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Tour 635 - Gschnitzer Tribulaun

Tirol Stubaier Alpen Tribulaungruppe

Bergtour Route Gasthaus Feuerstein - Tribulaunhütte - Garklerin über S-Grat (I) auf und ab - Tribulaunhütte - Gschnitzer Tribulaun über SO-Flanke (I) auf und ab Gesamtaufstiegshöhe (m) 2090 Tage 2 Verhältnisse hochsommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Tribulaunhütte TVN 2064 1275 790 2:00 BW1 - - -
Garklerin 2470 2064 410 1:35 G1 168 1330 3
Gschnitzer Tribulaun 2946 2064 890 2:10 G2 205 900 4
Tribulaune

Am Garklerin-Gipfel
Blick nach Süden gegen den Talschluss über dem Sandeskar mit Schwarze Wand, Schneetalscharte, Gschnitzer Tribulaun und Pflerscher Tribulaun.
Gegenüber ragt der Habicht auf.

Habicht

 

Pflerscher Tribulaun

Der Pflerscher Tribulaun vom Gipfel des Gschnitzer Tribulaun aus.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

Anfahrt von der Brenner-Autobahn über Steinach ins Gschnitztal. P (gebührenpflichtig) nach dem Straßenende am Gasthaus Feuerstein. Auch gute Busverbindung von Steinach (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Vom P kurz die Straße zurück um hinter der Bachbrücke nach rechts in Richtung eines Wasserfalls anzusteigen. Links neben diesem bei einem Gehöft auf markiertem Pfad die dicht bewaldete Steilstufe höher um darauf kurz einem Forstweg zu folgen. Wenig weiter führt der Pfad wieder durch dichten Wald, knapp links über der Bachkerbe, ehe man bei der kleinen Hütte der Valtiß-Alm offene Matten erreicht und darauf länger Latschenhänge quert. Zuletzt steigt der Pfad nach links in zahlreichen Kehren aus dem Tal empor um an die Tribulaunhütte (2064m) zu führen, die auf einem begrünten Absatz der linken Talschulter liegt (2:00).
Von der Hütte zur Garklerin, dem äußersten, weit ins Gschnitztal vorgeschobenen Grataufwurf aus Dolomitgestein, leitet ein bez. Pfad in weit ausholender Traverse durchs hinterste Sandeskar (steile Blockhalden), kurz den Fuß der hier etwa 800m hohen Nordwestwand des Gschnitzer Tribulaun berührend, um auf der anderen Talseite länger über eine begrünte Flanke talauswärts zu führen. Vor dem Gipfel steigt der Pfad dann zu einem Sattel auf 2302m an, der auch einen Abstieg ins Gschnitztal, etwas oberhalb vom Gasthaus Feuerstein, ermöglicht. Aus dem Sattel (1:05) führt ein bez. Pfad über den wild bewegten felsigen Südgrat (I) zum höchsten Punkt mit Kreuz und Buch (0:30). Zurück zur Hütte auf dem Anstiegswege in 1:20.

2. Tag
Gschnitzer Tribulaun: Von der Hütte nach Südosten ins kurze, steile Schneetal hinein, einem steilen Geröllkar. Der bez. Pfad führt bald am Abzweig zum Gsträunjöchl vorbei ehe er steiler werdend auf die Schwarze Wand zuhält, die sich links mit steilsten Felsfluchten erhebt. Die höheren Kehren ziehen allmählich rechts über steilsten Schutt hinauf in die rechte, westliche Schneetalscharte (1:20).
Aus der Scharte den Markierungen nach rechts über geröllbedeckte Felsabsätze und eine steile Rinne (I, Fixseil) empor. Darüber breitet sich die weite Südostabdachung aus, die man zunächst links haltend, dann nach rechts zum höchsten Punkt mit Kreuz und Buch hinauf traversiert (0:50).
Zurück zur Hütte und zum P auf dem Anstiegswege: 0:40 bis in die westl. Schneetalscharte, 0:55 zur Hütte, 1:40 zum P.

  • Der Gschnitzer Tribulaun ist ein mächtiger Felsstock, der nach Nordwesten in gewaltiger, 800m hoher Felswand abbricht (s. oberes Bild), gegen Südosten jedoch, zur Schneetalscharte, mit einer ausgedehnten Abdachung absinkt. Am beeindruckendsten ist selbstverständlich der Nahblick auf die unmittelbar nebenan steil aufstrebende Felsburg des Pflerscher Tribulaun, 3097m (vergl. unteres Bild). Im übrigen entfaltet sich ein prächtiger Ausblick über das Südtiroler Pflerschtal bis zum Talschluss im Umkreis der Magdeburger Hütte mit den Feuersteinen und der Aglsspitze. Aus Osten strahlen die vergletscherten Zillertaler Alpen mit Olperer und Hochfeiler herüber, den Südosten prägen die wild gezackten Felskronen der Dolomiten und im Norden, und das gilt auch für die Hütte, beherrscht der nahe Habicht das Bild (s. mittleres Foto).
  • Nach dem Tribulaun war noch die Schwarze Wand, östlich benachbart, beabsichtigt. Das trennende Joch wird durch einen schwierigen Felskopf in eine östliche und eine westliche Scharte geteilt. Für den Übergang vom Tribulaun her ist der Felskopf südlich zu umgehen, nicht wie hier versucht nördlich, da der Anstieg in die östliche Scharte von Norden her durch eine maximal steile Schuttrinne unsäglich mühsam ist, was letztlich zum Abbruch führte. Der Weiterweg durch den steilen Westabbruch erfolgt anderen Beschreibungen nach auf drahtseilgesichertem Steig, wobei auch eine 10m hohe Wand (Klammern) zu überwinden ist.
  • Das gesamte Sandestal bleibt landschaftlich unauffällig. Die Geröllkare am Talschluss zeigen sich spröde und bieten auch beim Abstieg keinen Genuss, längere Abfahrten sind kaum möglich. Über dem vielen hellen Gestein wird es in der Sonne rasch heiß. An der Hütte eröffnet sich lediglich ein Ausblick auf Habicht und dessen nähere Kammflur. Landschaftlich wirklich empfehlenswert ist die benachbarte Tour 560 zum Obernberger Tribulaun und Roßlauf Nord.
  • Die hier berührte Tribulaunhütte ist nicht zu verwechseln mit der keine zweieinhalb Kilometer Luftlinie entfernten, gleichnamigen, aber auf italienischer Seite liegenden Hütte, ital. Rifugio Calciati al Tribulaun genannt.
  • Die Bergwelt der Tribulaune ähnelt sehr den Dolomiten.

 

  • Anstiegswege (Hütte 5.0 Kilometer, Garklerin 3.7 Kilometer, Gschnitzer Tribulaun 2.8 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

   

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