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Tour 771 - Cima dell'Uomo

Trentino Dolomiten Marmoladagruppe
Trentino Dolomiti Gruppo della Marmolada

Bergtour Route Passo di San Pellegrino - S-Flanke (I, Stelle II) - obere SO-Flanke (II) Gesamtaufstiegshöhe (m) 990 (780) Tage 1 Verhältnisse spätsommerlich gut

Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
3010
(2800 abgebr.)
2020 990
(780)
3:30
(3:00)
G3
(G2)
327 2820 3
Südwestflanke

Südwestflanke.

Blick über den Passo di San Pelegrino nach Süden gegen die Palagruppe (ganz rechts außen der Cimon della Pala, nach links schließen sich unmittelbar Cima della Vezzana und Cima dei Bureloni an).

Palagruppe

 

Gesamtansicht aus Nordosten

Gesamtansicht aus Nordosten vom Gipfel der Cima Ombretola. Unter dem Gipfel, links der Bildmitte, ist der Passo delle Cirelle, 2683m, eingesenkt.

Anfahrt aus Westen vom Fassatal / Val di Fassa über Moèna, aus Osten von Alleghe bzw. Agordo über Cencenighe und Falcade, zum Passo di San Pellegrino. Wenig östlich der Passhöhe bei einer Kapelle auf kurzer Stichstraße nach Norden zum P unterhalb des Rifugio dell’Uomo auf 2020m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P ohne wesentliche Umwege nach NNO dem sichtbaren Gipfel zu: links oder rechts des Bachtobels Val de Tomasc weglos über mittelsteile Wiesen, an der Sessellifttrasse orientiert, nach Norden. Bei der Umsteigestation, auf etwa 2250m südsüdöstlich des Wiesenhöckers Om Picol (2483m) gelegen, rechts die Wiesenflanke über einer kleinen Mulde (das oberste Val Tegnousa) weiter. Allmählich finden sich Pfadspuren, die, nun östlich des Om Picol, in die große Schuttflanke unter dem Gipfel leiten. Ab 2400m geht es durch steilen Schutt, die Steigspuren verlieren sich dabei etwas, in Richtung der Scharte rechts des Gipfels, der Forcella di Laghet, empor. Auf 2600m, vor dem zentralen Felsvorbau unter dem Gipfel, hält man sich im Anstieg dann besser an das linke obere, extrem steile Schuttbecken. Mühsamst in losem Geröll höher, bis Markierungen auf etwa 2700m den Weg nach rechts, hinaus aus der Schuttrinne, auf den Felsvorbau weisen. Dieser wird nach rechts gequert (Sicherungen), ein mannsbreiter Spalt passiert (2:15) ehe man sich hinter dem Vorbau am Oberende des anderen, des steilen rechten Schuttbeckens befindet. Hier führt vom Fuß der Felswände eine steile, drahtseilgesicherte Rinne nach rechts hinauf, um zuoberst, senkrecht neben einem großen Klemmblock (II+, Klammern), auf den zur Forcella di Laghet ziehenden Grat zu leiten.
Der Weiterweg zum Gipfel über dessen noch 200m ansteigende Südostflanke bleibt unauffindbar. Abbruch nach 0:45.
Abstieg in zügiger Schuttabfahrt über das obere östliche Schuttbecken zurück in die Ostflanke unter dem Om Picol und von dort auf der Anstiegsroute zum P in 1:20.

  • Bedeutendster Gipfel über dem Passo di San Pellegrino, einem langen, von der Marmolada nach Südwesten streichenden Kammzug entragend.
  • Die Tour, beginnend im Schigebiet an der Passhöhe, leidet häufig an Orientierungsschwierigkeiten, obgleich der Gipfel gut zu sehen ist. Im Schigebiet sind alle dereinst markierten Pfade fortplanniert, in der steilen Schuttflanke unter dem Gipfel können sich die Steigspuren, auch wegen geringer Frequentierung, kaum halten oder sind von extrem steilen Abstiegsspuren kaum zu unterscheiden. So kam es auch zu einem halbstündigen, in der Anstiegszeit vernachlässigten Verhauer in einer solchen nicht mehr ansteigbaren Spur und einer mühsamen Querung über die gesamte Flanke. Auch der später gefundene reguläre Weg zeigt sich oben in Höhe des markanten Felsvorbaus als nahezu ungangbar steil. Insgesamt sind hier 300 Höhenmeter qualvollsten Schutts anzusteigen, die bestenfalls wahren Masochisten zu empfehlen sind. Oberhalb der gesicherten Rinne, umgeben von steilen Felsflanken, ist dann nicht mal mehr die Route erkennbar. Insgesamt ist das eine Tour, bei der man beginnt sich nach einer anderen Freizeitbeschäftigung umzusehen.
  • Auch die Passhöhe kann kaum begeistern. Südseitig ist sie von mittelgebirgsartigen Waldflanken gesäumt, nordseitig von länger unbestoßenen, verkrauteten Wiesenhängen zwischen Liftanlagen und Schihütten, hinter denen sich spröde Schutthänge dahin ziehen.
  • Die Cima dell’Uomo war die Zweitbesetzung für diesen Tourentag. Dem Misserfolg ging unmittelbar ein Fehlversuch am Kesselkogel in der Rosengartengruppe voran, der bereits im Val del Vaiolet wenig oberhalb von Muncion am unerwarteten Fahrverbotsschild endete.
  • Im Ladinischen wird der Berg mit L'Om bezeichnet.
  • Vergl. auch Tour 773 zum Sasso Vernale.

 

  • Einfache Wegstrecke (4.1 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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