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Tour 490 - Hochschober, Kleinschober
Niederer Prijakt, Hoher Prijakt

Osttirol Hohe Tauern Schobergruppe Hochschoberkamm

Bergtour Route Leibnitztal - Hochschoberhütte - Hochschober über W-Grat (I) auf und NO-Grat (I) ab - Kleinschober über SW-Grat auf und NO-Grat (I+) ab - Hochschoberhütte - Niederer Prijakt über SW-Grat (I) - Prijaktscharte (I+) - Hoher Prijakt - Westliche Barreneckscharte - Hochschoberhütte Gesamtaufstiegshöhe (m) 2500 Tage 3 Verhältnisse sommerlich

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Hochschoberhütte OeAV 2322 1640 690 1:35 BW1 - - -
Hochschober 3240 2322 920 2:35 G1 434 5025 2
Kleinschober 3125 3050 80 0:45 G2 75 600 4
Niederer Prijakt 3056 2322 740 2:30 G2 57 325 5
Hoher Prijakt 3064 2999 70 0:25 G2 491 3150 3
Hochschoberhütte

1. Tag: Die Hochschoberhütte vor dem Hochschober.

Prijakte

2. Tag: Blick vom Hochschober auf die Prijakte.

 

Alkuser Rotspitze und Prijakte

Blick vom Kleinschober auf Alkuser Rotspitze (links) und Prijakte (rechts). Im Mittelgrund steht über dem Westlichen Leibnitztörl mit dem Gartlsee der Leibnitzkopf.

 

Hochschober-Nordwand

Die eisige Hochschober-Nordwand. Rechts ragt der Vorgipfel P 3185 heraus.

 

Am Kleinschober

Ausblick am Kleinschober nach Nordosten: Roter Knopf (Mitte, in Wolken) und Glödisspitze (Mitte rechts). Den Mittelgrund bestimmt der Debantgrat, links überragt vom spitzen Ralfkopf. Verdeckt in der Tiefe verbirgt sich das Schobertörl.

 

Am Gartlsee

Am Gartlsee.

3.Tag:
Hochschober aus Süden von den Prijakten. Links im grünen Talboden die Hütte, am Horizont der Großglockner.

Hochschober

 

Am Niederen Prijakt

Aussicht am Niederen Prijakt nach Südosten auf den Kamm zwischen Alkuser Rotspitze (links, daneben als blauer Schattenriss der Seichenkopf) und Schleinitz (rechts). Am tiefsten Sattel findet man das Trelebitschtörl, darunter den Alkuser See.

 

Prijakte

Hoher Prijakt und Niederer Prijakt aus Norden von der Hochschoberhütte. Rechts vorgelagert die Nase.

Westliche Barreneckscharte mit Barrenlesee. Am Horizont Glödisspitze, Roter Knopf (links) und Großer Hornkopf (rechts).

Barrenlesee

 


Der Hochschober aus Nordosten von der Glödisspitze: Im Mittelgrund rechts ragen über finsteren Nordostwänden Ralfkopf und Ganot auf, ganz vorne ist das Kalser Törl eingeschnitten.

Hochschober

 

Der Hochschober mit seiner Nordflanke im Detail. Rechts erhebt sich die Anhöhe P 3185.

Hochschober

 

Anfahrt aus Norden über den Felbertauerntunnel, aus Süden über Lienz nach Ainet. Am Abzweig nördlich der Ortslage nach Oberleibnig. Noch vor der Ortschaft an einer scharfen Kehre rechts ab. Über Außerputz und Obere Fercheralm zum schmalen und schlechten Forstweg ins Leibnitztal. P am Ende bei der Bachbrücke auf 1640m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Dem Eduard-Jordan-Weg folgend links vom Bach durch dichten Wald taleinwärts. Über die Leibnitz-Alpe und den lichten baumlosen, sanft ansteigenden Zilinboden geht es schließlich die hohe Talstufe hinauf zur Hochschoberhütte (1:35).

2. Tag
Von der Hütte dem bez. Pfad („Staniskascharte") folgend nach NNW: Nach der Bachquerung geht es über bewachsene Schrofenhänge hinauf ins große Blockkar das bis zur Scharte reicht. Im Kar links an der Schoberlacke vorbei und in der Folge eher rechts haltend bis man an den Felsfuß des Hochschober gelangt. Am Rande der untersten Felsen geht es nun steil über erdigen Schutt und Blockwerk zur Scharte hinauf (1:30). Von dort nach rechts auf den Grat der vom Vorgipfel P 3185 herab zieht: Auf deutlicher Steigspur über Felsen und Blockwerk höher; anfangs direkt über den breiten Rücken, weiter oben wenn der Grat schärfer wird knapp rechts unterhalb im erdigen Steilschutt. Schließlich rechts unter P 3185 hindurch um zur überfirnten Einsattelung vor dem letzten Grataufschwung zu gelangen. Diesen über Klemmblöcke (I) höher. Kurz unter dem Gipfel noch durch eine drahtseilgesicherte Rinne und nach wenigen Schritten über den flachen Gipfelgrat ist das Kreuz erreicht (1:05).
Nun nicht der mark. Steigspur über den Südostgrat zur Lienzer Hütte folgen, sondern weglos über den Nordostgrat zum Kleinschober: Zwischen den beiden Graten über Steilschutt hinab und baldmöglichst nach links um über die Firnschneide an den ersten Gratkopf zu gelangen. Diesen kann man in der rechten Flanke (I) umgehen: zuerst im losen Schutt leicht hinab traversieren. Auf seiner großen Stützrippe angelangt über mittelsteile Platten rechts weiter absteigen bis man günstig nach links über die Ostseite (erneut loser Schutt) an den Grat zurück gelangt. Knapp unter der Gratkante bleibend weiter bis zur großen Einsattelung auf etwa 3050m. Darauf über den breiten, aber steilen Grat (I, Blockwerk) empor zur Gipfelkuppe (0:45).
Jenseits im Blockschutt die weite Nordostflanke hinunter bis der Grat wieder schärfer wird. Über mehrere markante Gratstufen (I+) hinab - jeweils knapp rechts vorbei oder besser direkt über die Schneide - geht es rasch tiefer bis zum Schobertörl (0:35). Nun auf bez. Pfad nach rechts, Süden, durch ein weites Blockkar bis man zuletzt am Östl. Leibnitztörl wieder kurz ansteigt. Oben über Blockwerk am Gartlsee vorbei zum Westl. Leibnitztörl (0:55). Den folgenden Abstieg über plattige Schrofen sichern ein Fixseil und Klammern. Unten wieder durch ein Blockmeer, zuletzt flache Wiesen zur Hütte (0:35).

