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Tour 820 - Pointe de la Sana, Rochers des Barmes de l'Ours

Savoyen Vanoise Grande-Casse-Gruppe
Savoie Massif de la Vanoise Massif de la Grande Casse

Hochtour Route Le Manchet - Riondet - Col des Barmes de l’Ours - Pointe de la Sana über S-Flanke auf und ab - Col des Barmes de l’Ours - Rochers des Barmes de l'Ours über W-Grat auf und ab Gesamtaufstiegshöhe (m) 1600 + 40 im Abstieg Tage 1 Verhältnisse sommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Pointe de la Sana 3436 1950 1530 4:30 G1 525 4300 2
Rochers des Barmes de l'Ours 3147 3077 70 0:40 G1 70 780 4
Gesamtansicht aus NO

Ansicht der gesamten Anstiegsroute aus Nordosten von der Pointe de la Bailletta: Links vorne das Tal oberhalb von Le Manchet, an der Horizontlinie links der Col des Barmes de l’Ours.
Im Hintergrund: links Grand Roc Noir, rechts Dent Parrachée.

 

Gipfelaussicht gegen NNO

Gipfelaussichten:
Im NNO mit Gran Paradiso (links), Pointe du Montet (Mitte) und den drei Gipfeln der Levanna (rechts),
im Süden über das quer streichende Vallon de la Rocheure hinweg gegen die Bergketten von Pointes du Châtelard (links) bis Grand Roc Noir (rechts).

Gipfelaussicht gegen Süden

 

Gipfelaussicht gegen Südwesten

Gipfelaussichten:
Im Südwesten mit den Gletscherdomen der Glaciers de la Vanoise, links daneben Dent Parrachée. Im Vordergrund erhebt sich der Westgrat der Pointe de la Sana.
Im Norden mit Mont Pourri (links) und Mont Blanc (rechts dahinter).

Mont Pourri und Mont Blanc

 

Massif des Ecrins

Auch das entferntere Massif des Ecrins ist schön einzusehen. Rechts im Mittelgrund wieder Dent Parrachée.

 

Pointe de la Sana aus Osten

Die Pointe de la Sana aus Osten von den Rochers des Barmes de l'Ours, darunter der Col des Barmes de l’Ours.

Anfahrt - aus Norden von Bourg-St.-Maurice durch das Tal der Isère, aus Süden vom Col de l’Iseran - nach Val d’Isère. Abzweig im Ortszentrum nach Süden in die Stichstraße durch den Tunnel und weiter zur aufgelassenen Alm Le Manchet. P kurz vor den Almhütten oder am nahen Straßenende (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Übersicht: Der Normalweg zum Gipfel führt über die ausgedehnte Südflanke (Firn, teils Gletscherreste). Aus Norden von Val d’Isère kommend erreicht man diese am Ansatz des Ostgrates im Col des Barmes de l’Ours. Dorthin gelangt man über die nördlich tiefer eingelagerten Glaciers des Barmes de l’Ours. Der kürzeste Zugang zu diesen Gletscherfeldern bietet sich über einen unmarkierten Wiesentrittpfad, der oberhalb vom Chalet du Riondet vom Weg zum Col de la Rocheure abzweigt.

