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Tour 915 - Weißbrunnerspitze / Cima Fontana Bianca

Südtirol / Alto Adige Ortleralpen / Gruppo dell'Ortles Marteller Hauptkamm

Bergtour Route Zufrittsee - Gelbsee - Oberes Zufrittjoch - NO-Grat (III) Gesamtaufstiegshöhe (m) 1410 (1280) Tage 1 Verhältnisse hochsommerlich gut

Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
[4]
3253
(3130 abgebr.)
1852
1410
(1280)
5:00
(4:20)
G4
(G3)
79 620 4
Zufrittsee

Beim Weg über die Staumauer des Zufrittsees. Hinten ist bereits die Zufallspitze erwacht.

Zufallspitze

 

Im Zufrittal / Val Gioveretto

Blick zurück im Zufrittal / Val Gioveretto auf die Zufallspitze.

Zufallspitze

 

Im Zufrittal

Im Zufrittal am Weg zum Gelbsee / Lago Giallo.

 

Gelbsee und Weißbrunnerspitze

Am Gelbsee. Links die Weißbrunnerspitze.

 

Weißbrunnerspitze

Am Nordostgrat angekommen:
Gipfelaufbau der Weißbrunnerspitze, links dahinter die Lorchenspitze / Cima Lorchen,
und Blick zur Zufrittspitze.

Zufrittspitze

 

Anfahrt aus dem Vinschgau / Val Venosta über Goldrain / Coldrano, zwischen Schlanders / Silandro und Latsch / Laces gelegen, ins Martelltal / Valle di Martello zur Staumauer am Zufrittsee (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Hinter der Staumauer wenige Schritte nach rechts und den zweiten Weg, Nr. 17a, Richtung „Zufrittal“ den Waldhang steil empor. Wenig höher stößt man auf den hangquerenden Weg Nr. 36, dem man nach rechts bis zum Abzweig des Weges Nr. 17a folgt. Weiterhin im dichten Lärchenwald in Kehren sehr steil höher bis man schließlich bei einem Bachsteg (P 2185) auf Weg Nr. 17 trifft, womit das Zufrittal / Val Gioveretto erreicht ist (1:00). Nun links des Baches das Tal hinein, an vereinzelten Lärchen vorbei, ehe man allmählich in offenes Weidegelände gelangt und links der Weg Richtung Ebenes Jöchl abzweigt. Geradeaus weiter, links in der sanften, später steilen Flanke über dem sich weitenden Talboden, bis es zuletzt über Geröll auf eine Talschwelle (1:15) und kurz darauf bei 2729m an den Gelbsee / Lago Giallo geht (0:15).
Am See rechts entlang und durch ein weites Geröllkar hindurch, um links unter dem hoch aufragenden, schroffen Nordsporn der pyramidenförmigen Weißbrunnerspitze in ein weiteres, enges Gerölltal zu gelangen, das den Weg über einen steilen Stirnmoränenwall hinauf in den hintersten Bergkessel bietet. Dort links am Hangfuß findet sich ein großer Felsblock mit Richtungshinweisen.
Nun weglos und bar jeglicher Markierungen weiter zum östlich liegenden, in einem hohen Zackengrat liegenden Oberen Zufrittjoch / Passo Gioveretto: schräg rechts flach durch den kleinen Kessel um gegenüber, links einer großen Schrofenrippe, einen steileren, schuttübersäten Gletscherhang anzusteigen. Etwas höher wechselt man entlang einer kurzen Geröllrampe auf die rechte Seite der Schrofenrippe und steigt nun dahinter in einem großen, sehr steilen, haltlosen Geröllhang in Richtung des Joches an. Deutlich unter dem Joch in beliebiger Route nach rechts durchs lose Geröll in Richtung Gipfel und auf den Gratfirst (1:20). Die ersten Gratzacken passiert man diesseitig an ihrem Fuße im steilsten Schutt. Vor dem gut 100 Meter höheren Gipfel sind zuletzt zwei plattige, durch markante Scharten getrennte, exponierte Gratzacken zu überklettern (mindestens III), die nur rechts unterhalb am obersten, sehr steilen Gletscherrand mit mindestens 40 Metern Höhenverlust umgehbar sind. Abbruch auf 3130m vor dem ersten dieser Gratzacken nach 0:20. Der nach diesen beiden Gratzacken ansetzende steile, stumpfe Gipfelgrat stellt im unteren Drittel noch einen ausgedehnten, exponierten Felsabbruch (vermutlich III) in den Weg.
Abstieg auf dem Anstiegswege: 0:45 in den Kesselboden zurück, 0:30 zum Gelbsee, 1:15 zum Bachsteg an P 2185 und 0:50 zum P.

  • Die Weißbrunnerspitze steht über dem hintersten Zufrittal als steile, hohe Felspyramide, zu beiden Seiten von kleinen, aber steil ansteigenden Gletscherkaren eingefasst. Im Nordosten wird sie von der Zufrittspitze überragt - verbunden über einen wilden Zackengrat -, im Südwesten von der über dem hintersten Ultental aufsteigenden Hinteren Eggenspitze.
  • So schön und ungemein lohnend der Anstieg aus dem hintersten Bergkessel heraus zur benachbarten Zufrittspitze ist, so ungeheuer mühsam und heikel zeigt sich sofort der ganze Anstieg durch steilstes, völlig haltloses Geröll zum Oberen Zufrittjoch hinauf und erst recht der Gang am wilden, aber mürben Verbindungsgrat zur Weißbrunnerspitze. Einfacher, aber wegen hoher Steinschlaggefahr kaum zu empfehlen, dürfte ein Anstieg über den steilen Gletscher direkt neben dem Gipfelaufbau sein um darüber durch ein Couloir auf den Gratfirst unmittelbar neben dem Gipfelaufbau zu gelangen.
  • Der Übergang am Zufrittjoch dürfte nur noch selten begangen werden.
  • Alternativer Name: Weißbrunnspitze.

 

  • Einfache Wegstrecke (6.1 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

Hintere Eggenspitze, Nordostflanke und Weißbrunnerferner. Links die dunkle Vordere Eggenspitze, rechts der Grat zur Lorchenspitze.

Hintere Eggenspitze

Zurück am Gelbsee. Im Hintergrund, jenseits des Martelltals, reihen sich die Gipfel im Laas-Marteller Kamm von Butzenspitze (links angeschnitten) über Madritschspitze und Hintere Schöntaufspitze (links), Innere Pederspitze, Plattenspitze (Mitte links), Schildspitze (Mitte), Mittlere und Äußere Pederspitze bis Lyfispitze (Mitte rechts).

Am Gelbsee

 

   

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