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Tour 1027 - Koschutnikturm / Košutnikov turn,
Breitwand / Vzhodnji vrh macesje

Slowenien / Slovenija Karawanken / Karavanke Ostkarawanken Koschuta / Košuta

Bergtour Route Košutnik - Planina Spodnja Dolga njiva - Westschluchtscharte - Koschutnikturm über SW-Rücken (I) auf und ab - Westschluchtscharte - Breitwand über O-Grat (I) auf und ab Gesamtaufstiegshöhe (m) 1190 + 30 im Abstieg Tage 1 Verhältnisse hochsommerlich heiß

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
[4]
Koschutnikturm 2136 1082 1060 2:25 BW1 767 8900 2
Breitwand 2130 2030 130 0:35 BW2 100 700 4

Hochobir

Blick vom Gipfel gegen Nordosten auf den Hochobir.

 

Dicke Koschuta / Tolsta Košuta

Die Dicke Koschuta / Tolsta Košuta am Ostende des langen Koschuta-Kammes. Von der Scharte dazwischen geht es links in die Ostschlucht hinab.

 

Storžič

Der Storžič im Süden.

 

Breitwand

Die Breitwand im Westen, davor die Westschluchtscharte.

 

Koschutnikturm

Der Koschutnikturm vom Gipfel der Breitwand.

Koschutnikturm, Gipfel

 

Koschutnikturm und Kainradlturm

Nordwände und -pfeiler von Koschutnikturm (links hinten) und Kainradlturm (rechts davor).

 


Koschutnikturm

Der Koschutnikturm aus Nordwesten bei Tour 1011 vom Koschutahaus.

Das Koschutahaus auf der Nordseite.

Koschutahaus


Anfahrt, aus Norden vom Loiblpass / Ljubelj, aus Süden vom Tal der Save / Sava, nach Tržič und dort nordostwärts ins waldreiche Tal der Tržiška Bistrica. Im Talgrund über die Weiler Dolina und Jelendol (ab hier gut ausgebaute Schotterpiste) zum unbesiedelten Medvodje auf 850m. Nun links und auf weiterhin guter Piste durch dichten Wald in ein gegen Norden ziehendes Seitental nach Košutnik, einer auf 1082m gelegenen Hütte, ggf. weiter zum letzten und großen P auf etwa 1250m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Beim P auf 1250m angelangt (0:30) den links über dem Forstweg parallel weiterführenden Ziehweg hinein und stetig ansteigend im dichten Wald (die erste Wegbiegung kann auf markiertem Steig abgekürzt werden) bis nahe vor die Alm Planina Spodnja Dolga njiva auf 1400m (0:15). Hier an Wegtafel links Richtung „Sija“ bzw. „Košutnikov turn“ auf hangquerendem Waldweg nach Westen. Nach 0:10 ist der Abzweig zum Gipfelziel erreicht. Nun geht es in zahllosen Kehren die gewaltige, nahezu ungegliederte Südflanke höher, bis knapp 1700 Meter durch meist dichten Fichtenwald, darüber offene Matten, ehe man nach 1:20 durch zunehmend steileren Hang in der Westschluchtscharte auf 2030m, links unter dem Gipfelaufbau, steht. Von dort über den steilfelsigen, gut gestuften Südwestrücken (Stellen I) auf den Vorgipfel und flacher weiter zum nahen höchsten Punkt. Am Gipfelkreuz des Koschutnikturm steht man nach 0:10.
In die Scharte zurückgekehrt (0:10) kann sich noch ein Besuch beim westlichen und fast gleich hohen Nachbarn, der Breitwand, lohnen. Dazu folgt man dem in der obersten Südabdachung ziehenden, markierten Pfad (gleich am Ausstieg des nordseitigen ÖTK-Klettersteiges vorbei) zum ersten Felsaufschwung (I, Drahtseile). Darauf knapp links unter der begrünten Kuppe des Kainradlturmes (2104m) vorbei geht es knapp 30 Meter tiefer durch die Kainradlscharte (2065m), um darauf, nun direkt auf der felsigen und exponierteren Schneide, teils kurz in die steile Südflanke (Schutt) ausweichend, zum höchsten Felsaufschwung der Breitwand zu gelangen. Den Vermessungsstein am Gipfel hat man nach 0:25 erreicht.
Zurück zur Westschluchtscharte, mit 30 Metern Gegenaufstieg am Kainradlturm, dauert es wiederum 0:25. Übriger Abstieg auf dem Anstiegswege: 1:00 zur Alm, 0:15 zum obersten P, ggf. weitere 0:25 nach Košutnik.

  • Der Koschutnikturm ist höchster Gipfel der mächtigen, geschlossenen Gebirgsmauer der Koschuta. Dieser, vom Tal des Moschenikbaches / Moščenik im Westen bis zum Potoksattel im Osten über 13 Kilometer mit nahezu gleich hoher Gipfelflur gerade verlaufende Kamm präsentiert nach Norden zur Kärntner Beckenlandschaft überwiegend senkrechte Felsabbrüche über ausgedehnten Geröllfächern, während nach Süden, zum Tal der Tržiška Bistrica, mit Felsstufen durchsetzte, maximal steile Matten über einem dichten Steilwaldgürtel das Bild prägen.
  • Den höchsten Punkt des von Süden unauffälligen Kainradlturm (auch Kleiner Koschutnikturm, slowenisch Zadnja Košuta oder Ostrv genannt, Prominenz 39m, Dominanz 160m, Eigenständigkeit 5), hier aus Versehen umgangen statt ganz zu ersteigen, kann man über die Südflanke (steile Graspolster) mit wenigen Schritten gewinnen.
  • Berüchtigt wegen ihres Steinschlages und zäher Firnbedeckung ist der alte Normalweg durch die Ostschlucht am Koschutnikturm. Seit der Einrichtung eines im Westen liegenden Klettersteiges wird die Schlucht bestenfalls noch im Abstieg begangen.
  • Tatsächlich begann die Tour wegen Unkenntnis der Fahrwegverhältnisse unnötig 170 Meter tiefer bei Košutnik, was für Auf- und Abstieg zusammen knapp eine Stunde kostete.
  • Heilung der wegen unzureichender Klettersteigausrüstung abgebrochenen Tour 1011 über den ÖTK-Klettersteig (Kategorie C) durch die Nordwand zur Westschluchtscharte.

 

  • Anstiegswege (5.2 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

Der Koschuta-Kamm aus Nordosten vom Hochobir: In der linken Bildhälfte Koschutnikturm (links die Ostschlucht), Kainradlturm und Breitwand (tief darunter die Schrofenkuppe der Wilze), in der rechten Lärchenberg / Užnik und Hohe Spitze.

Koschuta aus Nordosten

Ansicht aus Westen vom Gipfel der Wertatscha: Der lange Kamm der Koschuta, davor der Loiblpass. Ganz links ragen als höchste Gipfel Koschutnikturm und Breitwand empor.

Koschuta aus Westen

     

 

   

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