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Tour 903 - Pointe de la Réchasse

Savoyen Vanoise Dent-Parrachée-Gruppe
Savoie Massif de la Vanoise Massif du Dent Parrachée

Hochtour Route Les Fontanettes - Les Barmettes - Col de la Vanoise - Glacier de la Réchasse - P 3044 - Glacier de la Roche Ferran - S-Rücken - oberster W-Grat Gesamtaufstiegshöhe (m) 1570 Tage 1 Verhältnisse hochsommerlich gut

Max
(m)
Min
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Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
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[3]
Eigenstän-
digkeit
[4]
3212 1644 1570 5:00 G2 157 2370 3
Kurz hinter Les Barmettes

Kurz hinter Les Barmettes.

Grande Casse

Vor der Westflanke der Grande Casse.

 

Am Col de la Vanoise

Am Col de la Vanoise:
Rechts erhebt sich der lange Gipfelkamm der Pointe de la Réchasse, links zieht die Südflanke der Grande Casse empor.
Blick in die Südwestflanke der Grande Casse.

Grande Casse

 

Refuge du Col de la Vanoise

Am Refuge du Col de la Vanoise.

 

Pointe de la Réchasse

Die Pointe de la Réchasse über dem Sattel.

 

Pointe de la Réchasse

Die Pointe de la Réchasse, darunter der Glacier de la Réchasse.

 

Am Gipfel

Die Hlg. Jungfrau, knapp am Gipfelrand. Nur Fotografen mit Flügeln vermögen sie vis à vis abzulichten. Links steht die Grande Motte, rechts die Pointe de la Sana, dazwischen ist das Vallon de la Leisse eingesenkt.

 

Col de la Vanoise

Der Col de la Vanoise mit seiner Umrahmung.

 

Grand Roc Noir

Der Grand Roc Noir (Mitte links), südöstlicher Nachbar, flankiert im Hintergrund von Pointe de Charbonnel (links) und Pointe de Ronce (rechts).

 

Glaciers de la Vanoise

Blick am Gipfel nach Südwesten gegen die vergletscherten Weiten der Glaciers de la Vanoise. Links vorne erkennt man den Sattel am Auslauf des Südrückens.

Anfahrt, aus Osten und Norden von Bourg-St.-Maurice, aus Westen von Albertville, durchs Tal der Isère (Tarentaise) nach Moûtiers. Von dort nach Südosten ins Val de Bozel (Teil der Trois Vallées). Großer P in Les Fontanettes kurz vor Pralognan (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

 

Überblick: Die Pointe de la Réchasse ist nordöstlicher Eckpfeiler der ausgedehnt vergletscherten Dômes de Vanoise und steht südlich über dem Col de la Vanoise, gegenüber der Grande Casse. Sie bildet eine 1 Kilometer lange, leicht gekrümmte Felsmauer, die im Westen mit Felsturm P 3044 beginnt, stetig ansteigt um im Osten bei 3212m zu gipfeln. Bis auf die Ostseite ist der Bergkamm von Gletscherflächen umgeben. Anstiegsmöglichkeiten finden sich etwa in der Mitte der Nordflanke unter einer kleinen Einschartung über eine Felsrinne, von Westen über P 3044 und aus dem Sattel unter dem Südrücken. Letztere ist im folgenden beschrieben. Alle drei Gipfelanstiege sind vom Col de la Vanoise über eine riesige Abdachung zugänglich, die aus ausgedehnten, von Gletschern geschliffenen, schutt- und geröllübersäten Felsbänken besteht.

