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Tour 618 - Pizzo Trésero, Punta Pedranzini

Lombardei Ortleralpen Cevedale-Vioz-Kamm
Lombàrdia Gruppo dell'Ortles

Hochtour Route Rifugio Berni - Valle Dosegu - Punta Pedranzini über S-Grat auf und NW-Grat (I, Stelle II) ab - Pizzo Trésero über SO-Grat auf und ab Gesamtaufstiegshöhe (m) 1150 + 90 im Abstieg  Tage 1 Verhältnisse hochsommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Punta Pedranzini 3599 2500 1100 4:35 G3 127 1900 3
Pizzo Trésero 3594 3549 50 0:50 G3 45 350 5
Corno dei Tre Signori

Rückblick oberhalb des Valle Dosegu zum Corno dei Tre Signori.

 

Pizzo Trésero und Punta Pedranzini

Der Pizzo Trésero (links) beim Anstieg zur Punta Pedranzini (rechts).

 

Pizzo Tresero

Der Gipfel des Pizzo Trésero aus Südosten von der benachbarten Punta Pedranzini. Links der Südwestgrat der zum Bivacco Seveso, knapp außerhalb des Bildes gelegen, zieht.

Blick von der Punta Pedranzini auf die eisgepanzerte Umrahmung des Forni-Kessels mit Monte Vioz (angeschnitten), Punta Taviela (links), Punta San Matteo (rechts).

Forni-Kessel

 

Punta Pedranzini

Am Pizzo Trésero:
Die Punta Pedranzini im Südosten,
der Corno dei Tre Signori im Süden (Mitte rechts), zusammen mit Cima Val Umbrina (links davor) und Monte Gaviola (rechts dahinter). Rechts vorne erkennt man das orange gefärbte Bivacco Seveso.

Corno dei Tre Signori

 


Ansicht aus Süden

Gesamtschau der beiden Gipfel (Mitte) aus Südwesten nahe beim Gavia-Pass / Passo di Gavia.

Anfahrt über die Gavia-Pass-Straße zwischen Bormio und Ponte di Legno bis zum Rifugio Berni, wenige Kilometer nördlich der Passhöhe gelegen (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P am Rifugio Berni auf 2541m folgt man dem erdigen Pfad Nr. 25/41 über die weite begrünte Passebene nach Nordosten zum Ausgang des Valle Dosegu: Zunächst kurz hinab durch den Graben des Torrente Gavia und danach mit einigem Auf und Ab bis zur Ponte Amicizia (etwa 2500m) im Grund des Valle Dosegu (0:30). Auf der Talseite gegenüber, dem Weg Nr. 41 folgend, nach rechts die Schrofenflanke empor bis auf einen weiten, wasserreichen Absatz auf etwa 2960m (1:05). Aus dem Absatz heraus, den Markierungen folgend, nach NNO über grobe Blöcke empor bis auf den sehr aussichtsreichen Sattel P 3156, der hier den Übergang zum westlichen Gletscherarm des Ghiacciaio di Dosegu und weiter zum Pizzo Trésero bietet. Man quert zunächst noch einige Schrofenbänke nach Norden um bald auf den flachen Gletscher zu wechseln. Nun, meist nah am linken Begrenzungsgrat der zum Pizzo Trésero zieht, über mehrere Aufschwünge höher bis man unter das Bivacco Seveso gelangt. Etwas darauf dann in weitem Bogen das hintere Gletscherbecken nach Osten queren um auf der anderen Seite über die steile Schutt- und Schrofenflanke nördlich der felsigen Anhöhe P 3480 auf den Südgrat der Punta Pedranzini zu gelangen. Oben auf dem Gratrücken (Firn, einfache Felsblöcke) über einen flachen Vorgipfel hinweg an den höchsten Punkt, der mit einem Gipfelsteinmann gekrönt ist (3:00 inkl. einiger Verhauer, s.u.).
Vom Gipfel über den steilen felsigen Nordwestgrat (I, Stelle II) in die Scharte P 3549 hinab. Darauf über einen einfachen Firn- und Blockrücken zum Gipfelkreuz am Pizzo Trésero (0:50).
Rückkehr zur Punta Pedranzini in 0:25. Vor dem Vorgipfel kann man abkürzend nach rechts die breite, steile Firnrinne direkt ins Gletscherbecken hinab und von dort, nun auf dem Anstiegswege, in weitem Bogen hinüber unter das Bivacco Seveso und zurück zum Sattel P 3156 (1:10). Die Ponte Amicizia ist nach 1:00 erreicht, die Passstraße, 40m höher gelegen, schließlich nach 0:40.

  • Tour im Umfeld westalpin ernst anmutender, grandioser Gletscherlandschaften. Den gewaltigen, zweigeteilten Dosegu-Gletscher berührt man dabei noch in seinem harmlosesten Teil. Dieser ist zwar spaltenarm, aber nicht spaltenlos.
  • Der Pizzo Trésero ist, obgleich 5 Meter niedriger als sein unmittelbarer Nachbar, der markantere Gipfel, da Endpunkt des mächtigen Cevedale-Vioz-Kammes der über Punta San Matteo, Monte Vioz und Palon de la Mare zum Monte Cevedale leitet. Der formschöne, pyramidengleiche Karling fällt mit steilen Wänden zwischen den Graten nach Nordwesten über 1800m tief bis Santa Caterina Valfurva ab. Aber auch die Punta Pedranzini stellt einen bedeutenden Gipfel dar, was die Schau aus Norden wie aus Süden beweist.
  • Beabsichtigt war eigentlich, den Pizzo Trésero ab Bivacco Seveso über den Südwestgrat zu gewinnen. Oberhalb des Bivaccos, etwa bei P 3447, bietet sich aber keine brauchbare Möglichkeit mehr den Grat zu erreichen, wie ein Fehlversuch zeigte. Angeblich soll der Gipfel auch über die direkte Südflanke im steilsten Schutt und einige Abbruchkanten hinweg zu erreichen sein. Vielleicht gilt das jedoch nur für den Abstieg und bei präziser Kenntnis der Route. Weitere Zustiege soll es über den Westgrat (I-II) von der Punta Segnale aus geben sowie entlang des Ostrandes der Vedretta di Trésero, dem Gletscher westlich des Bivacco Seveso. Von diesem entweder zum Bivacco und weiter über den Südwestgrat oder alternativ in den höchsten Sattel im Westgrat.
  • Tour alleine begangen.

 

  • Einfache Wegstrecke (6.6 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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