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Tour 1014 - Triglav

Slowenien / Slovenija Julische Alpen / Julijske Alpe Triglav-Gruppe

Bergtour Route  Aljažev dom - Tominšek-Weg (I - II-) - Triglav über Triglavski dom und O-Grat (I+) auf und ab - Prag-Weg - Aljažev dom Gesamtaufstiegshöhe (m) 1890 + 20 im Abstieg Tage 1 Verhältnisse hochsommerlich

Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
[4]
2864 1015 1890 5:40 G3 2052 72500 0

Aljažev dom

Aljažev dom.

Triglav-Nordwand

Die Triglav-Nordwand.

 

Luknja

Der Talschluss des Vrata-Tals mit dem Passeinschnitt an der Luknja.

 

Unter der Karschwelle

Unter der Karschwelle zwischen Begunjski vrh (links) und einem Triglav-Vorbau (rechts).

 

Unter der Karschwelle

Weiter rechts ragt über steilen Firnfeldern der Gipfel auf.

 

Triglavski dom

Am Triglavski dom.

 

Triglav-Ostgrat

Rechts neben der Hütte setzt der hoch aufsteigende Ostgrat an, über dessen Felsschneide es direkt zum Gipfel (rechts) geht.

 

Am Triglav-Ostgrat

Am höchsten Sattel vor dem obersten Gipfelaufschwung.

 

Aljažev stolp

Die eigentümliche Unterstandshütte Aljažev stolp am Gipfel.

 

Triglav, Gipfelkamm

Am geräumigen Gipfelkamm.

 

Vrata-Tal

Gipfelaussicht im Norden über das Vrata-Tal, links vom beschatteten Stenar (2501m), rechts von Cmir (2393m), Begunjski vrh (2461m) und dem Gipfelpaar Spodnja- (2299m) und Visoka Vrbanova špica (2408m) eingerahmt. Im Hintergrund steht in den Karawanken über der Ortschaft Mojstrana der Mittagskogel (2143m).

 

Rjavina

Die flacheren Karren- und Schrattenfelder im Nordosten unter dem Gipfel. Gegenüber ragt die Felspyramide Rjavina (2532m, links darunter findet man die Hütte Dom Valentina Staniča) auf.

 

Anfahrt über die Verbindungsstraße zwischen Kranjska Gora und Jesenice nach Mojstrana. Von dort auf zehn Kilometer langer Forststraße (zum Schluss geschottert) nach Süden durchs Vrata-Tal. Großer P (gebührenpflichtig) am Straßenende auf 1015 Meter nahe der Hütte Aljažev dom (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P auf Fahrweg durch Laubwald geradeaus weiter ins große Trogtal bis zum Denkmal der Partisanenkämpfer des I. Weltkrieges. Hier links (dem Tominšek-Weg folgend) ab und durch sehr dichten Laubwald auf steilem Wurzelpfad an die hohen, wild zerrissenen Nordostabstürze heran. Angenehm über längere Folgen von hölzernen Trittstufen höher sind dann die ersten Felsschrofen erreicht. Hier in gutem Fels zwischen letzten Waldbäumen stetig steil höher um dann über eine steile Felsrippe in ein kleines Jöchlein zu gelangen (2:05), wo man die letzten Bäume hinter sich lässt. Nun beginnt ein Klettersteig (B, I - II-), der einen zunächst um eine Felswand leitet und darauf über gut gestufte Felsabsätze höher zieht. Später geht es mit etwas Höhenverlust durch eine schattige Steilrinne (ggf. Firn) und darauf über flachere Bänder auf einen kleinen begrünten Sporn wo der Blick in das Kar unter dem weiten Hochplateau frei wird. Dicht am Rande der linken Wände unter dem Gipfel des Begunjski vrh weiter bis man bald auf den von rechts heraufziehenden alternativen Anstiegsweg (Wegtafel) stößt. In steilem Schutt und Geröll durchs Kar auf die gewaltige Karschwelle empor, wo man den Weg zur Hütte Dom Valentina Staniča passiert (1:25). Rechts haltend höher durch das weite Karren- und Schrattenfeld (im Frühsommer noch ausgedehntere Firnfelder), das rechts vom noch um 600 Meter höheren Gipfel überragt wird. Hier stets schräg rechts haltend über grob gestufte Felsbänke höher erreicht man schließlich den Fuß des Höhenrückens der Kredarica unter dem man rechts weiter in den Sattel vor dem gewaltigen Gipfelaufbau gelangt. Links über dem Sattel ist schließlich die Hütte Triglavski dom erreicht (0:55).
Von der Hütte geht es durch den sanften, knapp 20 Meter tieferen Sattel hinab um gegenüber den hohen Nordostsporn des Ostgrates (I+) anzusteigen. Der unmittelbar steil ansetzende Steig (Klammern) weicht weiter oben in die linke Steilflanke des Sporns aus (Stifte), wo er über teils künstlich ausgeschlagene Felsstufen in einer ansteigenden Verschneidung höher zieht um schließlich rechts hinauf auf den First zurückzukehren. Etwas höher stößt man auf den von links, Süden, von der Hütte Dom Planika heraufziehenden Steig und es geht rechts haltend flacher über die markante östliche Bergschulter, den Kleinen Triglav (P 2725). Nachdem man wie auf einer schmalen Mauerkrone (Fixseil) in einen etwa 20 Meter eingesenkten Felssattel abgestiegen ist, bleibt noch der hohe, wieder steil emporsteigende Gipfelaufbau zu erklimmen. Plattigere Abschnitte zu Beginn sind mit Fixseilen gesichert, darauf schnürt sich der zunehmend steilere, aber stets gut gestufte und feste Grat schmal zusammen. Erst zuletzt lehnt sich der Grat zurück um in der flach geneigten Gipfelkuppe zu enden. Die winzige, tonnengleiche Schutzhütte Aljažev stolp am höchsten Punkt ist nach 1:15 gewonnen.
Abstieg zunächst auf dem Anstiegswege: In den Sattel vor der Hütte Triglavski dom ist man nach 1:10 zurückgekehrt. Von hier kann sich bei ausreichender Schneelage eine Abfahrt auf dem Restgletscher des Triglavski ledenik und durch die sanft geneigten Karrenfelder des Gipfelplateaus bis zur Karschwelle anbieten. Der Verzweig zum Dom Valentina Staniča ist nach 0:50 erreicht, hinab ins Schuttkar zur folgenden Weggabel dauert es 0:15.
Wenn man nun nicht erneut den Tominšek-Weg gehen möchte, bietet sich hier ein südlicher verlaufender, etwas leichterer, markierter Pfad, der Prag-Weg, durch die Schrofenhänge des Prag an: Zunächst geht es auf deutlichem Schuttsteig steil hinab um dann nahe der linken Karwand eine höhere Felswand (Stifte) abzuklettern. Darunter, teils zwischen Gebüsch, auf steilem Schutt- und Geröllsteig mehr rechts haltend tiefer bis später auch hier ein senkrechter Felsabbruch (Fixseil, Stifte) zu überwinden bleibt. Darunter geht es weiterhin mühsamst über teils mit Buschwerk bestandene Schrofenabsätze weit links haltend in die Tiefe bis man zuletzt nahe am hintersten Talschluss unter der zerrissenen, über Tausend Meter hohen Nordwand des Triglav die Talsohle erreicht hat (1:55). Im offenen Talgrund, später durch Laubwald, hinaus zum P in 0:50.

