Homepage
 

 

 

Tour 306 - Mittenwalder Höhenweg

Oberbayern, Tirol Karwendelgebirge Nördliche Kette

Klettersteig Route Karwendelbahn (Bergstation) - Westliche Karwendelspitze - Linderspitzen - Sulzleklammspitze - Brunnsteinanger - Brunnensteinspitze - Brunnsteinanger - Brunnsteinhütte - Karwendelbahn (Talstation) Gesamtaufstiegshöhe (m) 660 + 60 im Abstieg Tage 1 Verhältnisse spätherbstlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Westliche Karwendelspitze 2385 2244 150 0:15 BW2 278 1800 3
Nördliche Linderspitze 2372 2270 110 0:25 BW2 81 650 4
Mittlere Linderspitze 2239 2230 10 - BW2 9 k.A. 6
Südliche Linderspitze 2305 2230 80 0:45 BW2 75 500 4
Sulzleklammspitze 2321 2180 150 0:50 BW2 141 950 4
Kirchlspitze 2301 2245 60 0:30 BW2 56 400 5
Rotwandlspitze 2191 2110 90 - BW1 81 900 4
Brunnensteinspitze 2180 2175 10 1:05 BW1 5 150 6
Blick nach Westen

Westliche Karwendelspitze mit Blick auf Nördliche Linderspitze. Im Hintergrund das Wettersteingebirge.

Blick zurück zu den Linderspitzen. Der Zahn halb rechts ist die Westliche Karwendelspitze.

Blick auf die Linderspitzen

 

Beim Gamsanger

Beim Gamsanger.

Das sanfte Südende des Mittenwalder Höhenwegs. Rechts die Kirchlspitze.

Blick nach Süden

 

Pleisenspitze

Blick nach Osten übers Karwendeltal gegen Vogelspitze und Östliche Karwendelspitze. Rechts steht ganz nah gegenüber die Pleisenspitze.

 


Nördliche Karwendelkette

Hoher Wörner, Tiefkarspitze (linke Bildhälfte), Westliche Karwendelspitze und Linderspitzen (rechte Bildhälfte) aus Nordwesten im letzten Abendlicht.

 

Westliche Karwendelspitze und Linderspitzen

Westliche Karwendelspitze und Linderspitzen im Detail. Im Sattel dazwischen findet man die Karwendelbahn-Bergstation.

 

Mittenwalder Höhenweg

Der gesamte Grat aus Südwesten nahe Gießenbach. In der Mitte steht die Sulzleklammspitze, links davon Gerberkreuz, Mittlere Linderspitze und Südliche Linderspitze. Rechts stehen Kirchlspitze und Brunnensteinspitze.

