 Puerto Varas am Lago Llanquihué mit Volcán Osorno.

Kurz vor dem Übertritt aufs Eis. Im Hintergrund der Lago
Llanquihué.

Am Auslauf des großen Moränenrückens vor dem Übertritt
aufs Eis.

Südwestflanke von der Zufahrtsstraße zum Refugio La
Burbuja aus.
Der Volcán Osorno vom großen Lago Llanquihué aus gesehen.

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Lage: Von Santiago auf der
Nationalstraße 5 nach Süden fast bis Puerto Montt. Zuvor in Puerto Varas
(ca. 990km), links fort und am Südufer des großartigen Lago Llanquihué (s.
unteres Bild) entlang bis Ensenada. Vom Ort über einen Fahrweg nach Norden bis
zum einzelstehenden Neubau des Refugio Las Araucarias (1200m, Schigebiet) und
weiter über Fahrstraße zum Refugio La Burbuja (Karte
vergl. Tour 53, s.a. Yahoo
Local Maps, Wetter bei weather.com). In der Nähe, bei einer Parkwächterhütte und den
Masten eines Schilifts, beginnt ein deutlicher Steig, der nach rechts geradewegs gegen den
Gipfel zieht. Ihm folgend über den feinen, schwarzen Lavaschutt eines ausgeprägten,
breiten Moränenrückens höher. Der Rücken steigt links neben einer Gletscherzunge
allmählich an bis er sich in einer Hangverflachung im feinen Schutt verliert (s. zweites Bild v.o.). Dahinter gelangt man an den Auslauf des
Gletschers, dessen Eis man problemlos betritt. Bei guter Sicht ist die einzig logische
Anstiegsroute unverkennbar, eine gut 100 Meter breite spaltenarme Zone, die in direkter
Linie zur Gipfelkuppe hinaufreicht. Über die zunehmend steile Flanke lange höher. Zu
beiden Seiten ist die übrige Eisflanke von tieferen Spalten kreuz und quer zerschnitten.
Bevor man die oberste Gipfelkalotte erreicht sind steilere Blankeiswülste und ggf. einige
Spalten zu überwinden, dann neigt sich der Hang zurück um in einem weiten Gipfelplateau
zu münden (4:15).
Abstieg wie Aufstieg.
- Die Tour muss in der Hütte bei der Parkverwaltung angemeldet werden (kostenlos; die
Ausrüstung wird ggf. überprüft).
- Der Gipfel ist ringsum vergletschert. Auch auf dem begangenen Normalweg sind Spalten,
ein Seilpartner unabdingbar.
- Das Gipfelpanorama an einem derart herausgehoben Punkt ist erwartungsgemäß
unvergesslich: Im Westen die gewaltige Wasserfläche des Lago Llanquihué,
dahinter am Horizont der Pazifische Ozean, im Osten der Bergstock des Tronador
und im Süden der Volcán Calbuco.
- Da isoliert und nah am Meer (Pazifik) stehend, ist mit raschem Wetterwechsel zu rechnen.
Wetterberatung beim Parkwächter einholen (war nur auf Spanisch möglich). Der Osorno gilt
als schwierig, nicht technisch, sondern seiner unvermittelt einsetzenden dichten
Schneestürme wegen, die den Abstieg im Spaltenlabyrinth enden lassen können.
Fotos: Thehighrisepages.de |