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Tour 550 - Eisseespitze / Punta del Lago Gelato,
Butzenspitze / Cima Pozzo

Südtirol Ortleralpen Laas-Marteller Kamm
Alto Adige Gruppo dell'Ortles

Bergtour Route Schaubachhütte - Stecknersteig (I) - Eisseespitze über NO-Grat auf und ab - Butzenspitze über W-Rücken auf und ab Gesamtaufstiegshöhe (m) 740 Tage 1 Verhältnisse hochsommerlich

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Eisseespitze 3230 2610 620 2:00 G2 50 1100 4
Butzenspitze 3300 3180 120 0:55 G1 161 1900 3
Anfahrt aus dem Vinschgau / Val Venosta Richtung Stilfser Joch / Passo del Stelvio. Über Gomagoi nach Sulden / Solda. Großer P in Sulden neben der Seilbahn zur Schaubachhütte (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Von der Bergstation der Seilbahn, unmittelbar neben der Schaubachhütte gelegen, den flachen Pistenraupenweg Richtung "Eisseejoch" taleinwärts. Schon bald, kurz hinter einer Bachquerung, verlässt der bez. Bergpfad den Raupenweg nach links. Wenige Schritte weiter führt wieder links ein kurzer ebener Pfad an den Fuß des mächtigen Sporns, der geradewegs knapp links vom Gipfel der Eisseespitze herab zieht. Über diesen Sporn führt nun der mark. Stecknerweg: Auf steiler Steigspur im groben Schutt empor bis auf den Absatz P 2886. Schon bald geht es erneut steiler bergan, nun auf schmalerem, teils felsigen Spornrücken. Schwierigere Stellen werden manchmal rechts in der Flanke umgangen. Zuoberst hält sich lange ein steiler Firnkamm, der direkt an den Fuß der Gipfelfelsen zieht, man kann diesen jedoch auch rechts auf etwas abschüssiger Steigspur umgehen. Die letzten Meter führen durch steileren Fels (I), dann befindet man sich in der Gratscharte P 3192 zwischen Eisseespitze und Butzenspitze.
Der Gipfel der Eisseespitze liegt von hier rechts oberhalb. Auf deutlicher Steigspur geht es über den kurzen, zügig empor kletternden Nordostgrat auf ihre wellige Hochfläche (2:00).
Zurück in die Gratscharte und danach rechts unter einem Schartenkopf vorbei. Dahinter auf recht ebenem Firn- bzw. Schuttkamm weiter. Es folgen eine kleine, lang gestreckte Anhöhe und eine recht scharfe Firnschneide bis man zur letzten sanften Einsattelung vor der Butzenspitze gelangt. Deren Gipfelkuppe, die ein kleiner Gipfelsteinmann ziert, wird entlang des mittelsteil ansteigenden Westrückens über Firn und Schutt gewonnen (0:55).
Zurück zur Gratscharte (0:35) und auf dem Anstiegsweg hinab zur Seilbahnstation (1:05).

Monte Cevedale

Nachbarn im Süden: Zufallspitze und Monte Cevedale, darunter der Zufallferner / Vedretta del Cevedale.

 

Foto: Thehighrisepages.de

  • Die Eisseespitze bietet ein ganz besonders lohnendes Panorama: Im nordwestlichen Quadranten reihen sich die Giganten Königsspitze (Normalanstiegsseite), Monte Zebrù und Ortler (kompletter Hintergrat) auf, im Nordosten findet man die Vertainspitze mit sämtlichen bedeutenden Nachbarn und im Süden zeigen sich die Doppelgipfel Zufallspitze und Monte Cevedale von ihrer schönsten Seite (s. Bild). Davor liegt die gewaltige Gletscherkalotte des Zufallferner/Vedretta del Cevedale, in mancher Hinsicht Dreh- und Angelpunkt der gesamten Ortleralpen.
  • Noch Anfang des 19.  Jahrhunderts fiel die Begeisterung für den selben Landstrich weitaus geringer aus. So beschrieb man 1802 im Innsbrucker Wochenblatt das Suldental als "Sibirien Tyrols, allwo die Bauern mit den Bären aus einer Schüssel essen und die Kinder auf Wölfen daherreiten." Im Jahre 1818 bedrohte gar der vorrückende Suldenferner auf "350 Schritte" Entfernung den Gampenhof, dort, wo heute die kommode Talstation der Seilbahn zur Schaubachhütte steht.
  • Gletscherfreier Zustieg für beide Gipfel.
  • Die alternative Anstiegsroute zur Eisseespitze entlang des Südwestgrates weist auf dem Weg zum Eisseejoch einige deutliche Spalten auf.
  • Tour alleine begangen.

 

  • Einfache Wegstrecke (3.6 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

   

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