| Anfahrt über die
Landesstraße 3004 zwischen Oberursel-Hohemark und
Sandplacken. P auf etwa 400m am Ausgang des Schellbachtals
gegenüber der mit Sicherungsnetzen bespannten Felswände (s.a.
Google Maps, Wetter bei
weather.com).
Großer
Feldberg: Vom P weglos hinab zum nahen Weg am Haidtränkbach
(dem Oberlauf des Urselbaches). Rechts vom Bach bleibend
taleinwärts bis zum Bachsteg bei P 434 (Wegtafel) wo man auf den
befestigten Hauptweg im Talgrund stößt (Unterer Maßbornweg). Im
Talgrund weiter, durch abwechslungsreichen Wald, bis der breite Weg
endet (Wegtafel, 0:25). Nun führt der Maßbornweg nach rechts, WNW, durch
hochstämmigen Nadel- und Mischwald die Flanke hinauf. Nachdem man den
breiten Albrechtsweg gequert hat geht es in gleicher Richtung
über einen äußerst reizvollen schmalen Wurzelpfad auf das Bächlein zu,
das vom Hermannsborn herab rinnt. Der Pfad setzt sich immer
deutlich ansteigend durch abwechslungsreiche Laubwälder in gleicher
Richtung fort, kreuzt den breiten Tillmannsweg (0:25), und
endet schließlich wenig höher in einem recht verwunschenen
Nadelwäldchen. Nun wechselt die Richtung. Es geht nach schräg rechts,
NNW-wärts, eine markante Schneise entlang, die durch ansehnlichen Nadel-
und Mischwald geradewegs auf den Feldberggipfel zu führt. Im zunehmend
ansteigenden Terrain vor der Landesstraße 3024 verliert sich die Trasse.
Die Straße mit ihren steilen Begleitböschungen muss weglos gekreuzt
werden. Darüber sind es noch wenige weglose Höhenmeter in
Abgeschiedenheit um neben dem Feldberggasthof
urplötzlich in die übliche Betriebsamkeit am Gipfel zu treten (0:25).
Vom Gipfel Nummer 1 geht es nun über den bez. breiten Wanderweg durch
Nadelwald den Taunushauptkamm nach Südwesten hinab bis man am Sattel
P 790 auf die Landesstraße 3024 stößt. In gleicher Richtung auf flachem
Wirtschaftsweg weiter zum nahen Gipfel Nummer 2, Kleiner
Feldberg. Dessen höchster Punkt liegt jedoch im unzugänglichen
Gelände des Taunus-Observatoriums
(0:15, in 1,2 Kilometern zu umrunden). Vom Eingangstor des Anwesens
den bez. Pfad nach Südosten hinab, um bald bei einer kleinen Lichtung
auf einen ebenen Wirtschaftsweg (Grüner Weg) zu stoßen. Diesen
nach links und in unvermeidlicher Partie durch Fichtendickungen bis zur
Einsattelung P 662 am Fuchstanz (0:15, mehrere
Gastwirtschaften). Vom stets belebten Fuchstanz kurz den ebenen
Pflasterweg durch lichten Buchenwald nach Osten, Richtung
"Hohemark", um bei erster Gelegenheit nach Südosten einzubiegen. Bald
leiten Beschilderungen nach links wo man durch lichten, zunehmend
steilen Mischwald und über zwei Blockwälle (Vorsicht bei Nässe) zum
etwas abgeschiedeneren Altkönig gelangt, dem Tourgipfel
Nummer 3 (0:25). Abstieg nach Norden genau gegen den Feldberg-Sender:
Auf schmalem Steig den Blockwall hinab, einen großen, aussichtsreichen
Windbruch hinunter und dann im hochstämmigen Laubwald geradewegs die
gesamte Nordflanke bis zum Talgrund am Maßborn-Bach hinab. Am
Bächlein entlang talauswärts bis man wieder auf den großen Hauptweg im
Talgrund stößt. Diesen nur bis zur nächsten Bachbrücke (Wegtafel)
verfolgen, um darauf den unbefestigten und verwunschenen Weg auf der
Nordseite des Tales zu nehmen. Auf diesem zurück bis man hinter einem
kleinen verwachsenen Steinbruch auf das Rinnsal des Schellbach
stößt. Darüber an der Landesstraße ist wieder der Ausgangspunkt erreicht
(1:00).
