorngletscher. Diesen traversiert man
mäßig steil NNO-wärts unterhalb einer langen Felswand bis diese auf ca. 3520m
niedrig ausläuft. Über eine schmale Randkluft und die folgende niedrige Wandstufe hinweg
gelangt man zu einer darüber gelegenen mittelsteilen Schutt- und Firnterrasse. Diese
quert man SW-wärts bis zum großen Geröllrücken der von P 3786 herabzieht. Steil
über Blöcke auf den Rücken hinauf und nordwärts auf ihm weiter. Die Steigspur führt
über Schrofen und grobes Geröll 100hm auf die Anhöhe um dann NW-wärts über eine
Firnflankenpassage - unterwegs durch eine größere Geröllbank unterbrochen - den SO-Grat
des Zinalrothorns zu erreichen. Dieser beginnt als scharfer Firngrat. Man folgt der
Schneide oder knapp links unterhalb bis zum Ansatz der Felsen auf 3912m. Zu Beginn ist
eine steile Felsplatte zu überwinden (event. vereist). Weiterhin links unter der Schneide
zieht eine Steigspur den noch wenig ansteigenden Felsen nach. Der Grat wird schließlich
deutlich steiler und die Steigspur weicht quer in die große konkave Südwand aus. Anfangs
geht es durch abschüssiges, erdiges bis firndurchsetztes Felsgelände. Die Spuren führen
zu einer breiten Schrofenrinne die schräg höher leitet und bald in das große Couloir
übergeht, welches diagonal die ganze linke Wandhälfte durchzieht. Nun entweder über den
recht gut gestuften Fels links des steinschlaggefährdeten Couloirs weiter, oder wie hier
mit wenig Vorteil begangen, nach dem untersten Felsbuckel (erste Sicherungshaken, II) nach
links zu einer anderen, kleineren Rinne hinauf. Zunächst unschwierig weiter bis diese in
einen steilen plattigen Kamin übergeht. Diesen bis zur obersten Kante hinauf. Über diese
hinweg (III) und nach rechts über eine abschüssige Platte queren, die bereits direkt
unterhalb der Schneide des großen SW-Grates liegt. Der Platte folgt ein kurzes Firn- und
Geröllband das zum Gabeljoch auf ca. 4100m führt. Damit ist der oberste SW-Grat
erreicht.
Vom Joch eine Seillänge etwas ausgesetzt über die direkte Schneide (II+) zu einem
markanten Felsspalt. Hindurch und in eine Nische. Darauf quert man leicht absteigend nach
links an einem Felszacken vorbei zu einer größeren, dachziegelartigen Plattenzone in der
Westwand. Dabei ist die bekannte Binerplatte (5m, III-) zu passieren, die man mit
den Händen entlang eines schräg hinaufleitenden Risses überwindet. Über der
Plattenzone setzt eine meist vereiste steile Rippe (Fixseile zweifelhafter Herkunft) an,
die wieder auf die direkte Gratschneide zurückführt. Den ersten Felsturm auf dem Grat
umgeht man links aufsteigend auf kleinen Tritten und Simsen (ausgesetzt, II+) und gelangt
in eine markante Scharte. Nun ist nur noch der Vorgipfel, die Kanzel (4200m), zu
überwinden. Dazu geht es rechts, ostseitig, auf einem enorm ausgesetzten Sims um einen
ausbauchenden, aber gut griffigen Felsblock herum. Danach kurz in die letzte Scharte (etwa
4185m) hinab und gegenüber über unschwieriges Blockwerk zum höchsten Punkt. Die
Christusfigur am Kreuz ist nach 8:05 erreicht.
Abstieg zum Gabeljoch auf Anstiegsweg. Darauf jedoch durch das große Couloir, je nach
Verhältnissen im Grund oder an der rechten Flanke (II). Weiter zur Hütte wie auf dem
Anstiegsweg (8:15, zuletzt im Nebel).
3. Tag
Von der Hütte zum Hôtel du Trift in 1:20, nach Zermatt in weiteren 1:00.
- Das Zinalrothorn ist wie das südlich gelegene Matterhorn (s. oberstes Bild) ein besonders markant herausgeschnittener
Karling.
- Der Vorgipfel der Kanzel, P 4200, dicht vor dem Hauptgipfel und hier seitlich etwa 7m
tiefer umgangen, gilt einigen ganz wenigen Sammlern bereits als Gipfel und damit
Viertausender: Prominenz 15m, Dominanz etwa 30m, Eigenständigkeit
6,97.
- Die SAC-typische Rothornhütte bietet nach Osten eine grandiose Aussicht: von Mischabel
über Monte Rosa bis zum Breithorn.
- Weiteres Gipfelziel der Hütte: Obergabelhorn über Wellenkuppe.
- Einfache Wegstrecke (Hütte 6.6 Kilometer, Gipfel 2.4 Kilometer) zum Download
als GPX-Datei.
Fotos: Thehighrisepages.de |