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Tour 617 Schneeschuhtour- Punta Gran Vaudala

Aostatal Grajische Alpen Paradisogruppe
Val d'Aosta Alpi Graie Gruppo del Gran Paradiso

Hochtour Route Thumel - Rifugio Benevolo - Col de la Nivolettaz - Punta Sud über S-Grat (I, Stelle II) auf und N-Flanke ab - Punta Nord über S-Grat auf und ab Gesamtaufstiegshöhe (m) 1460 Tage 1 Verhältnisse frühsommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Punta Gran Vaudala Sud 3250 1850 1400 5:00 G2 35 350 5
Punta Gran Vaudala Nord 3272 3215 60 0:15 G1 134 2300 3
Rifugio Benevolo

Am Rifugio Benevolo.

 

Cime di Nivolettaz

Zwischen den Cime di Nivolettaz und der Punta Sud. Im Hintergrund die Punta Basei.

 

Nordgipfel

An der Punta Sud mit Blick hinüber zur Punta Nord.

Gipfelpanorama im Südwesten: Links Roc del Fond, in der Mitte La Tsanteleina, rechts darunter, eine lange Felsflucht aussendend, Granta Parei.

Aussicht nach SW

Anfahrt aus dem Aostatal über Villeneuve ins Val de Rhêmes. Großer P auf etwa 1850m am Straßenende bei Thumel (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P kurz die Straße weiter um diese an der ersten scharfen Rechtskehre zu verlassen. Man bleibt rechts der reißenden Dora di Rhêmes und folgt jetzt dem bez. Wanderweg durch lichten Lärchenwald zu einer Unterkunftshütte der Parkaufseher empor. Darauf länger flach das nun offene Tal hinein, meist nahe dem reißenden Bach, bis in Sichtweite des Rifugio Benevolo ein mit ungemein eindrucksvollen Kaskaden von rechts herabstürzender Zufluss den Weiterweg versperrt. Davor rechts zur nahen Straße hinauf und nach zwei Brücken hat man auf die linke Talseite gewechselt. Die Kehren der Straße auf Bergsteig abkürzend ist bald etwas höher die Alm Lavassey erreicht und wenig später die Hütte (1:20).
Von der Hütte dem bez. Weg Nr. 13b folgend nach Südosten. Der Weg verzweigt sich bald, man bleibt nahe des Baches im flachen, offenen Talboden. Der Weg führt unterwegs über einer tiefen Klamm entlang und später zum Auslauf der weiten Karlandschaft vor dem gipfelreichen Gletscherwall im Süden. Deutlich bevor es in den Moränenschutt ginge weicht der Pfad nach links, Osten, aus, und führt über sanft gestuftes Schrofengelände, ggf. Firnfelder, schließlich vor den Sattel Col de la Nivolettaz. Zum Sattel steigt man nun nicht mehr an, sondern quert vor dem Fuße der Anhöhe P 3206 hindurch in den nächst nördlicheren Sattel vor Anhöhe P 3209 (beide bilden die Cime di Nivolettaz, s. drittes Bild). Über deren Südgrat (I, brüchig) empor, oben eine kleine Einschartung überschreitend (II, kann östlich im Steilschutt umgangen werden), und flach einen ggf. überwechteten Firnkamm entlang geht es letztendlich zur flachen Kuppe der Punta Sud (Gipfelsteinmann, 3:40).
Dahinter rechts haltend 35 Meter die mittelsteile Nordflanke (Toteis) hinab um darauf über den einfachen Sattel und schrofigen Südgrat den höchsten Punkt der Punta Nord zu gewinnen (Funkmast, 0:15).
Die Route des folgenden Abstiegs bis zum Weg Nr. 13b ist vom Gipfel (vergl. unterstes Bild) komplett überschaubar: Zurück zum Sattel und von dort nach rechts, Westen, hinab, um über ein mittelsteiles, einfaches Gletscherfeld nach WNW abzusteigen. Den nächsten steileren Abfall kann man nach den letzten links im Gletscher herausragenden Felsrippen im Firn umgehen um dann erneut WNW-wärts über sanft gestuftes Gelände in das flache Kar südlich der Punta Palettaz zu gelangen. Nun weisen Steindauben die Route durch wasserreiche Böden bis schließlich auf den zweiten, oberen Weg Nr. 13b der hoch auf der offenen Talflanke über die Alm Montagna Basey (auch Alpage Basey) zur Hütte zurück leitet (1:55). Hinab zum P auf dem Anstiegswege in 1:00.

 

  • Wegstrecke (Anstieg Hütte 3.8 Kilometer, Gipfelüberschreitung 9.5 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

  • Landschaftlich sehr lohnende, aber auch sehr weitläufige Tour mit etwas Gletscherkontakt. Blickfang beim Hüttenzustieg ist die gewaltige Felsbastion der Granta Parei. Das Tal selbst, kurz nach Beginn bereits offenes Gelände, steigt angenehm gestuft auf und begeistert gegen Ende mit einem hohen Wasserfall direkt am Wegesrand. Hinter der Hütte taucht man in das ungemein weitläufige Kar vor dem großen Gletscherwall zwischen Punta Basei und Roc del Fond ein und kann sich schwer entscheiden zwischen den vielen Gipfelmöglichkeiten.
  • Von den Gipfeln kann man sehr schön die Sattellandschaft um den Col del Nivolet einsehen, dahinter die Hochgipfel um den Gran Paradiso, als auch nach Süden und Westen zum Gletscherwall von Punta Basei über Roc del Fond bis Granta Parei.
  • Die Wegmarkierung Nr. 13b hinter der Hütte gibt es doppelt: einmal flach im Talboden, hier beim Aufstieg gewählt und zum Col de la Nivolettaz leitend, sowie einmal deutlich höher in der linken Talflanke, in Weglosigkeit endend und hier glücklich beim Rückweg gefunden.
  • Tour oberhalb 2800m mit Schneeschuhen begangen, die Gratüberschreitung ausgenommen. Vom Gelände her dürfte dies bereits ab Thumel gut möglich sein.
  • Alternative Schreibweisen: Gran Vaudalaz, Punta Grande Vaudala, Gran Vaudale.
  • Tour alleine begangen.

 

   

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