| Anfahrt: In Matrei a.
Br. nahe des nördlichen Ortseingangs abbiegen und über Mautstraße (EUR 3,70) zum
großen P (ca. 1600m) bei Maria Waldrast (s.a. Google
Maps, Wetter bei weather.com). Bei der Wallfahrtskirche weist eine Wegtafel in den
Bergwald. Anfänglich geht es auf schmalem Weg in Kehren den östlichen Hangfuß hinauf,
dann eben am Fuß der Südflanke entlang. Der Steig führt in langer Querung durch einen
Krummholzgürtel, öfters durch mächtige Schuttreißen unterbrochen, in die Serlesgrube
unter dem Serlesjöchl. Am hinteren Ende angekommen wendet sich der Steig
zunehmend nach rechts und führt teils über mittelsteilen Schutt zum grünen Serlesjöchl
auf 2384m hinauf (1:40). Hier trifft man auf den Steig von Kampl aus dem Stubaital.
Am Joch nach rechts zu einer felsigen Steilstufe. Eine senkrechte Leiter führt zu
plattigen Felsbänken hinauf an die sich eine kurze seilgesicherte Steilfelspassage
anschließt. Darauf geht es in mäßiger Steilheit über den Verwitterungsschutt des
breiten Südwestrückens geradewegs zum großen Kreuz auf der ausgedehnten Gipfelkuppe der
Serles (0:45). |
 Blick auf die Serles von der Peilspitze aus. Links ist das Serlesjöchl
eingesenkt, rechts oberhalb im Profil zieht die Anstiegsflanke empor.
Gipfelblick auf Karwendel-Nordkette und Innsbruck.


Blick vom Gipfel gegen den Alpenhauptkamm mit Roßlauf Nord und Obernberger Tribulaun (Mitte links) sowie Gschnitzer Tribulaun und Pflerscher Tribulaun (Mitte).

Gegenüber vom Serlesjöchl erheben sich Rote Wand
(Mittelgrund rechts), Lämpermahdspitze (Mittelgrund links), beide überragt von der Kesselspitze.
Am Horizont steigen Tribulaune (links) und Habicht (rechts)
auf.

Ausblick nach Südosten übers Wipptal gegen die Zillertaler
Alpen mit dem Olperer (Mitte).

Die Serles, gesehen vom Gipfelkamm zwischen Rote Wand und
Lämpermahdspitze.

An der Lämpermahdspitze. Den Horizont bilden die
Zillertaler Alpen.
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Abstieg zurück zum Jöchl (0:25). Jenseits führt ein Steig
nach Süden. Erst über eine Schutthalde, dann eine steile Grasflanke bis auf
Felsgrathöhe hinauf. Von hier geht es über stets guten Fels (anhaltend I, abschnittweise
ausgesetzt) auf Grathöhe über die kaum herausgehobene Rote Wand hinweg
südwärts dem Gipfel der Lämpermahdspitze entgegen. Erst leiten die
Markierungen direkt über die ebene Schneide, dann knapp links unterhalb. Bald wechselt
die Route aber auf die rechte Gratseite und bleibt knapp unterhalb bis sie durch einen
kurzen Kamin (I+) führt. Oben führt eine deutliche Steigspur wieder direkt über den nun
breiter werdenden Grat zum Gipfel mit Kreuz und Buch (0:50).
Rückkehr zum Jöchl (0:30) und Abstieg zum P (1:25) wie Aufstieg.
- Die Serles ist eine selten grandiose Aussichtswarte. Im Norden geht der Blick über die
wild zerrissene Nordflanke hinweg zur geschwungenen Europabrücke der
Brennerautobahn. Dahinter zeigen sich ganz Innsbruck und die Karwendelketten
(s. zweites Bild). Im Südosten heben sich in den Zillertaler Alpen Olperer und Schramacher heraus, im Südwesten das Gros
der hohen Stubaier Gipfel mit der Nordostwand des Habicht,
dahinter Zuckerhütl und Ruderhofspitze.
- Beide Gipfel zu einer Tour verbunden lässt einen deutlichen Kontrast erleben: erst
über reichlich Verwitterungsschutt auf die sehr belebte Serles, danach die angenehme
Felsgratkletterei zur einsamen Lämpermahdspitze mit einem über 10 Jahre alten
Gipfelbuch, das erst zu einem Drittel beschrieben ist.
- Wegstrecke (Anstieg Serles 4.5 Kilometer, Anstieg Serlesjöchl - Lämpermahdspitze
1.1 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.
Fotos: Thehighrisepages.de |