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Tour 496 - Hoher Tenn, Bauernbrachkopf
Imbachhorn, Rettenzink

Salzburg Hohe Tauern Glocknergruppe Wiesbachhornkamm

Bergtour Route Talstation Gletscherbahn Kaprun - Brandlscharte - Imbachhorn über S-Rücken auf und ab - Brandlscharte - Rettenzink über N-Grat (I) auf und ab - Brandlscharte - Gleiwitzer Hütte - Untere Jägerscharte - Obere Jägerscharte - Bauernbrachkopf - Hoher Tenn (Bergspitze) über Schneespitze und Kleiner Tenn (I+) auf und ab - Bauernbrachkopf - Stausee Mooserboden Gesamtaufstiegshöhe (m) 3020 + 110 im Abstieg Tage 2 Verhältnisse sommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Imbachhorn 2470 911 1560 3:50 BW1 99 1000 4
Rettenzink 2510 2371 140 0:35 BW2 132 1390 4
Gleiwitzer Hütte DAV 2174 2150 30 0:50 BW1 - - -
Bauernbrachkopf 3125 2174 960 2:35 G2 79 950 4
Hoher Tenn (Bergspitze) 3368 3046 330 1:10 G2 337 2550 3
Hoher Tenn (Schneespitze) 3317 3293 30 0:15 G1 24 500 6
Rettenzink

Der Rettenzink aus Nordosten. Der Anstieg verläuft entlang der rechten Grates.

 

Imbachhorn

Das Imbachhorn aus Süden.

 

Gleiwitzer Hütte

Die Gleiwitzer Hütte.

 

Schneespitze

Blick vom Bauernbrachkopf in die Nordwand der Schneespitze (links).

 

Kleiner Tenn

Kleiner Tenn.

 

Bauernbrachkopf

Rückblick nahe der Schneespitze gegen Kleiner Tenn (links unten) und Bauernbrachkopf (Mitte).

 

Bergspitze

Nahe der Schneespitze: Bergspitze und Stausee Mooserboden.

 

Bauernbrachkopf

An der Bergspitze angekommen:
Rückschau gegen Kleiner Tenn (im Vordergrund) und Bauernbrachkopf (Mitte links),
Blick gegen die Schneespitze.

Schneespitze

 

Großes Wiesbachhorn mit Nordwand und komplettem Kaindlgrat.

Großes Wiesbachhorn

 

Großes Wiesbachhorn

Am Hocheiser: Hoher Tenn, Kleines Wiesbachhorn, Großes Wiesbachhorn, Bratschenköpfe, Klockerin, darunter der Stausee Mooserboden.

 


Hoher Tenn

Schneespitze (links) und Bergspitze (rechts) aus WNW vom Kitzsteinhorn. Den markanten Gratabsatz Kleiner Tenn findet man links unter der Schneespitze als Schattenriss.

 

Hoher Tenn aus WNW

Bauernbrachkopf (links), Schneespitze (Mitte) und Bergspitze (rechts) aus WNW.

Anfahrt aus Westen über Mittersill (hierher von Kitzbühel oder vom Gerlospaß), aus Norden über Saalfelden und Zell am See, aus Osten über St. Johann i.Pg. nach Kaprun. Von dort nach Süden ins Kapruner Tal zum großen P an der Gletscherbahn Kaprun / Kitzsteinhorn (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Vom P nach Osten Richtung Brandlscharte. Der bez. Pfad ("Gleiwitzer Hütte") führt durch dichten Wald bis nahe an einen Bach. Links bleibend weiter talaufwärts, teils über Lichtungen, für einen Abschnitt auf der anderen Talseite, bis es schließlich vom Bach fort und links hoch auf die Graskuppe des Roßkopf geht. Nun auf sehr schmaler Trittspur über die oberste rechte Flanke (40-50o steil abfallend) eines langen Grasrückens hinauf zur Scharte (3:30).
Von dort zum nahen Imbachhorn geht es nach links über die grüne Ostflanke, um einen Aufwurf herum und darauf über den begrünten Südwestrücken zum höchsten Punkt mit Gipfelkreuz (hin und zurück 0:35).
Rechts über der Scharte steigt der Rettenzink auf. Ihn erreicht man auf einem gesicherten Steig über den Nordgrat. Der erste Felskopf wird rechts umgangen, dahinter geht es links über plattige Schrofen (I) zum höchsten Punkt mit Kreuz und Buch (hin und zurück 0:35).
Zurück an der Scharte geht man nach Osten hinab um in etlichen Kehren über steile Grashänge zur Gleiwitzer Hütte zu gelangen (0:35).

