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Tour 978 - Hohe Warte / Monte Coglians

Kärnten, Friaul / Friuli Karnische Alpen / Alpi Càrniche Karnischer Hauptkamm

Bergtour Route Plöckenpaß / Passo di Monte Croce Carnico - Rifugio Marinelli Giovanni e Olintro - S-Flanke Gesamtaufstiegshöhe (m) 1550 + 150 im Abstieg Tage 1 Verhältnisse spätsommerlich gut

Max
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Min
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Aufstiegs-
höhe (m)
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digkeit
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2780 1357 1550 4:35 G2 1144 34200 1

Cellon

Blick zum Cellon oberhalb der Oberen Collinetta-Alm.

Das Rifugio Marinelli vor der Hohen Warte

Das Rifugio Marinelli vor der Hohen Warte.

 

In der Flanke des Pic Chiadin

In der Flanke des Pic Chiadin (links).

 

Hohe Warte, Gipfel

Gipfelpanorama im Westen, die Dolomiten.

 

Julische Alpen

Die Julischen Alpen im Südosten.

 

Panorama im Süden

Die Südlichen Karnischen Alpen / Dolomiti Orientali. Am Horizont zeigt sich das Adriatische Meer. Links über der Bildmitte erstreckt sich der begrünte Monte Crostis (2250m).

 


Monte Crostis und Umgebung

Die Berge westlich und südlich der Forcla Morareto, gesehen am Cellon. In der Mitte steht der breite Monte Crostis.

 

Hohe Warte, Nordwand

Die Nordwand über dem Valentintörl.

 

Hohe Warte aus Nordosten

Die Hohe Warte aus Nordosten, wie sie sich zwischen Oberer Valentinalm und Valentintörl zeigt. Links steht mit wehender Wolkenfahne der Nachbar Kellerwarte.

 

Hohe Warte aus Osten

Die Hohe Warte aus Osten vom Anstieg zum Polinik.

Hohe Warte

 

Anfahrt - aus Norden vom Gailtal über Kötschach-Mauthen, aus Süden von der ital. Provinz Friaul vom Tal des Tagliamento - über die Plöckenpaß-Bundesstraße zum Plöckenpaß / Passo di Monte Croce Carnico auf 1357m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P auf Weg Nr. 146 Richtung Rifugio Marinelli rechts der Talkerbe ins westwärts höher führende Tälchen. Anfangs flacher auf befestigtem Militärsteig durch Mischwald, später ansteigend und durch Strauchwerk geht es hinauf in einen kleinen Wiesenboden wo man den Abzweig zum Cellon passiert (0:45). Der Weg 146 wendet sich nach links über das Bächlein und einen Strauchhang bis zur Anhöhe hinauf. Oben weniger ansteigend weiter, wo es allmählich durch schrofigeres Gelände geht und man den Abzweig zum Kollinkofel passiert. Links haltend weiter, nun am Fuße höherer Schrofenabbrüche, bis es plötzlich durch eine höhlenartige Rinne wieder steil hinab geht (Drahtseil). Dahinter, weiterhin am Fuße hoher Wände, flacher weiter um dann weiter links wendend durch eine wellige Mulde nahe der Almhütte Casera Monumenz zu queren bis man schließlich 70 Höhenmeter eingebüßt hat. Darauf steigt der Pfad wieder leicht an um vor der Cima Plotta (2017m) durch einen kleinen Sattel auf einen geschotterten Fahrweg zu stoßen, dem die Nummer 146 nun bis ans sichtbare Rifugio Marinelli folgt, anfangs um einige kleinere Graskuppen herum, zuletzt in zwei langen Kehren direkt unter der Hütte. Die Hütte, auf 2111m in der Forcla Morareto gelegen, ist nach 1:50 erreicht.
Dahinter folgt man dem Weg Nr. 143 nordwestwärts haltend bis ans Gipfelziel. Der Steig windet sich zunächst sanftere Graskuppen empor, zieht dann am Pic Chiadin (2302m) über eine markante Grasschneide und verliert links in die Flanke absinkend wieder 30 Höhenmeter. Darauf quert man Kalkrippen und büßt dabei weitere 20 Höhenmeter ein bevor man endlich das Geröllkar am Fuße der Südflanke des Gipfels erreicht. Nun sehr mühsam in losem Geröll höher bis es über Felsbänke und -absätze links haltend weiter geht, wo sich eine günstige Zickzack-Folge von ansteigenden Bändern anbietet. Darüber gelangt man in das große Schuttcouloir, das zwischen Hauptgipfel (links) und Mittelgipfel (rechts) herab zieht. Über dieses steil höher, wobei die linken Begrenzungsfelsen am ehesten Halt bieten. Noch deutlich unterhalb der markanten Scharte geht es dann links heraus in steil ansteigende Felsstufen. Über sie links haltend in Kehren höher bis man an den obersten Westgrat gelangt. Knapp unterhalb der Schneide bleibend rechts zum flachen Gipfelgrat hinauf, der mit einem Glockengestell, Gipfelbuch, TP und einem Kreuz markiert ist. Der allerhöchste Punkt folgt wenig weiter östlich (2:00).
Abstieg: Zum Rifugio in 1:25. Von dort zunächst bis zum kleinen Sattel östlich der Cima Plotta wie beim Anstieg. Nun kann man dem geschotterten Fahrweg (Nr. 148) durch Wiesengelände tiefer ins Kerbtal des Rio di Collina folgen, an der Almhütte Casera Plotta vorbei und weiter bis zur Almhütte Casera Val di Collina auf 1445m. Der Fahrweg zieht danach mit einer weit nördlich ausholenden Kehre in Waldhänge hinein ehe man tiefer auf etwa 1300m angekommen den Fahrweg links verlässt (Wegtafel). Nun geht es auf Wurzelsteig (weiterhin Nr. 148) einen steilen Waldhang nordostwärts hinein, zunächst sanft absteigend um dann entlang von Schrofenabbrüchen wieder 100 Höhenmeter bis an die Almhütte Casera Collinetta di sotto zu leiten. Von hier flach über eine Lichtung zum nahen Plöckenpaß zurück (1:55).

