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Tour 891 - Brienzer Rothorn

Zentralschweiz Emmentaler Alpen Brienzer-Rothorn-Gruppe

Bergtour Route Talstation der Seilbahn Schönenboden - Stafel - Eiseejoch - O-Grat Gesamtaufstiegshöhe (m) 1120 Tage 1 Verhältnisse frühsommerlich, Gipfel in Wolken

Max
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Aufstiegs-
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keit [1]
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Eigenstän-
digkeit
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2350 1230 1120 2:40 BW1 1342 9660 2
Brienzer Rothorn aus Nordosten

Das Brienzer Rothorn aus Nordosten.

 

Am Eisee

Am Eisee kurz vor dem Eiseejoch.

 

Brienzer Rothorn, Gipfel

Der Gipfel vom Eiseejoch.

 

Am Gipfel

Aussichtsplattform am Gipfel.

 

Brienzer See

Gipfelblick über den Brienzer See.

 

Brienzer Rothorn

Brienzer Rothorn (links), Arnihaaggen (Mitte) und Schönbüel (rechts) aus Südosten vom Wilerhorn.

Anfahrt aus Norden von Luzern, aus Süden vom Haslital über den Brünigpass, nach Giswil. Dort nach Westen über die teils sehr schmale und kehrenreiche "Panoramastraße" Richtung Sörenberg zum Scheitelpunkt am Glaubenbielen (1611m) und hinab ins oberste Mariental zum Schönenboden. Großer P an der Talstation der Seilbahn zum Brienzer Rothorn auf 1230m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P südostwärts den breiten Wanderweg (Wegtafel „Brienzer Rothorn“) über sanft ansteigende Almweiden, später Wald, höher bis es flacher nach rechts an die Alp Stafel auf 1467m geht. Hier zweigt der Wanderweg links ab um nun den offenen, von einer Pistentrasse durchzogenen Steilhang unter einem Flankenabsatz anzusteigen. Auf dem Absatz ist die Alp Stäfeli, 1676m, erreicht. Darüber, entweder entlang der Skipiste oder dem abkürzenden Bergsteig dazwischen, mehr rechts haltend über einen Steilhang höher um zuletzt nach links querend auf die Schwelle eines Karbodens zu gelangen, wo wenig weiter auf 1896m der Eisee liegt (1:35). Rechts des Sees einen Grasrücken traversierend gegen das Eiseejoch im Karhintergrund höher. Ein Skirestaurant und Liftanlagen passierend ist nach 0:20 das Joch auf 2025m gewonnen. Vom Joch in etlichen Kehren über den steilen Ostgrat, stets in der oberen Südflanke bleibend, zum höchsten Punkt. Den mit großem Triangulationssignal (Dreifußgestell), Steinbänken, Panoramatafeln und Fernrohren ausgebauten Aussichtspunkt betritt man nach 0:45.
Abstieg auf dem Anstiegswege: 0:25 ins Eiseejoch, 0:25 an die Karschwelle beim Eisee, 1:15 zum P.

  • Das sehr markant herausgehobene Horn ist höchster Berg der gesamten Bergwelt der Emmentaler Alpen westlich des Brünigpass bis ins Mittelland. Am Gipfel findet man den Grenzstein zwischen den Kantonen Bern, Luzern und Unterwalden (Obwalden).
  • In der Schweiz spricht man die Emmentaler Alpen auch mit Zentralschweizerische Voralpen an.
  • Dem Brienzer Rothorn, weit herausgehobener höchster Punkt auf einem langen, beidseitig steil abfallenden Bergkamm, verbleibt kaum eine unverbaute Bergflanke. Die Südseite durchzieht die weit ausholende Trasse der ältesten Dampf-Zahnradbahn der Schweiz, die Nordseite ist von einer Luftseilbahntrasse durchzogen, darunter breiten sich Lifttrassen und Abfahrtspisten aus. Dicht am Gipfel findet sich daher neben der Endstation der Zahnradbahn auch die Bergstation der Luftseilbahn. Dem zweifellos enorm lohnenden Gipfelpanorama von Urner Alpen mit Titlis, Sustenhorn, Dammastock und Galenstock und Berner Alpen mit Wetterhorn über Lauteraarhorn, Schreckhorn, Eiger, Mönch, Jungfrau bis Blüemlisalphorn und Wildstrubel und dem großen Brienzer See davor fehlt nichts um den Bergtouristen zu begeistern. Abgesehen davon zeigt sich jedoch nahezu der gesamte Anstieg als wenig erfreulich. Auf den krautigen, armen Almhängen der Nordseite entdeckt man weder pittoreske Zirbengruppen noch heitere Lärchenwaldbestände und die passierten Almhöfe präsentieren sich wenig fotogen. Bis zum Eiseejoch kreuzt man mehrfach eine aufgewühlte Skipiste, über dem Eisee stehen Liftanlagen und ein lieblos zusammengezimmertes Schirestaurant. Der Weg ist durchweg steil und knochenschindend wie im Kalkgebirge. Was die Begeisterung bestimmt noch steigert, sind Techno-Music-Bässe einer weit entfernten Open-Air-„Hausi-Parti“ am Glaubenbielenpass, die unentwegt durch Täler, Flanken und Kare bis zum Gipfel herauf wummern.
  • Geplant war eine Gipfelüberschreitung nach Westen an der Seilbahnbergstation vorbei ins anschließende Joch um von dort durch ein steiles nordseitiges Kar und die Alpen Schlacht (1334m) und Habchegg an den Ausgangspunkt zurückzukehren. Um ins Kar zu gelangen ist anfangs eine nordseitige Rinne abzusteigen, was sich Ende Mai ohne Eispickel noch sehr ungünstig zeigt.
  • Wer noch motiviert genug ist und sich auch am befremdlichen Namen nicht stört, kann am Eiseejoch mit einer Stunde Mehraufwand den östlich anschließenden Arnihaaggen, 2207m, ins Tourenbuch aufnehmen. Der markierte Bergpfad verläuft weitgehend in der obersten Nordflanke nahe an der Gratschneide.

 

  • Anstiegsweg (5.6 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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