2. Tag
Von der Hütte führt ein bez. Bergpfad über Grashänge nach Süden ins Ochsenkar. Dort ist eine Folge glatter Felsbänke (Sicherungen) zu übersteigen. Bald darauf geht es durch eine plattige Verschneidung in die Untere Jägerscharte empor (0:55). Oben lange auf dem plattigen und recht steilen Grat weiter bis es nach links in die steile Grasflanke geht (durchgängig fixseilgesichert). Kurz darauf ist die Obere Jägerscharte erreicht (0:45). Nun nach links über den runden Felsrücken (I) zum Kempsenkopf (Wegegabel mit Abstieg zum Stausee Mooserboden, 0:40). Der Grat verläuft nun bis zur Schneespitze des Tenn nach Südosten. Bereits nach 0:15 ist der Bauernbrachkopf (Gipfelbuch), eine lange runde Kammerhebung erreicht.
Dahinter geht es über die rechte Flanke zum Sattel P 3046 hinab und über den folgenden breiten Felsrücken zum hohen Gratabsatz P 3158 (Kleiner Tenn). Hier muss man direkt über die Stirnseite hinauf (I+, teils überhängend, durchgängig Fixseil, einige Klammern und Stifte). Darüber über weitere Felszacken zum Beginn des breiten NW-Gipfelgrates der Schneespitze. Über mittelsteilen Schutt geradewegs hinauf. Der höchste Punkt der Schneespitze muss nicht betreten werden, man kann hoch in der rechten Karflanke über dem Gletscher auf einer deutlichen Steigspur zur sanften Einsattelung P 3293 im Verbindungsgrat queren. Darauf über den felsigen und zunehmend steileren Verbindungsgrat (I+) zum höchsten Punkt, der Bergspitze. Die zwei auffälligen Gratzacken werden umgangen (der erste rechts, der zweite links). Das kleine Behelfskreuz auf dem Felsgipfel ist nach 1:10 erreicht. Wenig weiter über den ebenen Gipfelgrat (I) und man steht am südlichen Ende mit noch wesentlich beeindruckenderem Ausblick.
Auf dem Rückweg lohnt ein Umweg mit kurzem Anstieg über die Schneespitze (3317m), eine breite Schuttkuppe mit Kreuz und Buch (0:15). Abstieg wieder über Kleiner Tenn und Gegenanstieg auf den Bauernbrachkopf, kurz darauf ist die Wegegabel am Kempsenkopf erreicht (1:00). Jetzt nach links, Westen, zum Stausee Mooserboden hinunter. Zuoberst geht es entlang einer feinen Verwerfungslinie, die diagonal über die ganze riesige mittelsteile Bratschenflanke hinab leitet und so einen Naturweg vorgibt. Weit unten, vor einem breiten Tobel geht es rechts über einen breiten Grasrücken hinab den man nach etlichen Kehren links verlässt um auf den langen, flacher verlaufenden Pfad zum Stausee zu gelangen. Der Busparkplatz am anderen Ufer, 2040m, ist in 2:30 erreicht.

  • Nach hunderten begangener Hochgebirgstouren lässt sich sagen: Eine der abwechslungsreichsten, landschaftlich und gehtechnisch schönsten Touren im gesamten Alpenraum Besonders empfehlenswert und auch kein Zufall, dass man diese hier im findet.
  • Die Umrahmung der Tenn-Bergspitze ist fotografisch äußerst ergiebig. Dies gilt für die nahe Wiesbachhorn-Nordwand, rechts anschließend die Gletscherweiten von Pasterzenboden und Karlingerkees mit Johannisberg und Hohe Riffl, dazu kommen Hocheiser und Kitzsteinhorn. Darunter der Stausee Mooserboden mit den beiden über 100m hohen Staumauern.
  • Der Gipfelkamm am Tenn bildet eine Kammeinsattelung, von Bergspitze (3368m) und Schneespitze (3317m) überragt. Letztere ist bei lediglich 24m Prominenz zwar kein Gipfel mehr, steht aber über einer gewaltigen, 600-700m hohen Felswand.
  • Über längere Strecken gleicht der Anstieg zum Tenn einem Klettersteig. Am P 3158 (Kleiner Tenn), einem senkrechten Abbruch im Nordwestgrat der Schneespitze, ist dabei eine überhängende Stelle zu überwinden.
  • Der Bauernbrachkopf (Schartenhöhe 79m) wird zwei Mal überschritten.
  • Der Abstieg nach Westen zum Stausee über die völlig ungebrochene Bratschenflanke (Bratschen sind leicht verwitternde Kalkglimmerschiefer) ist reizvoll wegen ihrer gewaltigen Dimensionen. Die bratschigen Flanken wirken aus der Ferne wie mit grau-brauner Elefantenhaut überzogen. Die Route Roßkopf - Brandlscharte erhält ihren Reiz in der langen Querung hoch auf dem äußerst steil abfallenden Grasrücken (diesen durchaus exponierten Abschnitt sollte man keinesfalls bei Dunkelheit oder Nässe begehen).
  • Fast alle Routenabschnitte führen über Grashänge oder bratschigen Fels, beides allgemein gut zu gehen (was nicht bei Nässe gilt). Kein Vergleich zu einer Tour wie Nr. 495, Hochkönig, oder Nr. 504, Selbhorn, typische Knochenschinder der Salzburger Kalkalpen.
  • Zur Gleiwitzer Hütte gelangt man auch aus Osten, von Fusch a. d. Großglocknerstr.
  • Die Eigenständigkeit von lediglich 3 für den Tenn resultiert i.W. aus der geringen Entfernung von 2550m zum nächst höheren Nachbarn Großes Wiesbachhorn (3564m).
  • Busverkehr Kesselfall-Alpenhaus - Stausee Mooserboden in zwei Sektionen (unterbrochen durch den technisch interessanten Lärchwand-Schrägaufzug): 1. Bergfahrt 7:40, letzte Talfahrt 16:30 (Juli und August 17:00).
  • Über den Gipfeln kann man möglicherweise den seltenen Gänsegeier beobachten.
  • Tour alleine begangen.

S. a. Panoramaansicht aus Nordosten.

 

  • Gesamte Wegstrecke (1. Tag 10.9 Kilometer, 2. Tag 14.7 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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