Anfahrt aus Nordosten über Garmisch-Partenkirchen, aus Norden über Bad Tölz, aus Süden vom Inntal über Zirl und Seefeld i.T., nach Mittenwald, unmittelbar nördlich der Staatengrenze gelegen. P an der Talstation der Karwendelbahn. Mit der Seilbahn hinauf zur Bergstation auf 2244m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Von der Bergstation (2244m) auf breitem Steig quer durch den kleinen Bergkessel der Karwendelgrube nach Osten um über blanke Schrofen (Seilsicherung) die nah gelegene Westliche Karwendelspitze (2385m), einen steil aufragenden Felszahn, zu gewinnen (0:15).
Zurück in den Kessel, wo gegenüber, auf etwa 2300m, der nun südwärts führende, eigentliche Mittenwalder Höhenweg beginnt. Auf kurzem Weg einige Kehren empor und oben einige Felsstufen übersteigend quert man westlich unterhalb des Grates ein paar ausgesetztere Stellen. Holzbohlen und kleine Eisenleitern erleichtern den kurzen Weg hinüber an die schroffe Nördliche Linderspitze (2372m), den höchsten Punkt auf dem gesicherten Höhenweg (0:25).
Der Abstieg erfolgt rechtsseitig, südwärts, über Graspolsterreste und eingelassene Holzleitern in ein Joch, das Gatterl (2266m, 0:15). In den folgenden, zerklüfteten Felsabstürzen bis zum Grat mit der Mittleren Linderspitze (2239m) - einem kleinen, weiter rechts hinausgeschobenen, wenig erhöhten Felsplateau - hilft eine lange Eisenleiter weiter.
Darauf geht es mittels Leitern und sonstigen Steighilfen auf die Südliche Linderspitze (2305m, 0:30).
Der anschließende, spürbarere Abstieg bleibt meist westlich des Gratverlaufs, wo es über einige Felsstufen in den nächsten Felssattel, den Gamsanger auf 2180m geht (0:20, Abstiegsmöglichkeit zum Sulzleklammanger, wo man auf den Heinrich-Noë-Weg trifft).
Die Fortsetzung umgeht nun im steileren, steinschlaggefährdeten Schrofengehänge (Drahtseil), dem in einer Felsrinne eine kürzere Kletterei empor über Leitern und Klammern folgt, in ostseitigem Bogen die Abstürze der wuchtigen Sulzleklammspitze um dann von Osten über die Rückseite (Schrofen) ihren mächtigen Gipfel auf 2321m anzuvisieren (0:30, günstiger Rastplatz). Eine weitere Kammunterbrechung macht wiederum einen Abstieg nötig. Dabei umgeht man den Südgipfel der Sulzleklammspitze auf einer Leiter um dann im gestuften Fels rasch ins Kirchlnieder auf 2245m zu gelangen (0:15).
Von dort aus stellt sich als letzte Erhebung die Kirchlspitze (2301m) in den Weg. Der unschwierige, aber etwas ausgesetzte Übergang erfolgt über die Nordseite (0:15). Der Abstieg zieht durch brüchigeres Gelände. Dabei strebt man östlich ausholend abwärts und hält über rötlich eingefärbtes Gestein und eine Sandrinne auf den sich anbietenden Südgrat zu.
Ein Drahtseil hilft danach weiter, um teils direkt, meist aber östlich des Grates auf den letzten Höhepunkt zu gelangen, die nicht bez., doch mit einem Vermessungszeichen versehene Anhöhe An den Kirchlen (0:15). Der aussichtsreiche Abstiegsweg (vergl. zweites Bild v.u.) hält sich nahe am Grat um dann über einen weiten, begrünten Hang zum ausgedehnten Brunnsteinanger auf 2110m zu leiten (0:20).
Hier bietet es sich an, mit kleinem Aufstieg an der winzigen Tiroler Hütte (2153m) vorbei, über die Rotwandlspitze (2191m) zum aussichtsreichen Ende des Höhenzuges am großen Gipfelkreuz auf der belebten, aber orografisch unbedeutenden Brunnensteinspitze (2180m) zu gehen (hin und zurück 1:05).
Wieder am Brunnsteinanger geht es nun nach Westen durch die (nachmittäglich heiße) Schrofen- und Geröllflanke der Roßlahne zur Brunnsteinhütte auf 1560m (ab November geschlossen) hinunter. Im dichten Wald auf bez. Pfad in vielen Kehren zum Hoffeld auf 900m hinab und von dort durch Mittenwald zurück zur Talstation der Karwendelbahn auf 933m (3:05).

  • Sehr abwechslungs- und aussichtsreicher Steig Besonders empfehlenswert ohne ernstlich ausgesetzte Stellen. Am kritischsten ist wohl eine von Steinschlag gefährdete Passage in der Ostflanke der Sulzleklammspitze.
  • Die aussichtsreiche Tour bietet stets herrliche Weitblicke ostwärts aufs benachbarte Karwendelgebirge, westwärts auf Wettersteingebirge (insbesondere die Dreitorspitzen), Ferchensee und Lautersee, während im Süden die schneebedeckten Gipfel der Zentralalpen, vorne weg die Stubaier Alpen, herüberschimmern.
  • Die Mittlere Linderspitze und die Brunnensteinspitze sind bei Schartenhöhen von kaum 10 Metern nicht mehr als Gipfel zu zählen.

 

  • Komplette Wegstrecke (12.1 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

[ Startseite | Zurück | Legende | Links | Suchen | Hilfe | Impressum | Haftung | Seitenanfang ]
© Thehighrisepages.de