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Tour 878 - Wüstegarten

Hessen Kellerwald

Wandertour Route Haddenberg - Exhelmerstein - Wüstegarten über SW-Rücken auf und NW-Flanke ab Gesamtaufstiegshöhe (m) 230 Tage 1 Verhältnisse frühjahrshaft

Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
675 450 230 1:00 BW1 315 36000 2
Exhelmerstein

Der Exhelmerstein südwestlich des Wüstegarten.

 

Am Exhelmerstein

Ausblick vom Felsen nach Nordwesten gegen den Nachbarn Hohes Lohr.

 

Kellerwaldturm

Der Kellerwaldturm am Gipfel.

 

Blick Richtung Hohes Lohr

Blick Richtung Hohes Lohr.

 

Jeust

Am Gipfel des Jeust.

 

Sendeturm Hohes Lohr

Der Sendeturm am Hohen Lohr.

Anfahrt über die Bundesstraße 3, aus Norden von Kassel über Jesberg, aus Süden von Marburg über Gilserberg kommend, und jew. Nebenstrecke nach Dodenhausen. Großer P an der Landesstraße 3296 neben einer Straßenkuppe kurz vor Haddenberg (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P zum Gipfel geht es durchgängig dem Kellerwaldsteig mit der Wegmarkierung "K" entlang: Zunächst auf befestigtem Fahrweg ostwärts über hügelige Felder an den Waldrand. Im Wald kurz links weiter um dann einem Forstweg nach rechts, Südosten, zu folgen. An einer Unterstandshütte (Wegkreuzung) geradeaus vorbei sanft ansteigend zwischen hochstämmigen Buchenbeständen höher. Bald nähert sich der Fahrweg dem steileren, breit gelagerten Gipfelhang und einer imposanten Felsrippe, dem Exhelmerstein, wo man die nächste Wegkehre abkürzen kann. Oberhalb des Felsens (0:45, s. oberstes Bild) links weiter bis der Wanderweg bald als schmaler Wurzelsteig durch dichteren Fichtenwald und an den Felsen der Mausefalle vorbei auf die Kammhöhe zieht. Am Gipfel, gekrönt mit einem hölzernen Aussichtsturm, den 28 Meter hohen Kellerwaldturm, steht man nach 0:15.
Abstieg: Auf der Kammhöhe den Wurzelsteig zwischen Nadelbäumen nach Nordosten weiter zur nächsten Wegtafel. Dort verlässt man den mit "K" markierten Weg um links den Weg Nr. 1 / 3 durch Buchenwald hinab zu wandern. An der vierten Kehre jedoch geradeaus weiter um einem unmarkierten Fahrweg nach Südwesten bis an die beim Anstieg passierte Unterstandshütte zu folgen. Nach 0:50 ist man am P zurückgekehrt.

  • Der außerhalb Nordhessens wenig bekannte Wüstegarten, ein langer und kaum gegliederter, von Südwesten gegen Nordosten streichender Höhenzug im südlichen Kellerwald ist dessen höchste Erhebung. Zwischen Rothaargebirge im Nordwesten, Hoher Meißner im Nordosten und Rhön im Südosten steigt kein Berg höher. Mit einer Eigenständigkeit von 2.1 zählt er zu den bedeutenden Erhebungen in den deutschen Mittelgebirgen.
  • Die Wälder ringsum sind von prächtigen, teils alten Buchenbeständen geprägt. Das gesamte Waldgebiet soll Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Buchenwälder werden.
  • Besonders überraschend zeigt sich der Anstieg auf dem Kellerwaldsteig am Exhelmerstein vorbei zum Gipfel. Dieser Felskopf fällt nordseitig über 15 Meter senkrecht ab und ist mit einem kleinen Gipfelkreuz geschmückt.
  • Auf dem Kamm des „Kellers“, wie der Wüstegarten im Volksmund genannt wird, findet man mehrere kleine Felsformationen aus Kellerwaldquarzit. Einer der wichtigsten unter diesen Felsen ist neben dem erwähnten Exhelmerstein die Mausefalle.
  • Am Gipfelkamm finden sich auch Überreste von keltischen Ringwallanlagen.
  • In der Nordhälfte des Kellerwaldes liegt der Nationalpark Kellerwald-Edersee.
  • Gesamte Wegstrecke (8.0 Kilometer) zum Download als OVL-Datei und als GPX-Datei.

 

Weitere eigenständige Berge (Eigenständigkeit 3) im Kellerwald sind:

Name Max
(m)
Prominenz
(m)
[2]
Dominanz
(m)
[3]
Hohes Lohr 657 202 4420
Große Aschkoppe 640 150 4800
Traddelkopf 626 151 7700
Auenberg 611 151 3290
Dicker Kopf 604 166 3530
Jeust 585 184 3040

Große Aschkoppe und Auenberg: Beide liegen 6 Kilometer nordwestlich des Wüstegarten und lassen sich daher gut am selben Tag mit diesem ersteigen. Die Große Aschkoppe erreicht man z.B. vom Wanderparkplatz 700m nördlich von Armsfeld. Von dort über den Weg Nr. 1 / 2, den reizvollen "Armsfelder Wacholderpfad" westwärts am Waldrand entlang bis zu einem breiten Fahrweg. Diesen westwärts nach durch alten, großzügigen Buchenwald zum "Diemel-Eder-Weg" (0:35). Auf diesem nach rechts, Norden, flach um die Talmulde des Heerbach herum bis an der Nordflanke der Aschkoppe der markierte Pfad den Fahrweg verlässt. Wenig weiter und dann links über die Nordflanke zum höchsten Punkt mit TP, mitten in Buchenwald gelegen (0:35, 240 Höhenmeter).
Abstieg: Über Forstschneise nach Süden in den nächsten Sattel um dort weglos nach Osten, links, auf den Diemel-Eder-Weg zurückzukehren. Am P ist man nach 0:45 zurück.
Nun gegenüber eine Weide zum nahen Urff-Bach hinab und am anderen Bachufer an den nahen Waldrand weiter. Dort auf dem Weg "K" in ein nördlich abzweigendes Seitentälchen und über einen Waldsattel und den Nordwestrücken zum höchsten Punkt des Auenberg (TP, 0:55, 230 Höhenmeter). Abstieg über die Westflanke (alter Buchenwald) und durchs Tälchen der Urff zurück zum P in (0:35). Die Tour berührt reizvolle Waldränder und länger großartige, teils über hundert Jahre alte Buchenbestände.

 

Hohes Lohr und Jeust sind dem Wüstegarten unmittelbar westlich benachbart. Einen günstigen Startpunkt bietet der Verbindungssattel P 401 an der Landesstraße 3296 zwischen Dodenhausen und Gemünden (Wohra).
Vom P zum Hohen Lohr NNW-wärts durch ein Tälchen an die Südflanke und über den Westrücken zum höchsten Punkt, der mit einem umzäunten Funkturm bebaut ist (0:55, 260 Höhenmeter). Zurück zum P in 0:45.
Gegenüber zum Jeust geht es über einen Forstweg südostwärts hinein um nach einer markanten Kehre unter die Nordflanke zu leiten. Hier über Forstschneisen im Zickzack, zuletzt aus Osten, zum höchsten Punkt mit großer Unterstandshütte und Rastbänken (0:40, 190 Höhenmeter). Zurück zum P in 0:35. Diese Tour führt allerdings durch weitgehend reizlosen Forst, teils Buchen- , teils Fichten- oder Lärchenbestände.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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