3. Tag
Niederer Prijakt: Von der Hütte über den ebenen Talabsatz nach Süden. Am Verzweig (Wegtafel) nach rechts, wo nun der etwas ausgesetzte Nasensteig über die Rippen und Rinnen des Nordwestsporns (Nase) der Prijakte herum führt. Nachdem man dessen Westflanke passiert hat betritt man das Blockkar unterhalb der Mirschachscharte. Über teils sehr große Blöcke geht es zunehmend steiler zum Übergang hinauf (1:15). Hier den bez. Weg verlassen um links über den kompletten Südwestgrat zum Gipfel zu gelangen: Über Geröll und Graspolster geht es auf eine niedrige Gratkuppe (mit einer großen Steindaube, bereits von der Hütte sichtbar) und darauf an den Beginn der Gratfelsen. Nach einer ersten steilen Felspassage (I) weicht die meist undeutliche Steigspur auf die rechte, begrünte Schrofenflanke aus. Über sie immer nahe am steilen Grat empor bis zum Gipfelkreuz (1:15).
Übergang Hoher Prijakt: Im Schutt und über Blöcke der rechten Flanke (Steigspur) zur Schulter oberhalb der Prijaktscharte. Ziemlich steil nach links in die schmale Felsscharte (2999m) hinab und jenseits ebenso steil wieder empor (I+, komplett drahtseilgesichert). Darauf über den rasch verbreiternden und zurücklehnenden Grat zum höchsten Punkt (0:25).
Der Abstieg ist wieder rot markiert: Über die weite blockige Südostflanke (Steindauben) mäßig steil hinab bis in die Westliche Barreneckscharte (0:15). Links hinunter um über grobe Blöcke zur steilen Nordflanke zu gelangen. Dort steigt man durch eine Geröllrinne und eine hohe Blockschutthalde ab. Unten am Westufer des Barrenlesee steht man nach 0:25. Vom See nach links zu dessen Abfluss, der über eine hohe Felsstufe stürzt. Wenig weiter findet sich ein steiler Felsensteig der ins tiefer gelegene Kar Kleiner Barren führt. In diesem Trümmermeer passiert man ein kleines Seelein und stößt auf den Verbindungsweg Hochschoberhütte - Mirnitzscharte - Lienzer Hütte. Links über grobe Blöcke im Talgrund weiter, dann geht es hinaus ins Grünland und zurück zur nahen Hochschoberhütte (0:55).
Abstieg ins Tal zum P an der Brücke in 1:20.

  • Der höchste Gipfel der recht einsamen Schobergruppe ist das Petzeck. Der massige Hochschober ist als einziger der einsamen Gipfelversammlung jedoch mit einer eisbedeckten Nordwand geschmückt. Dies und seine sehr markante Form, durch zwei Schultern geprägt, mag erklären, warum er das begehrteste Gipfelziel im Umkreis ist.
  • Die Prijakte, ein Zwillingsgipfel, bilden nach Norden eine lange und 400-500m hohe, bedrohlich wirkende Felswand aus. Die Wand ist dabei von der markanten Scharte herab durch ein großes Couloir gegliedert. Auf der Südseite findet man weniger steile, teilweise begrünte Schrofenhänge.
  • Bei der Tour über die Prijakte erfährt man ungemein spannende Momente beim Durchqueren gleich mehrerer einsamer Hochkare, wie am Barrenlesee, der in einem sehr abgelegenen Bergwinkel in einem engen Kar liegt.
  • Die obersten 200hm am Hochschober waren nach leichtem nächtlichen Schneefall nur erschwert begehbar.
  • Der Forstweg ins Leibnitztal weist tiefe Ablaufrinnen auf, nicht für jeden PKW geeignet. Tatsächlich hat die Tour daher auf 1430m unterhalb der Fercheralm begonnen, was hin und zurück jeweils zusätzlich 1/2h ausmacht.

 

  • Wegstrecken (Hüttenanstieg 5.7 Kilometer, Überschreitung Hochschober 8.0 Kilometer, Überschreitung Prijakte 6.3 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

Hochschober (Mitte) und Kleinschober (rechts) aus Südosten vom Leibnitzkopf.

Hochschober aus SO

Die Prijakte aus Nordosten vom Leibnitzkopf. Links unter den Gipfeln ist das Kar um den Barrenlesee eingesenkt, vorne die Talmulde des Kleinen Barren.

Prijakte

 

   

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