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Tour 947 Schneeschuhtour- Grionplotten / Piz dals Corvs

Südtirol / Alto Adige Sesvennagruppe

Schneeschuhtour Route Rojen (Schilift) - Griontal - NO-Flanke Gesamtaufstiegshöhe (m) 940 Tage 1 Verhältnisse spätwinterlich

Max
(m)
Min
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Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
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 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
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 Dominanz
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Eigenstän-
digkeit
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2851 1920 940 4:00 G1 31 250 5
Im Rojental

Im Rojental.

 

Griontal

Beim Eintritt ins Griontal.

 

Im Griontal

Die Engstelle im Griontal.

 

Innerer Nockenkopf

Innere Scharte / Forcella di Dentro und Innerer Nockenkopf / Dosso di Dentro.

 

Spi da Russenna

Rückblick am Kar unter dem Gipfel auf den Kamm Spi da Russenna.

 

Anfahrt über den Reschenpass nach Reschen / Resia. Am nördlichen Ortsende zweigt die Straße nach Rojen ab. P am Schilift unterhalb des Ortes auf etwa 1920m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P an der Brücke unterhalb des Liftes rechts des Baches auf ebenem Talweg durch offenes Gelände bis an die Obere Alm, einer Ansammlung idyllischer Stadeln vor dem Ausgang des von rechts einmündenden Griontales. Nun diesem Talzweig folgend die rechte offene Flanke entlang bis man bald in eine Engstelle gelangt und in den schmalen Talgrund wechselt. Darauf in gleicher Richtung, die steile Westflanke der Fallungspitze zur linken, durch wieder breitere Muldenfolgen höher bis auf einen weiten Talboden, wo man den letzten von rechts einmündenden, großen Tobel hinter sich gelassen hat (1:20). Nun rechts eine Mulde höher und über die offenen Hänge des Oberen Grionloches zwischen dem links aufragenden, flachen Rasaßer Grat und tiefer rechts eingekerbten Tobel sanft ansteigenden querend auf den Rücken zu, der nordöstlich von der Gratkuppe P 2799 herabzieht. Den Rücken steiler ansteigend hinauf erreicht man dahinter eine ausgedehnte Wanne. Hier über kuppiges Gelände westwärts auf das Gipfelziel zu, das sich im hintersten Winkel duckt. Zuletzt gelangt man ans kleine östliche Gipfelkar, dessen Schwelle man nach rechts zum Nordostrücken hin überschreitet. Über diesen, teils felsdurchsetzt, zum höchsten Punkt, den eine Gipfelsteindaube schmückt (2:40).
Abstieg auf dem Anstiegswege: Im Griontal vor der Engstelle ist man nach (1:35), am P in 1:20.

  • Gratknoten im von der Rasaßspitze im Südosten zum Piz S-chalambert-Dadaint im Nordwesten ziehenden Grat, an dem ein niedrigerer, aber längerer Seitenkamm nordwärts über Spi da Russenna und Äußerer Nockenkopf zum Piz Lat hinauszieht. Wenig weiter nordwestlich folgt eine kaum niedrigere Nebenkuppe, die mit wilder Felskante in eine etwa 30 Meter tiefere Scharte abfällt, aus der ein schroffer Felsgrat zum sich hoch über dem Unterengadin auftürmenden Piz S-chalambert-Dadaint (3031m) anhebt.
  • Am sehr abgeschiedenen Gipfel kann man gut das südlicher liegende Tourengebiet der Sesvennahütte mit dem Piz Sesvenna einsehen, links davor den belebteren Grionkopf. Ungeheuer fesselnd ist dann der Nahblick in den wilden und winterlich vereinsamten Felskessel des hintersten Val d'Uina, der sich unter dem sanften Schlinigpass verbirgt. Gegenüber der Inneren Scharte ragt der eher besuchte, breite Innere Nockenkopf auf.
  • Für Schneeschuhgeher im Bereich des Oberen Grionloches wegen der Seitenarme des tiefen, von der Inneren Scharte herabziehenden Bachtobels ungünstig zu gehen. Lawinengefährdeten Hängen kann man hier kaum aus dem Weg gehen. Möglicherweise ist eine Route über das so genannte Bergl östlich des großen Bachtobels empfehlenswerter.
  • Abstiegszeit bei unsagbar aufgeweichtem Schnee nach leichtem Neuschneefall während teils bewölkter Nacht trotz sonst optimaler Bedingungen deutlich überhöht.
  • Alle mit Grion... beginnenden Namen findet man auch als Grian... geschrieben.
  • Tour alleine begangen.

 

  • Anstiegsweg (5.7 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

Zwei Minuten und zwanzig Meter

Weniger ein auffälliges Geräusch als eher eine bloße Ahnung ließ auf dem Rückweg in den Nordostflanken unterhalb des Rasaßer Grates, auf gut 2500 Meter, inne halten, aufmerken und sich umdrehen. Sofort lag es im Blick: Just in diesem Moment war in breiter Front deutlich oberhalb aus der obersten Flanke unter dem Gratfirst ein Schneebrett abgegangen, schob sich gerade als ständig höher auftürmende Walze über den flacher auslaufenden Hangfuß. Unwillkürlich suchten die Augen die gerade zuvor gezogene Spur, fanden sie, maßen immer wieder den verbliebenen Abstand, vielleicht 50 Meter, 30 Meter, ehe bei noch 20 Metern die hohe Front der schweren Schneeblöcke endlich, endlich zum Stillstand kam.
Dort, keine zwei Wegminuten entfernt, hatte sich der eigene Standort noch exakt unter dieser Lawinenbahn befunden. Jetzt türmten sich ganz nah mannshohe Blöcke schwersten Lawinenschnees.

Lawinenlagebericht: In kammnahen, wenig befahrenen Steilhängen der gefährdeten Sektoren Nordwest bis Nordost oberhalb 2400 Meter Lawinenwarnstufe II, sonst I.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

Die Gipfelsteindaube, dahinter der schroffe Piz S-chalambert-Dadaint.

Am Grionplotten / Piz dals Corvs

Keine zwei Minuten und zwanzig Meter entfernt: Frischer Lawinenabgang während des Rückweges.

Lawine

 

   

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