Im einzelnen: Vom P nach Norden, hinauf zum Wanderweg GR 55. Der breite, sanft ansteigende Weg führt zunächst durch Wald, dann offenes Gelände, passiert den Abzweig zur Seilbahnstation am Mont Bochor (0:45) und wenig später die Hütte Les Barmettes ehe es auf historischem Pflasterweg an einem Wasserfall vorbei unter das Chalet des Gardes geht. Geradeaus weiter ist bald der flache Lac des Vaches erreicht, dann zieht der breite Weg am Fuße der großen Moräne entlang um rechts, südwärts, haltend auf den grünen, ausgedehnten Col de la Vanoise mit dem Refuge du Col de la Vanoise auf 2516m zu führen (2:00).
Nun nach Süden über die ausgedehnten, gletschergeschliffenen Plattenfluchten im Vorfeld der breiten Mauer der Pointe de la Réchasse hinauf: Zunächst an einem westwärts abzweigenden Weg vorbei und dann den deutlichen Pfadspuren folgend zwischen begrünten Schrofenkuppen hindurch an die untersten Felsbänke. Über sie den Steindauben nach links haltend höher. Nochmals folgen begrünte Schrofen, danach geht es nur noch über schuttbeladene, leicht abwärts geneigte Felsbänke. Eine sehr große und lange Plattenrampe leitet weit nach links in Richtung des Gipfels empor, ehe es rechts haltend über Abfolgen weiterer Plattenabsätze auf eine flache Anhöhe in Höhe des westlichen Auslaufs des ausgedehnten Gipfelkammes unter P 3044 geht (1:25). Nun auf den mäßig steilen Gletscher Glacier de la Réchasse um schon kurz darauf die untersten Felsen rechts unter P 3044 zu betreten. Rechts vorbei und zur Rückseite des Bergkammes. Dort in einer sanften Gletschermulde des Glacier de la Roche Ferran am Fuße der südseitigen Felswände gegen Osten. Nach 0:25 ist am Ende der Sattel am Auslauf des Südrückens erreicht. Über den behäbigen Schutt- und Geröllrücken hinauf zum Gipfelkamm. Auf ihm länger nach rechts über wechselnde Felsgesimse nahe des Grates weiter. Nach 0:25 ist am äußersten Ostende des langen Grates der höchste Punkt erreicht, den eine Statue der Hlg. Jungfrau ziert.
Abstieg zum Col de la Vanoise auf dem Anstiegswege (1:35). Von dort bietet sich nun der Abstieg durch das zweite, südlichere Tal an, das nach Les Fontanettes zieht. Nach Querung eines verlandeten Seebodens (Lac des Assiottes) geht es auf markiertem Bergpfad in Kehren lange über begrünte Schrofenhänge tiefer, dann nach einer flacheren Passage dicht rechts an einem wüsten Tobel entlang um schließlich in steilem Abstieg unter den Ausgang des linker Hand liegenden Arcelin-Kessels (1898m) zu führen. Über flachere Strauchhänge geht es wieder an den Bach und etwas tiefer über eine breite Brücke zum Wald hinüber, hinter dem sich der Parkplatz am Ausgangspunkt verbirgt (1:55).

  • Landschaftlich geradezu überwältigendes Tourengelände Besonders empfehlenswert. Auf der GR 55 zum Col de la Vanoise findet man links, unter den enorm steilen Felspyramiden von Pointes de la Glière und Aiguille de l’Epena einen Wasserfall, während rechts die mauergleichen Nordwände der Aiguille de la Vanoise den Himmel verfinstern. Darauf geht es auf einem Plattendamm durch einen verlandenden See bis sich mehr und mehr der Blick zum Berggiganten der Grande Casse mit einem ungeheuerlich steilen Gletscherkar öffnet. Solchermaßen überwältigt kann das Auge anschließend an der lieblichen, weiten Sattellandschaft des Col de la Vanoise, wohl dem Mittelpunkt der gesamten Vanoise, zur Ruhe kommen. Im Süden wird aber rasch die Neugierde auf die anschließende Passage durch die gewaltigen Felsbänke im Vorfeld des nun sichtbaren Gipfelziels geweckt. Nach der labyrinthischen Plattenpassage und einer halben Umrundung des Bergkammes über Gletschereis am Gipfel angekommen entdeckt man im Osten die abgeschiedenen Täler Vallon de la Leisse und Vallon de la Rocheure, dazwischen die Pointe de la Sana, im südlichen Halbkreis folgen Grand Roc Noir, die Nordabstürze des Dent Parrachée und die Gletscherkuppen der ausgedehnten Glaciers de la Vanoise, und unmittelbar gegenüber bietet sich abermals ein unvergesslicher Eindruck der Grande Casse.
  • Eine Erkundung (weitere 0:20) des Zustiegs zu P 3044 scheiterte. Vom Gletscher gelangt man über einen Schuttrücken wenig höher an nordseitige Felswände, wo ein Kamin auf den Gratfirst leiten soll, welcher aber unauffindbar blieb.
  • Wegen der unvergleichlich schönen Talszenerie mit der Grande Casse im Talschluss bietet sich zum Anstieg unbedingt die nördlicher ziehende GR 55 an und zum Abstieg erst das südlichere Tal zwischen Lac des Assiottes und dem Ausgang des Arcelin-Kessels.

 

  • Komplette Wegstrecke (Refuge du Col de la Vanoise 6.3 Kilometer, Gipfelanstieg 3.7 Kilometer, Gipfelabstieg bis Les Fontanettes 8.6 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

Am Rückweg zwischen Glacier de la Réchasse und Col de la Vanoise.

Felsbänke

Auch für diesen kleinen, müden Steinmann wurde es wohl ein langer Tag.

Steinmann

 

   

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