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Tour 983 - Vorder Gärstenhorn

Zentralschweiz Urner Alpen Gelmerhörnerkette

Bergtour Route Grimselpass - Nägelisgrätli - Grätlisee - S-Flanke - SW-Grat (II+) Gesamtaufstiegshöhe (m) 1030 (690) + 20 im Abstieg Tage 1 Verhältnisse herbstlich gut

Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
3167
(2825 abgebr.)
2164
1030
(690)
3:40
(2:20)
G3
(G2)
78 670 4
Haslital

Das Ritzlihorn (Mitte links) über dichten Nebelbänken im Haslital.

 

Grimselsee

Der Grimselsee am Grimselpass. Am Horizont erheben sich die vergletscherten Viertausender Finsteraarhorn (links) und Lauteraarhorn (rechts).

 

Finsteraarhorn und Lauteraarhorn

Abermals ein Rückblick zu Finsteraarhorn und Lauteraarhorn. Dazwischen strahlen die Fiescherhörner heraus.

 

Finsteraarhorn

Das Finsteraarhorn im Detail. Rechts schließt sich das Agassizhorn an.

 

Vorder Gärstenhorn

Das Vorder Gärstenhorn gesehen am Nägelisgrätli.

 

Am Grätlisee

Am Grätlisee. Im Hintergrund, über dem verdeckten, tief eingesenkten Rhônegletscher, strahlen Dammastock, Rhônestock, Tiefenstock und Galenstock.

 

Galenstock

Der Galenstock im Detail. Rechts davor erhebt sich das dunkle Sidelenhorn.

 

Anfahrt aus Norden von Meiringen durchs Haslital, aus Süden vom Oberwallis über Gletsch, zum Grimselpass. P an der Passhöhe (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Von der Passhöhe auf bez., gewundenem Bergsteig nordostwärts den Auslauf des Nägelisgrätli hinauf. Nach steilerem Beginn schlängelt sich der Pfad bald flacher über blanke Gletscherschliffe weiter. Nach der kleinen Anhöhe P 2481 (LKS 1:25.000) verliert der teils aufgepflasterte Pfad gut 20 Höhenmeter und nachdem man die links etwas tiefer gelegenen kleine Lacke des Remersee passiert hat gelangt man auf 2539m an eine Hütte. Weiterhin nordostwärts über kleinere Aufschwünge höher geht es schließlich auf 2661m in die kleine Geländewanne am Grätlisee (1:40).
Hier vor dem See links weglos den Schrofenhang empor. Zunächst eine Rampe eher nordwestwärts haltend höher hält man sich bald nordwärts, passiert die Felskanzel P 2753 (großer Steinmann) und gelangt so in trümmerbesäte Felswannen am Fuße des Südwestgrates (Gärstengrat) wo sich allmählich die Steinmännchen verlieren. Abbruch nach 0:40 etwas höher auf etwa 2825m auf den von haltlosen Felsblöcken übersäten Gletscherschliffen der unteren Flanke.
Der Weiterweg würde in den inneren Karwinkel der Südflanke führen, wo linker Hand auf halbem Weg zwischen Felskuppe P 3020 und Gipfel eine schuttgefüllte Steilrinne den Zugang zum schroffen Gratfirst vermittelt. Über diesen (II+, teils Bohrhaken) zum Gipfel: Die ersten Türmchen werden links umgangen, dann geht es nach einer Platte exponiert direkt über den Blockgrat (alternativ links tiefer in der Blockflanke) weiter zur höchsten Felsspitze.
Abstieg auf dem Anstiegswege: 0:45 zum See, 1:35 zum P.

  • Der schroffe Felsgipfel bildet zusammen mit dem Mittler Gärstenhorn (3189m, Eigenständigkeit 3) und Hinter Gärstenhorn (3173m, Eigenständigkeit 4) die Gärstenhörner, welche die Südwestecke der Urner Alpen markieren.
  • Landschaftlich ungemein lohnende Tour Besonders empfehlenswert. Von Beginn an bewegt man sich in offenem Gelände auf einem aussichtsreichen, sanften Felsrücken mit ungehinderten Ausblicken nach Westen über den Grimselpass hinweg in die strenge Bergwelt der Berner Alpen um Oberaar- und Unteraargletscher, gekrönt von den Viertausendern Finsteraarhorn und Lauteraarhorn. Nach Süden geht der freie Blick in die Gotthardgruppe und nach Osten, über den tief eingesenkten Rhônegletscher hinweg, zu den teils ausgedehnt vergletscherten, individuellen Berggestalten von Dammastock über Rhônestock, Tiefenstock, Galenstock bis zu den Felszinnen von Gross- und Klein Furkahorn.
    Oberhalb des Grätlisee zeigt sich die Tour zunehmend mühsam. Überdies hat es im Bereich der steilen Anstiegsrinne zum Grat in 2010 einen Felssturz gegeben. Generell zeigt sich das überaus mühsame Gelände in der weitgehend aus blanken Gletscherschliffen gebildeten unteren Südwestflanke unter dem brüchigen Gärstengrat steinschlaggefährlich. Möglicherweise ist der Gipfelanstieg im Frühsommer über Altschneefelder empfehlenswerter.
  • Alternative Namen: Südliches Gärstenhorn, Grütlisee.

 

  • Einfache Wegstrecke (4.1 Kilometer bis Abbruchstelle, 0.6 Kilometer bis Gipfel) zum Download als GPX-Datei.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

Das Gross Muttenhorn im Südosten. Links windet sich die Straße zum Furkapass hinauf.

Gross Muttenhorn

Oberaarhorn, Oberaargletscher (links) und Finsteraarhorn (rechts) im Mittagslicht.

Oberaarhorn und Finsteraarhorn

 

   

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