Im Einzelnen: Vom P dem Wegweiser zum „Col de la Rocheure“ nach in den südostwärts ziehenden Talzweig. Zunächst geht es links des Baches eine Talstufe empor und dahinter mit 40 Metern Verlust über einen Bachsteg auf die rechte Talflanke (0:30). Dort folgt man einem flachen Fahrweg durch offenes Gelände, lässt den Abzweig in ein westwärts führendes Seitental rechts liegen (0:15) und erreicht nach einem Bachsteg die Alm Chalet du Riondet. Im nun südwärts ziehenden Tal in der rechten Flanke weiterhin eben hinein ehe es gegenüber von zwei Wasserfällen rechts in Kehren die Grasflanke empor geht. Oberhalb von 2400m ist auf einen rechts abzweigenden, unbez., aber im folgenden deutlich ausgetretenen Trittpfad zu achten. Diesem folgend in Kehren anfangs talauswärts höher bis es allmählich flacher und wieder taleinwärts rechts über einem grünen Seitentobel durch eine Engstelle zu einem Seelein geht. Nun befindet man sich im weiten, noch begrünten Gelände am Fuße ausgedehnter Moränenhänge. Links am Seelein vorbei um kurz darauf an einer Markierungsstange auf einen flachen, markierten Querweg zu stoßen (0:45). Nun diesem nach rechts folgen bis bald links ein flacher, unbez. Trittpfad in Richtung der gut sichtbaren Pointe de la Sana abzweigt. Man bleibt rechts über einem markanten Bachgrund ehe der Pfad zuletzt vor einem Schwemmlandbecken nach rechts, Nordwesten, schwenkt. Hier bei P 2643 (Karte IGN 1:25000) über einen Bachlauf und gegenüber am Fuße einer höheren Talflanke auf eine auffällig große Altmoräne. Auf ihrem sanft ansteigenden Scheitel zieht nun eine deutliche Steigspur in Richtung Col des Barmes de l’Ours hinauf. Zuletzt steil, einige Steindauben weisen die Richtung, an den Rand der Glaciers des Barmes de l’Ours hinauf (1:20), direkt vor den Nordostwänden der Pointe de la Sana gelegen. Über den zunächst flachen Gletscher links weiter um schließlich sanft ansteigend in den hintersten linken Gletscherwinkel rechts unter den Rochers des Barmes de l’Ours hinein. Wenig höher auf 3077m ist der Col des Barmes de l’Ours erreicht (0:30). Von dort geht es rechts geradewegs über die weite, leicht eingesenkte Südflanke (isolierte Gletscherfelder und Firn) zum Gipfel, wobei man sich um eventuelle Gletscherspalten zu meiden, so weit rechts und hoch hält wie möglich. Der höchste Punkt, schiefriges Felsgesims über steilen Nordabbrüchen, lediglich mit einem Vermessungsstein versehen, ist nach 1:10 gewonnen.
Abstieg: Zum Sattel in 0:25. Nun bietet sich ein Abstecher zu den östlich anschließenden Rochers des Barmes de l’Ours an, einer Kette von mehreren Felszinnen die nach Norden in steilen Felsfluchten zu den Glaciers des Barmes de l’Ours abbrechen, nach Süden in recht hohen, jedoch etwas weniger steilen Schuttflanken abfallen. Der höchste Gipfel, mit einer Steindaube versehen, ist gleich der nächste. Man erreicht ihn über die vorgelagerte Westschulter und den Westgrat, teils in die oberste Südflanke ausweichend (hin und zurück 0:25).
Restlicher Abstieg wie Aufstieg: Vom Sattel hinab zum Gletscherrand in 0:15, zum Seelein in 0:40, zum P, mit gut 40 Metern Gegenanstieg, in 1:30.

  • Landschaftlich sehr lohnend und abwechslungsreich. Man passiert Wasserfälle und kleine Seen, quert schließlich ausgedehnte Schwemmlandebenen und (spaltenarme) Gletscherflächen wobei sich immer wieder unerwartet gute Trittpfade und Steigspuren finden. Die weite, fast 400 Meter hohe Südflanke am Gipfel verlangt allerdings nach guten Schneebedingungen. Der Abstieg kann dann hier auch im Sommer zum Abfahrtsgenuss werden.
  • Die Gipfelaussicht ist ringsum besonders vielgestaltig: Im Norden fesseln ganz nah die höheren Grande Casse und Grande Motte, ganz in der Ferne steigen von Mont Blanc über Grandes Jorasses bis zu den Walliser Viertausendern allerhand Berühmtheiten auf. Im Osten glänzen die ebenfalls streng vergletscherten Hochgipfel um den Gran Paradiso, der Südhalbkreis beginnt im Osten mit den herrlichen Gletschergestalten Ùja Ciamarella, l’Albaron und Pointe de Charbonnel um fern im Westen mit den überaus markanten Bergindividuen im Massiv des Ecrins wie Mont Pelvoux, l'Ailefroide, Barre des Ecrins bis Grande Ruine gekrönt zu werden (die La Meije ist schon recht verdeckt). Als würde das nicht für eine ganz lange Gipfelrast reichen, kann man sich noch an den herrlichen Gletscherdomen der Glaciers de Vanoise und ihrem felsigen Ausrufezeichen des Dent Parrachée satt sehen.
  • Die Kette der Felszacken der Rochers des Barmes de l’Ours kann man nach Osten hin komplett überschreiten. Die Passagen in den steilen, obersten Schuttflanken sind allerdings keine Freude. Hat man die dem östlichsten Zacken folgende namenlose Kuppe P 3053 erreicht, kann man in beliebiger Route über sanfte Firn- und Schuttflanken nach Norden zum Seelein bei Les Pissets und weiter zum Chalet du Riondet absteigen.
  • Den zum Schluss lästigen Gegenanstieg an der Talstufe kurz vor Le Manchet kann man ggf. links auf dem Fahrweg umgehen um auf Höhe der Almhütten über einen tieferen Steg die Bachseite zu wechseln.

 

  • Einfache Wegstrecke (Col des Barmes de l’Ours 7.7 Kilometer, Pointe de la Sana 1.0 Kilometer, Rochers des Barmes de l'Ours 0.5 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

Im Nordwesten direkt banachbart stehen Grande Casse und Grande Motte.

Grande Casse und Grande Motte

Südwand der Grande Casse in der Vergrößerung.

Grande Casse

 

   

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