  • Höchster Berg von Slowenien und des ehemaligen Jugoslawien. Fällt mit riesiger, wild zerrissener 3000 Meter breiter und 1000 Meter hoher Wand (noch überragt vom abgesetzten, bald 400 Meter höheren Gipfel) nach Norden ins Vrata-Tal ab. Den Namen kann man mit Dreikopf übersetzen.
  • Die Tour wird gewöhnlich in zwei Tagen mit Übernachtung auf einer der umliegenden Hütten durchgeführt.
  • Vom südlicher verlaufenden, hier beschriebenen Abstiegsweg entlang des Prag-Weges ins oberste Vrata-Tal ist abzuraten. Dieser stürzt sich, unsäglich Knochen schindend, auf ausnahmslos enorm steilem Geröllsteig über tausend Meter von der Karschwelle in den Talgrund in die Tiefe, ggf. in der prallen Abendsonne. Im Vergleich zum nördlicher verlaufenden Klettersteig entlang des Tominšek-Weges findet man zwar weniger der technischen Schwierigkeiten, die aber nicht leichter sind. Dem gegenüber zeigt sich zu Beginn des hier angestiegenen Klettersteigs der Pfad als bestens gangbare Riesentreppe über weichen und sehr schattigen Waldboden, während der eigentliche Klettersteig auf guten Bändern oder kompakten, gut gestuften Felsaufschwüngen bleibt.
  • Mit slowenisch "prag"  wird eine Felsschwelle oder ein Steinwandl angesprochen.
  • Sehr beliebtes Tourenrevier, in der Frequentierung den Anstiegen zum Großglockner vergleichbar. Für Einheimische ist es geradezu eine Selbstverpflichtung, einmal im Leben den Triglav erklommen zu haben.
  • Ein Helm ist auf dieser Route nicht gerade eine Pflicht, aber empfehlenswert. Für nur gelegentliche Berggänger ist ein Klettersteigset allerdings sehr ratsam.
  • Gesamte Wegstrecke (Anstieg 6.5 Kilometer, Abstieg 8.8 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

Abstieg über den Ostgrat. Links in der Tiefe erkennt man das Triglavski dom.

Am Triglav-Ostgrat

Rückkehr an das Denkmal der Partisanenkämpfer des I. Weltkrieges, einem übermannshohen Mauerhaken mit Karabiner, dahinter die Kulisse der Triglav-Nordwand.

Denkmal der Partisanenkämpfer

    

 

   

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