- Nach etlichen Gipfelbesuchen aus allen Richtungen und zu jeder
Jahreszeit und Wetterlage sollten endlich einige Worte auf den
Taunushauptkamm verwendet werden. Das dichte Netz
der Forstwege und -schneisen im Hochtaunus bietet viele
Alternativen. Der beschriebene Anstieg führt ausnahmslos durch Wald,
da größere Lichtungen in diesem Gebiet fehlen. Die Route wählt
möglichst lichten Laubwald mit weitem Durchblick und ist bestrebt,
eintönige Fichtendickichte und ermüdend flache Wirtschaftswege zu
umgehen.
- Die Forste im Taunus, wie überall im Gebiet des Rheinischen
Schiefergebirges, sind weniger eintönig als etwa in den
bekannten Wanderrevieren von Nord- und
Mittelschwarzwald, wo man sich allzu häufig auf endlosen
Wirtschaftswegen zwischen düstersten Fichtendickichten wieder
findet.
- Der Hauptberg Großer Feldberg (öffentliche Straßenauffahrt,
Busverbindungen, mehrere Sendeanlagen (Hauptturm ohne Mast 69 Meter
hoch), Aussichtsturm des Taunusklubs, Gasthof,
Greifvogelzuchtstation mit Besichtigung) bildet zusammen mit den
Nachbarn Kleiner Feldberg, auf dem sich ein Observatorium der
Goethe-Universität
Frankfurt befindet, und Altkönig ein weithin sichtbares Dreigestirn
und die größte Massenerhebung zwischen Rothaargebirge,
Rhön und Schwarzwald. Die waldfreie Gipfelkuppe des
Feldberg ist häufig Stürmen ausgesetzt.
- Sehr empfehlenswert ist ein alternativer Feldberganstieg entlang
des Weges Nr. 45, immer der Markierung "Roter Balken" nach, wobei
die viel befahrene Landesstraße 3004 zweimal zu überqueren ist: Nach
o.g. Ausgangspunkt verlässt man den Weg am Haidtränkbach alsbald
wieder um nordwestwärts durch hochstämmigen Laubwald das sanfte
Seitentälchen zum Hanswagnersborn zu verfolgen. Vor dem
Born geht es links, auf schmalem Wurzelpfad und in direkter Linie,
teils recht steil, durch lichten Mischwald über die
Zirbelkiefernschneise zum Bushaltepunkt "Teufelsquartier" an
der Landesstraße 3024 hinauf. Von dort auf breitem Wanderweg am
Hauptkamm entlang zum Feldberggipfel (Download
OVL-Datei
(ASCII) und
GPX-Datei).
- Der vierthöchste, allerdings kaum ausgeprägte Taunusgipfel ist
der
Weilsberg (701m) nordwestlich des Kleinen Feldberg, gefolgt
vom mächtigen Glaskopf (687m), im Westen desselben. Am
Wanderweg zwischen den beiden Feldberggipfeln berührt man die Trasse
des Limes, des befestigten römischen Grenzwalles, der einst
die Nordgrenze des Römischen Reiches markierte.
- Der Altkönig lohnt auch als alleiniges Ziel. Seine Steilheit und
die Entfernung von gut 1,5 Kilometern Luftlinie zur nächsten
öffentlichen Straße lassen die Besucherfrequenz bereits hinter den
Hauptgipfel Großer Feldberg fallen. An Tagen wie Silvester oder zur
Sommersonnenwende finden sich jedoch stets zahlreiche Liebhaber
dieses Berges ein. Von der weiten Untermainebene aus betrachtet
macht er seinem großen Bruder gut und gern den Rang streitig. Um den
Gipfel führen zwei keltische Ringwälle aus grobem Blockwerk. Das
ausgedehnte Gipfelplateau wird von einem schütteren Wald aus
wettergebeugten Krüppelbirken, Fichten, Buchen, Eichen und Lärchen
bestanden. Zusammen mit den im Osten liegenden Geröllhalden aus
Quarzitgestein an der Weißen Mauer fällt der ganze Höhenzug
in ein zugängliches Naturschutzgebiet. Der beste Ausblick, besonders
nach Norden und Osten, eröffnet sich nicht direkt am Gipfel, sondern
etwas tiefer auf Höhe des oberen Ringwalles.
