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Tour 636 - Wildkarspitze

Salzburg Zillertaler Alpen Reichenspitzgruppe

Hochtour Route Finkau-Alm - Wildkarsee - NO-Grat (I+, Stelle II) Gesamtaufstiegshöhe (m) 1660 Tage 1 Verhältnisse sommerlich, Gipfel in Wolken, mitunter Regen

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3076 1419 1660 5:20 G3 389 4000 3
Wildkarspitze

Die Nordflanke der Wildkarspitze über dem hintersten Wildkarkees. Links der Sattel im Nordostgrat.

 

Am Nordostgrat

Am Nordostgrat.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

Anfahrt aus Westen über das Zillertal, aus Osten über den Pinzgau zum Gerlospass. An der westlichen Mautstelle der Passstraße Abzweig über einen Fahrweg, der am Ostufer des Speicher Durlaßboden entlang ins Wildgerlostal zum P (gebührenpflichtig) an der Finkau-Alm führt (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P an der Finkau-Alm auf breitem Fahrweg links des Baches durch Wald in Kehren talein zur Drisslalm (1584m, auch Trisselalm). Dort dem „Leitenkammersteig“ folgend nach links zum nahen Waldrand um auf schmalem Wurzelsteig die dicht bewaldete, gut 300m hohe Talflanke anzusteigen. Nachdem man oben an der Talschulter den Waldsaum passiert hat geht es in längerer Querung durch offeneres, mit Büschen durchsetztes Weidegelände talauswärts bis an eine malerisch bewaldete Felswand, vor der sich der Weg verzweigt. Nun nach rechts Richtung „Seekarscharte“. Wenig weiter erreicht man die Wildkar-Hochalm (1973m). Auf schwächer ausgeprägtem Wiesenpfad zunächst noch etwas höher, dann geht es, man befindet sich weiterhin auf der ausgedehnten, kuppigen Talschulter, flacher nach Süden um dann, noch deutlich vor dem Abfluss aus dem obersten Karboden, westwärts ins etwas höher liegende Tal des Wildkar einzubiegen. Den Markierungen folgend zwischen einem Felsgrat zur linken und dem Bachlauf zur rechten stetig durch den noch begrünten Karboden höher um ganz zuletzt von rechts an den Wildkarsee, nahe vor der Seekarscharte eingesenkt, anzugelangen (2:55).
Nun weglos nach rechts, Süden, durch den weiten oberen Kargrund der markanten, aber noch weit entfernten Felspyramide der Wildkarspitze entgegen: Zunächst kaum an Höhe gewinnend, stets links auf der Ostseite haltend, durch Mulden und über Moränenrücken und grobes Geröll hinweg zu einem sanften Aufschwung, gebildet aus weiten Gletscherschliffbänken. Einige wenige Steindauben weisen den günstigsten Weg. Nach einer weiteren Geröllmulde wechselt man allmählich auf den mächtigen zentralen Moränenrücken und gelangt über diesen an den linken Rand des sanft ansteigenden hinteren Wildkarkees (vergl. Bild). Dieses überschreitet man nun in gleicher Richtung, um, weit links der hohen Gipfelflanke, zuletzt steiler über erdigen Schutt zur niedrigsten Einsattelung im scharfen Nordostgrat auf etwa 2900m anzusteigen (1:35).
Zum Gipfel geht es entlang der zu beiden Seiten steil abfallenden Gratschneide (I+), die von wild verkanteten groben Felsblöcken gebildet wird, wobei schwierigere Stellen meist rechts zu umgehen sind. Anfangs verläuft die Steigspur flacher ansteigend und teils in erdigem Schutt, ehe es zunehmend steiler und exponierter dem Gipfel entgegen geht. Der oberste Gipfelkopf mit Kreuz und Buch ist nur über eine scharfe Kante (II) zu gewinnen (0:50).
Abstieg auf dem Anstiegswege: Zum Sattel in 0:30, zur Wildkar-Hochalm in 1:50, zum P in 1:05.

  • Die Tour führt durch den landschaftlich großartigen .
  • Das Wildkar und seine Umrahmung bilden eine landschaftlich besonders eindrucksvolle Bergszenerie. Vom Wildkarsee an befindet man sich in einer weiten Gletscherrückzugslandschaft mit ausgedehnten Schutthalden, Moränenzügen und blanken Gletscherschliffen, die jedoch nirgends mühsam steil werden. Bis unter die steile Gipfelflanke folgt eine kurze Begehung des mäßig ansteigenden, spaltenarmen Gletschers, den man, kaum vorteilhaft, auch gänzlich am linken Rand bis zum Einstieg zum Sattel umgehen könnte. Der wenig herausgehobene Nordostgrat fällt zwar zu beiden Seiten steil ab, ist aber dank der stets griffigen Felsen gut zu begehen.
    Auch der Weg oberhalb des Waldsaums bei der Wildkar-Hochalm bis zum Wildkarsee ist reich an wechselnden Landschaftsbildern.
  • Tour durchgängig bei tiefen Wolken, unvorhergesehen länger auch in Regen begangen. Der Gipfelbereich blieb stets wolkenverhangen, aber es war zu erahnen, dass der vom Gipfelkreuz nach Süden abstreichende Grat sogar noch etwas höher ansteigende Stellen aufweist. Wenn man nicht in Regenwolken steht, müsste sich ein wirklich großartiges Bild des vergletscherten Umkreises von Zittauer Hütte und den beiden Gerlosseen mit Gabler, Reichenspitze und Wildgerlosspitze ergeben, außerdem sollten besonders Großvenediger und Rötspitze in Erscheinung treten.
  • Tour alleine begangen.

 

  • Einfache Wegstrecke (8.1 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

   

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