  • Höchster Berg der Karnischen Alpen. Gegen Norden mit 600 bis 700 Meter hohen Steilwänden zum Valentintörl abfallend.
  • Der Zustieg vom Plöckenpaß zum Rifugio Marinelli birgt etliches an Gegenaufstiegen: Wie hier beschrieben beim Anstieg auf Weg Nr. 146 um die 70 Höhenmeter, beim Abstieg auf Weg Nr. 148 gar 100 Höhenmeter. Auch oberhalb der Hütte sind mindestens 50 Höhenmeter Verlust einzurechnen. Die Passagen durch das untere Geröllkar und das Steilcouloir unterhalb des Gipfels zeigen sich dazu im Anstieg sehr mühsam und bleiben im Abstieg auch nur mittelmäßig abzufahren. Insgesamt etwa 400 Höhenmeter zähe Knochenschinderei.
    Erst angekommen am ungemein frei stehenden Gipfel wird man mit einem der vielleicht schönsten und umfassendsten Gipfelpanoramen in den gesamten Alpen belohnt Besonders empfehlenswert: Im Südhalbkreis entdeckt man in der Ferne die Karawanken an der Grenze zu Slowenien, gefolgt von der faszinierend markanten Zackenkulisse der Julischen Alpen mit dem Triglav, dann eröffnet sich, über der niedrigeren Gipfelflur der Südlichen Karnischen Alpen / Dolomiti Orientali, der atemberaubend weite Blick hinaus zum Adriatischen Meer mit den ersten Bergketten Kroatiens dahinter, ehe sich das bereits vollends entzückte Auge wieder hinauf arbeitet an den östlichsten Dolomitengestalten und schließlich bei Civetta, Antelao, Monte Pelmo und den Tofanen landet.
    Wenn man darüber bereits eine gut gefüllte Gipfelstunde verbringen kann, bleibt zum schieren Überfluss noch das Gegenüber im Norden zu studieren: Ein ungeheuer weiter Ausschnitt des Alpenhauptkammes von Hochgall über Rötspitze, Dreiherrnspitze, Venedigergruppe, Glocknergruppe, Goldberggruppe (Hocharn, Hoher Sonnblick, Schareck) bis Ankogelgruppe (Hochalmspitze) und Hafnergruppe. Erst in den östlich folgenden Niederen Tauern verlieren sich allmählich wieder die Details. Eine Gipfelaussicht diesen extrem hohen Ranges verdient Wetterverhältnisse mit allerbester Fernsicht.
  • Durch die Nordwand führen zwei häufiger begangene Routen. Eine ist zu einem Klettersteig ausgebaut, der mit Überhängen, heiklen Querungen und durchaus auch im Hochsommer verschneiten bzw. eisigen Passagen als schwierig und Kraft raubend einzustufen ist.
  • Monte Coglians ist der friaulische Name. Die hier ausschließlich berührte Südseite des Gebirgszuges liegt in der italienischen Region Friuli-Venezia-Giulia.
  • Von Norden aus dem Lesachtal findet man einen Zugang über ein schmales Forststräßchen von Birnbaum über Nostra zum P an der Hubertuskapelle auf 1114m. Weiterweg dann über die Eduard-Pichl-Hütte.
  • In der Umgebung der Passhöhe findet man neben einem Freilichtmuseum etliche Relikte, die von der hohen strategischen Bedeutung des Passes als Teil der österreichisch-italienischen Front im I. Weltkrieg künden.
  • Der Plöckenpaß dient, wohl bei der Durchreise an die Adria, besonders vielen als Freiluftklo, wie allerlei verbrauchte Drogerie- und Hygieneartikel entlang des Weganfanges bezeugen.

 

  • Einfache Wegstrecke (Hütte 5.5 Kilometer, Gipfel 2.4 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

Die Hohe Warte aus Osten vom Gipfel des Polinik.

Hohe Warte aus Osten

Überblick aus Nordosten vom Jauken (Mitterkofel). Im Talboden des oberen Gailtales erkennt man Würmlach und Mauthen.

Überblick aus Nordosten

 

   

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