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Tour 918 - Sonklarspitze, Scheiblehnkogel

Südtirol / Tirol Stubaier Alpen Hochstubai
Alto Adige Alpi dello Stubai

Hochtour Route Bankeralm - Timmelsalm - Großer Schwarzsee - Windachscharte - Siegerlandhütte - Scheiblehnkogel über SW-Grat auf und ab - Siegerlandhütte - Sonklarspitze über Hohes Eis auf und ab (I, Stelle II) Gesamtaufstiegshöhe (m) 2470 (2410) + 180 im Abstieg Tage 2 Verhältnisse hochsommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
[4]
Siegerlandhütte (DAV) 2710 1770 1120 4:00 BW2 - - -
Scheiblehnkogel 3060 2590 470+120 i.Ab. 1:30 G2 30 130 5
Hohes Eis 3388 2710 680 2:00 G3 0 0 7
Sonklarspitze
(abgebr.)
3467
(3400)
3388
80
(20)
0:20
(0:10)
G1
169 1340 3
1. Tag

Gürtelwand und Schönnerkofel

Gürtelwand (2836m, links) und Schönnerkofel (2656m, rechts) am Weg zwischen Timmelsalm und Großem Schwarzsee.

Die Siegerlandhütte vor dem Gaiskogel (3128m).

Siegerlandhütte

 

Anstieg zum Scheiblehnkogel

Rückblick im Kar des Westlichen Scheiblehnferner beim Anstieg zum Scheiblehnkogel. Links Hinterer Kitzkogel (3059m), rechts Hinterer Kitzkamp (2987m).

2. Tag

Beillöcherspitze und Scheiblehnkogel

Noch nahe der Hütte: Links Beillöcherspitze und Scheiblehnkogel, rechts Hinterer Kitzkogel.

 

Beillöcherspitze und Scheiblehnkogel

Am Südwestgrat des Hohen Eis: Links Beillöcherspitze und Scheiblehnkogel, rechts Hinterer Kitzkogel. Im Hintergrund erstrecken sich die Ötztaler Alpen. Im Vordergrund ist das rote Dach der Siegerlandhütte zu entdecken.

 

Weißkugel und Wildspitze

Weißkugel (links) und Wildspitze (rechts) in den Ötztaler Alpen. Vorne, diesseits des obersten Ötztals, finden sich der Schraakogel (3137m) und rechts darunter das flache Schraakar.

 

Zuckerhütl

Am Firngrat kurz vor dem Hohen Eis: Die Südabstürze von Pfaffenschneid, Zuckerhütl und Wilder Pfaff.

 

Am Hohen Eis

Am Hohen Eis:
Blick über das oberste Gletscherdach,

Anfahrt aus Norden vom Ötztal über das Timmelsjoch, aus Süden von Meran / Merano durchs Passeiertal, zum Gasthof Schönau, 6.5 Kilometer NNW von Moos / Moso gelegen. P auf 1770m bei der Straßenkehre an der Bachbrücke im Seitental der Passer, nahe der Bankeralm (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag

Vom P den mit Nr. 30 bez. breiten Fahrweg rechts über dem Timmelsbach taleinwärts durch Nadelwald zur Timmelsalm auf 1981m (0:35). Dort über einen Steg und links des Baches auf bez. Wanderweg zunächst flach, bald stetig ansteigend durch grünes Schrofengelände hinan. Teils dicht am hier in einer Klamm eingeschnittenen Bach geht es weiter hinauf in einen sumpfigen Bachboden (Unter Krumpwasser). Am linken Rand weiter geht es anschließend über kleinere begrünte Rücken hinweg ehe nach 1:40 auf 2505m inmitten grüner Kuppen der Große Schwarzsee erreicht ist. Kurz am linken Ufer entlang bis zu einer Wegtafel. Nun auf Weg Nr. 33 links die grünen Uferhänge empor zum Sattel P 2564 um danach flach nach Norden in ein kleines Hochtälchen einzubiegen. Wenig weiter hinten steigt man links über steile Geröll- und Trümmerhänge in die felsige Windachscharte auf 2862m empor (1:05), wo sich der Blick nach Norden übers weite Windachtal, zur Siegerlandhütte und aufs Zuckerhütl öffnet. An der Scharte nach rechts durch die oberste Nordflanke höher bis auf etwa 2890m und danach sehr steil über kleinere Felstrümmer, Geröll und erdigen Schutt in den obersten Talgrund hinab. In weitem, flachen Linksbogen hinüber an die Siegerlandhütte in 0:40.
Zum südlich gelegenen Scheiblehnkogel geht es von der Hütte auf bez. Steig zunächst südwestwärts bis zu einem Seelein im Talgrund (2590m) hinab. Gegenüber mühsam über grobes Moränengeröll (Steindauben) an den Fuß des Scheiblehnkogel-Nordwestgrates (etwa 2650m) hinauf. Ab hier südwärts über Gletscherschliffbänke ins Kar des Westlichen Scheiblehnferner. Man bleibt in der linken unteren, mäßig steil auslaufenden Flanke, wo Steindauben den Weg durchs Geröll weisen und gelangt so südostwärts in den Geröllsattel P 2888 rechts unter dem Gipfel (1:15). Über den Südwestgrat (Felsbänke, Geröll und Schutt), meist knapp links neben der Schneide, zur Felsspitze mit Kreuz und Buch (0:15).
Rückkehr zur Hütte mit 120 Meter Gegenanstieg in sehr gemütlichen 1:35.

