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Tour 1144 - Montasch / Jôf di Montasio

Friaul / Friuli Julische Alpen / Alpi Giulie Montasch-Gruppe

Bergtour Route Casera Pecol - Forca dei Disteis - Scala Pipan - O-Grat Gesamtaufstiegshöhe (m) 1260 (1000) Tage 1 Verhältnisse frühsommerlich, Gipfel in Wolken

Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
[4]
2753
(2500 abgebr.)
1502 1260
(1000)
4:20
(3:30)
G4
(G2)
1597 31700 1

Riofreddo mit Jôf Fuart

Anfahrt durch Riofreddo mit Blick auf die Montasch-Gruppe mit dem Jôf Fuart.

 

Montasch

Der Montasch vom Ausgangspunkt aus.

 

Unter dem Ostgrat

Rinne unter dem Ostgrat.

 

Forca Verde

Firnfelder unter der Forca Verde (Mitte).

 

Unter der Scala Pipan

Der Klettersteig mit der Scala Pipan unter der Forca Verde (darunter ein Felsenfenster).

 

Forca dei Disteis

Blick beim Abstieg zur Forca dei Disteis (Bildmitte).

 

Kanin

Der Bergkamm des Kanin von der Forca dei Disteis.

 

Anfahrt aus Norden von Kärnten auf der Autobahn A 2 (in Italien anschließend A 23) über Arnoldstein nach Tarvisio und weiter über die SS 54 zum Pass Sella Nevea auf 1190m. Von dort auf schmalem Stichsträßchen zum großen P auf 1502m vor der Pecol-Alm / Casera Pecol (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P bis zur Scharte der Forca dei Disteis, links am Fuß der Gipfelfelswände, geht es durch die sanft ansteigenden Matten des Altipiano del Montasio: Zunächst hält man sich an den Fahrweg rechts hinauf zum Rifugio Giacomo di Brazzà. Die Hütte, bei einer kleinen Kuppe auf 1660m gelegen, ist nach 0:25 erreicht. Kurz weiter auf dem Pfad Richtung "Cima di Terra Rossa" und dann nach links auf den lange sanft gegen Nordwesten ansteigenden Wiesentrittpfad zur Forca dei Disteis. Zuletzt wird es steiler, die etwas höher, hart am Rand einer tiefen Schlucht vor dem massigen Südsporn liegende Scharte braucht man nicht ganz anzusteigen. Einen etwas tiefer auf ungefähr 2170m liegenden Wegabzweig hat man nach 1:20 erreicht. Nun flacher nach rechts über einen Schuttfächer (ggf. Firn) zu den ersten Felsen und damit dem Fuß der gestuften Südwand unter dem Ostgrat. Hier zieht der Steig entlang einer nach rechts allmählich ansteigenden Rinnenfolge höher: Zunächst über ausgeprägte Schrofenabsätze rechts der Rinne (I, teils Fixseile), dann öfter in der Rinne, zu einem fingerförmigen Felstürmchen auf etwa 2370m hinauf (0:45). Links vorbei und über steiles Geröll und eine breite Schrofenrippe zu einer Weggabel empor. Hier links durch ein Kar Richtung "Scala Pipan" über ein größeres Schuttfeld (ggf. Firn) höher (rechts ginge es zum "Sentiero attr.to Leva"). Wieder unter Felsen angekommen findet man etwas rechts oberhalb auf etwa 2500m den Einstieg in die Steiganlage der Scala Pipan, einer etwa 70 Meter hohen Leiter (1:00, rechts zweigt ein alternativer Weg zur Forca Verde über begrünte Steilschrofen ab). Abbruch, da zwischen Einstieg und Firnfeld eine tiefe Lücke klafft und der Einstieg in die mehrere Meter hohe unterste Wand (Klammern, Fixseile) sich unter frühsommerlichen Verhältnissen heikel zeigt.
Der folgende Anstieg würde über die Einstiegswand (B bis B/C) äußerst steil auf einen Absatz leiten. Kurz leichter (A) bis zur eigentlichen Leiter. Nun etwa 70 Meter über die schwankende, vom Fels abgesetzte Leiter (B/C), teils leicht überhängend, bis zum Ausstieg und gesichert (A) zur Gratschneide an der Forca Verde auf 2587m (0:20). Links über Schuttbänder (Stellen I) steil zum Vorgipfel (etwa 2700m) und am Grat bleibend zum letzten Aufschwung (I-II?). Kreuz und Glocke am Gipfel wären nach 0:30 gewonnen.
Abstieg auf dem Anstiegswege: Vom unteren Ende der Steiganlage zurück in die Forca dei Disteis in 1:10, über die Hütte zum P in 1:20 P.

  • Nach dem in Slowenien gelegenen Triglav höchster Gipfel der Julischen Alpen.
  • An der Weggabel bei der Forca dei Disteis zweigt links der Findenegg-Steig zum Bivacco Suringar ab. Der ungesicherte Findenegg-Steig führt durch die steile Westschlucht (I-II) auf den Gipfel.
  • Alternativ zur Scala Pipan kann man einen östlicher ziehenden, jedoch kaum vorteilhafteren Pfad wählen: Rechts vom Einstieg der Scala Pipan sehr steil über begrünte Schrofen empor, dann folgt eine etwa zehn Meter lange, ungesicherte Querung und ein 1 Meter hoher, äußerst ausgesetzter Felsabsatz. Darüber bleibt noch ein luftiger Gratabschnitt in die Forca Verde zu passieren.
  • Im Hochsommer, während der Ferienzeit in Italien, dürfte die Besucherfrequenz an diesem Berg deutlich ansteigen, was insbesondere die Steinschlaggefahr an der Steiganlage der Scala Pipan enorm erhöht. Dann sind zwar auch deutlich weniger abschüssige Firnfelder zu passieren, dafür dürfte die Hitze in der südseitigen Route erheblich ansteigen. Das weitgehend schuttübersäte Kalkgelände erweist sich ohnehin als ungeheurer Knochenschinder.
  • Die deutsche Schreibweise lautet heute Montasch (früher Bramberg), die friaulische Jôf di Montasio. Auf Italienisch lautet der Name Montaggio.
  • Eine Begegnung auf wenige Meter mit neugierigen Steinböcken ist am Montasch durchaus nichts ungewöhnliches.

 

  • Anstiegsweg (4.9 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

Der Kanin im Detail.

Kanin

Steinbock am Wegesrand.

Steinbock

                               

 

   

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