Wer wenig Wert auf
düstere Fichtenschonungen legt, dem sei folgende Route angeraten:
Wie oben beschrieben bis P 434. Nun aber gegenüber in der
Forstschneise neben dem unattraktiven
Serpentinenweg direkt die Nordflanke hinauf (bald nahe an
der privaten Massenheimer Hütte, 490m, vorbei) um zu oberst
weglos durch lichten Laubwald an den Fuß der Geröllhänge unter der
Weißen Mauer zu gelangen. Pfadspuren folgend bis ganz auf die lichte
Anhöhe (P 634). Oben nach rechts, Südwesten, um, wieder im dichten
Wald, auf den
Pflasterweg (Taunusklub-Markierung "Gelbes Rechteck") zu
stoßen. Auf diesem 600 Meter weiter bis zum P 682 (Wegtafel) und
dort am Abzweig nach links hinauf. Bald ist ein großer Windbruch
erreicht, der die gesamte Ostseite der Gipfelkuppe einnimmt. Auf
schmalem Wurzelpfad geradewegs höher bis an die Schwelle des
bewaldeten Gipfelplateaus (guter Aussichtspunkt fürs östliche
Halbrund). Über einen Blockwall gelangt man in den Krüppelwald auf
dem ausgedehnten Plateau. Nach 1:20 ist der höchste Punkt (TP)
erreicht. Abstieg und Rückweg zum P wie bei Tour 518 beschrieben.
Ein weiterer empfehlenswerter Anstieg bietet sich aus Osten von der
Hohemark entlang der Taunusklub-Markierung "Grünes Rechteck". Wenn
man nach einer Viertelstunde durch allerdings flachen und eintönigen
Fichtenwald den Unterstand der Emminghaushütte
im Südosten der Altenhöfe erreicht hat, beginnt ein schöner
Wurzelsteig, der Harheim-Kalbächer Weg, der einen rechts
über einer Muldenflanke gleichfalls an den großen ostseitigen
Windbruch führt. Von dessen südlichster Spitze geht es weiterhin auf
schmalem Wurzelpfad in einigen Serpentinen aus Südosten auf den
Gipfel (1:10). Beide Touren sind besonders eindrucksvoll im Winter
nach frischen Schneefällen.
Für Trainingszwecke gut geeignet ist ein Altkönig-Anstieg aus Süden
von Kronberg-Waldschwimmbad über die direkte Südostflanke, wo eine
sehr steile Forstschneise durch hochstämmigen Wald bis fast zum
Gipfelplateau leitet. Von dieser Route über knapp 500 Höhenmeter ist
bei Nässe abzuraten. Die steile Flanke im Südwesten des Gipfels
trägt dagegen eher unattraktive Wälder. Der beliebte Zugang aus
Nordwesten vom P "Windeck" am Kleinen Feldberg über den
Sattel des Fuchstanz
gleicht einer Wanderautobahn, ist im Winter aber durch
Schlittenfahrer oft unbegehbar vereist.
- Das Tourengebiet ist von Frankfurt aus mit U-Bahn-Linie
3 nach Oberursel-Hohemark zu erreichen. Von der Endstation
(auf 300m) am Urselbach entlang über den beinahe ebenen
Unteren Maßbornweg taleinwärts; Mehraufwand hin und zurück 5
Kilometer.
- Der Sattel zwischen Großer Feldberg und nächst höherem Berg, der
Dammersfeldkuppe in der Rhön, liegt auf 209m in
der Nähe von Gießen bei Reiskirchen.
- Als weitere Hauptberge des Taunus (Eigenständigkeit
E<3.00) können gelten:
Kalte Herberge (619m,
E=2.53), 10 Kilometer NO von Rüdesheim, Hohe Wurzel
(618m, E=2.95, Sendeanlage), 8 Kilometer NW von Wiesbaden,
Hohe Kanzel (592m, E=2.97), 8.8 Kilometer NNO von
Wiesbaden,
Steinkopf (518m, E=2.99), 6.9
Kilometer WSW von Friedberg. Ein von Relief und Bewuchs her
lohnendes Tourengebiet bietet sich auch im Umkreis des
Hesselberg
(518m, E=3.12, 8.4 Kilometer SW von Butzbach), besonders zusammen
mit dem nordöstlich gelegenen Hausberg; als Ausgangspunkt
sei die
Lochmühle empfohlen.
- Siehe auch Gipfel im Taunus nach
Dominanz und Prominenz.
- Im Hochwinter können sich um die höchsten Taunusberge
ausreichende Bedingungen für Schilanglauf einstellen.
- Das Feldbergmassiv ist der Hausberg der Frankfurter und ihrer
Nachbarn. Wie in der dortigen Innenstadt kommen einem inzwischen
auch auf dem Feldbergplateau die verschiedensten Sprachen von
Finnisch bis Japanisch zu Ohr.
- Webcam
Großer Feldberg.
-
Naturpark Hochtaunus.
- Gipfelpanorama am
Altkönig.
|