2. Tag

Zur Sonklarspitze geht es von der Hütte NNO-wärts den dichten Markierungen folgend über Gletscherschliffbänke, bald grobes Moränengeröll steil empor in den engen Bergkessel auf der Westseite des vom Hohen Eis herab ziehenden Südwestgrates. Im Kesselhintergrund angelangt nach rechts um mühsamst über bodenlose, häufig riesige Felstrümmer die Steilflanke anzusteigen. Oben am aussichtsreichen Gratfirst steht man nach 1:15. Über ihn links höher, meist links der scharfen Schneide auf Felsgesimsen (I). Nach 0:10 gilt es linksseitig und deutlich exponiert in eine kleine Einschartung abzusteigen (II, Fixseil). Darauf geht es auf guten Steigspuren im Gehgelände über Blockwerk und Felsbänke und schließlich einen kurzen Firngrat auf das Hohe Eis (3388m) empor. Hier stellt sich ein niedriger Felsgrat quer in den Weg, wo man etwas weiter links eine sehr flache Einsattelung findet (Steindaube, 0:35). Auf der anderen Seite über einen Bergschrund aufs wenig niedrigere oberste Gletscherdach hinab und auf ihm nordostwärts wenig ansteigend nahe des links entlang ziehenden Felsgrates weiter. Abbruch vor einer breiteren, unklar überdeckten Spalte auf etwa 3400m, am Aufschwung der Gipfelkalotte (0:10).
Abstieg auf dem Anstiegswege: Vom Hohen Eis zur Hütte in 1:45, mit 180 Metern Gegenanstieg zur Windachscharte in 0:45, 0:50 zum Großen Schwarzsee, 1:10 zur Timmelsalm und 0:35 zum P.

  • Die Sonklarspitze steht pultartig herausgehoben im Alpenhauptkamm etwa ein Kilometer südöstlich des Zuckerhütl. Das völlig vergletscherte, rampengleich gegen Süden abfallende Gipfeldach stürzt zu den übrigen Seiten mit steilen Felsabbrüchen in die Tiefe. Einer der wenigen Zugänge zu diesem Gletscherdach findet sich im Südwesten über das hier begangene Hohe Eis.
    Der wesentlich unbedeutendere Scheiblehnkogel, gleichfalls direkt im Alpenhauptkamm, bildet zusammen mit der kaum 130 Meter entfernten, 3065 Meter hohen Beillöcherspitze einen markanten Doppelgipfel. Die trennende Scharte im scharfen Verbindungsgrat bleibt nur auf etwa 3030m zu schätzen.
    Beim Hohen Eis handelt es sich lediglich um einen markanten Gratknoten am Südwestrand des ausgedehnten Gletscherdaches der Sonklarspitze.
  • Der Abbruch des Anstieges zur Sonklarspitze keine 70 Höhenmeter unter dem Gipfel war schlussendlich geringer Altschneeüberdeckung bei schlecht einzuschätzender und sondierender Spaltenlage geschuldet. Bereits die Schneeüberdeckung des Bergschrundes am westlichen Rand nahe dem Übergang am Hohen Eis zeigte sich schwer einzuschätzen.
  • Die Erkundung einer alternativen Route direkt über den niedrigen, westlichen Begrenzungsgrat zeigt westseitig hohe, durchgängig abschüssige Plattenfluchten. Ostseitig, dem Gletscherdach zu, findet man eine brüchige, leicht abgestufte Steilwand. Der exponierte Gratfirst dazwischen bewegt sich stellenweise bei über II.
  • Wenn einem in diesem zu trümmerreichen Tourengebiet mit zu ausgedehnten Gegenanstiegen, einer durch schwache Blasen der Zimmergenossen geschuldeten, kaum sinnvoll zu nutzenden Hüttennacht und einem wieder maßlos mühsamen Steilanstieg durch gewaltigste Felstrümmer sich noch ein spaltenverdächtiger Gletscher als x-te Hürde in den Weg legt, wendet sich auch ein ehrgeiziger Berggänger mal lustlos ab.
  • Die Tour samt Anfahrt bietet sich nur dem von südtiroler Seite anreisenden an. Wer von Norden aus dem Ötztal kommt, wählt sinnvollerweise den Anstieg durchs Windachtal. Auf dem Fahrweg von Sölden zum Gasthof Fiegl verkehrt hier auch ein Linienbus.
  • Alternative Schreibweisen: Peillöcherspitze.
  • Tour alleine begangen.

 

  • Einfache Wegstrecke (Siegerlandhütte 7.4 Kilometer, Scheiblehnkogel 2.6 Kilometer, Sonklarspitze 2.9 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

Blick nach Südosten gegen Hochgewänd (links), Botzer (Mitte, darunter die Königshofspitze) und Schwarzwandspitze (Mitte rechts).

Botzer und Schwarzwandspitze

Rückkehr nach Südtirol an den Großen Schwarzsee. Rechts erhebt sich der Schneeberger Weißen (2961m).

Großer Schwarzsee

 

   

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