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Tour 1086 - Alteck

Salzburg Hohe Tauern Goldberggruppe

Bergtour Route Lenzanger - Kolm-Saigurn - Neubau - Fraganter Scharte - Goldberg-Tauernkopf über NO-Grat (I) auf und SW-Rücken ab - Niedere Scharte - Alteck über NO-Flanke und obersten NW-Grat (I+) auf und ab - Niedere Scharte - östlichster Goldbergkees - Neubau - Kolm-Saigurn - Lenzanger Gesamtaufstiegshöhe (m) 1480 (1440) Tage 1 Verhältnisse hochsommerlich heiß

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
[4]
Goldberg-Tauernkopf 2776 1558 1230 3:50 G1 31 500 5
Alteck
(abgebr.)
2942
(2900)
2695 250
(210)
1:20
(1:10)
G2
(G2)
110 700 4

Hoher Sonnblick und Goldzechkopf

Hoher Sonnblick und Goldzechkopf am Weg nach Kolm-Saigurn.

 

Naturfreundehaus

Das Naturfreundehaus im Talschluss bei Kolm-Saigurn.

 

Barbarafall

Der Barbarafall am Weg zum Neubau. Hinten ragt der vergletscherte Hocharn auf.

 

Neubau

Der Neubau unter den Vorbauten des Hohen Sonnblick.

 

Goldbergkees und Hoher Sonnblick

Goldbergkees und Hoher Sonnblick.

 

Alteck und Goldbergkees

Alteck und Goldbergkees.

 

Hochwurtenspeicher

Der in Kärnten gelegene Hochwurtenspeicher südlich der Fraganter Scharte.

 

Ritterkopf und Rauriser Tal

Blick beim Abstieg zum Gletschersee gegen Norden auf Hocharn, Ritterkopf und Rauriser Tal.

 

Anfahrt, aus Westen über Zell am See oder Bruck, aus Osten über Bischofshofen und St. Johann i.Pg., durchs Salzachtal nach Taxenbach. Dort nach Süden ins Rauriser Tal bis Rauris und weiter über Mautstraße Richtung Kolm-Saigurn. P am Lenzanger auf 1558m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P auf dem gesperrten, breiten Fahrweg durch Wald und Wiesen in den Talschluss von Kolm-Saigurn zum Naturfreundehaus (0:30, Übernachtungsmöglichkeit). Direkt dahinter leitet im steilen Waldhang links haltend ein schmaler Bergsteig höher. Zunächst an einigen Felsen vorbei passiert man weiter oben den Barbarafall, bevor man auf einer kleinen Hangterrasse ins Freie gelangt (Wegtafel). Nun flach nach rechts weiter, zurück an den Wasserlauf, und hier in engeren Kehren durch die buschbestandene, linke Flanke des steileren Grabens hinauf zur aussichtsreichen Hangstufe mit dem alten Bergwerks-Radhaus und dem Neubau (1:30, Übernachtungsmöglichkeit).
Hinter der Hütte auf markiertem Weg links den begrünten Rücken höher, wo es bald neben dem aufgepflasterten Dammfundament eines längst verfallenen, steilen Schrägaufzuges weiter geht. Darüber die noch begrünten, kuppigen Hänge des Hohen Goldberg am Fuße der Westflanken von Neunerkogel und Herzog-Ernst-Spitze empor. Unter der Herzog-Ernst-Spitze wird es zunehmend schroffer. Über Felsbänke hinweg und zuletzt flacher, gelangt man in die Fraganter Scharte auf 2754m (1:30).
Hier rechts auf markiertem Steig über den langen, flachen Verbindungsgrat zum Fuß des Alteck. Nach etwa zehn Metern Abstieg in eine Einschartung geht es zunächst rechts ausweichend durch grobe Felstrümmer um den ersten Grataufwurf herum bevor man das kaum höhere Gipfelchen des Goldberg-Tauernkogel (0:20) überschreitet. Danach auf zunehmend breiterem Rücken in die Niedere Scharte auf 2696m (0:15). Gegenüber steigt, nach einem flacheren Übergang, die 250 Meter hohe, ausnahmslos mit wüsten Felstrümmern überhäufte Ostflanke des Alteck an. Die mit Steinmännchen markierte Route weist leicht rechts hinaus um bald enorm steil auf den oberen Nordwestgrat zu leiten. Über ihn (I+), zunehmend exponiert zum Gipfelkreuz. Abbruch nach 0:55. Ausweichen in die höchst brüchige Ostflanke kaum hilfreich.
In die Niedere Scharte zurück in 0:40, wo sich ein alternativer Abstiegsweg anbietet: Zunächst links hinab durch eine firngefüllte Mulde und darunter dem markierten Steig folgend über einen aussichtsreichen, begrünten Sporn länger gegen WNW hinab bis auf die Moränenhänge rechts des östlichsten Firnlagers des Goldbergkees (Vogelmaier-Ochsenkarkees). Hier im groben Geröll ganz hinab, zuletzt flacher, bis an den Gletschersee vor dem mittleren Goldbergkees auf etwa 2370m (1:05). Über den Abfluss (ggf. sehr wasserreich) auf die Gegenseite, wo man bald auf den markierten "Tauernrundweg" stößt. Im flachen Talboden talauswärts gegen ONO nahe vor den Bachsteg Richtung "Knappenhaus". Dort links haltend gegen Norden über einen begrünten Rücken hinunter zum nächsten Steg am Weg zwischen Rojacherhütte und Neubau (0:40). Auf ihm nach rechts, mit etwas Gegenanstieg, zum Neubau in 0:15. Kolm-Saigurn ist nach 1:05 erreicht, der P in 0:30.

  • Die Tour führt durch den landschaftlich großartigen .
  • Der Weg von der Fraganter Scharte über die sommerlich unsagbar mühsame Nordostflanke des Alteck dürfte für viele kein Tourengelände sein, das man zweimal aufsuchen möchte. Entsprechend selten wird das Alteck im Sommer aufgesucht. Im Winter zeigt es sich vermutlich leichter zugänglich. Die Tour daher 40 Meter unter dem Gipfel aus Protest abgebrochen; man muss sich nicht jede schlechte Schöpfungslaune bieten lassen.
  • Gleich unsäglich unfreundliches Gelände ist an den übrigen, südlich benachbarten Bergen im Westen von Hochwurtenspeicher und Weißsee zu erwarten.
  • Im Übrigen findet man hier allerdings ein überaus abwechslungsreiches, hochalpin geprägtes Tourengelände mit Gletscherschliffen, Sturzbächen, Gletscherseen und Gletscherbrüchen. Überdies ist genau dieses Gebiet auch bergbaugeschichtlich höchst prominent, da hier bis ins 19. Jahrhundert hinein umfangreich Gold geschürft wurde und man allenthalben auf bauliche Überbleibsel (Unterkunftshäuser, Stolleneingänge, Wasserleitungen, Wegefundamente etc.) stößt. Einen berühmten Unternehmer aus dieser Zeit findet man in Ignaz Rojacher. Die Blütezeit mit seinerzeit etwa zehn Prozent des weltweiten Goldbergbaus (im gesamten Rauriser Tal) liegt allerdings früher, im 15. und 16. Jahrhundert.
  • Alternative Schreibweisen: Rauristal.

 

  • Gesamte Wegstrecke (Anstieg bis Alteck 8.0 Kilometer, Abstieg 8.0 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

Am Gletschersee vor dem Goldbergkees.

Am Goldbergkees

Rückkehr an den Neubau. Mitten auf dem Bergkamm (links ragen die Filzenkämmfelsen auf) entdeckt man das Niedersachsenhaus.

Neubau

                      

 

   

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