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Tour 852 - Trinserhorn / Piz Dolf,
Flimserstein / Crap da Flem (Il Fil)

Graubünden / Grischun Glarner Alpen Sardonagruppe

Bergtour Route Seilbahnstation Fil de Cassons - Il Fil - Trinserhorn über Fuorcla Raschaglius und S-Grat (Stelle I) auf und ab - Plaun Segnas Sura - Segnas Sut - Sesselliftstation Alp Naraus Gesamtaufstiegshöhe (m) 570 Tage 1 Verhältnisse herbstlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Flimserstein (Il Fil) 2694 2634 60 0:20 BW1 39 2300 4
Trinserhorn 3028 2551 510 1:50 G1 250 1990 3
Ringelspitz

Tristelhorn / Piz da Sterls (Mitte) und Ringelspitz / Piz Barghis (rechts) vom Il Fil.

 

Piz Segnas und Trinserhorn

Piz Segnas (links) und Trinserhorn (rechts), davor die Fuorcla Raschaglius, gesehen am Fil de Cassons.

 

Flimserstein

Blick über das Plateau des Flimserstein und das Vorderrheintal gegen die Adula-Alpen.

 

Gipfel des Trinserhorn

Am Gipfel des Trinserhorn.

 

Calfeisental

Gipfelaussicht am Trinserhorn gegen Nordosten über das Calfeisental zum Pizol.

 

Il Fil

Rückblick zum Il Fil, links darunter das Talbecken der Aua da Mulins.

 

Tödi

Bifertenstock (links), Tödi (Mitte links) und Hausstock (rechts), davor im Mittelgrund der Vorab.

 

Tschingelhörner

Plaun Segnas Sura / Oberer Segnasboden:
Die Tschingelhörner mit dem Felsenfenster des Martinsloch
sowie Crap Ner, Piz Grisch (links) und Tschingelhörner (rechts).

Plaun Segnas Sura

 

Segnas Sut

In der Schwemmebene Segnas Sut, einem einstigen See.

 

Flimserstein

Der Flimserstein am Rückweg zur Alp Naraus.

Anfahrt aus Osten über Chur, aus Westen über den Oberalppass nach Flims. P im großen Parkhaus an der Seilbahnstation (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Von der Seilbahnstation „Fil de Cassons“ auf flachem Wanderweg über den breiten Bergkamm Il Fil nach Osten durch einen sanften Wiesensattel zum höchsten Punkt einer weiten Kuppe auf 2694m (0:20).
Von dort zurück nach Westen, knapp oberhalb der Seilbahnstation vorbei und 30m hinauf zum Westende des Kammes am Fil de Cassons (2678m, Aussichtspunkt mit Panoramatafeln und geologischen Schautafeln) dauert es 0:20.
Danach auf bez. Pfad nach Norden den Felskamm in die Fuorcla Raschaglius auf 2551m hinab (0:15).
Nun geht es zunächst über einen sanft ansteigenden Wiesenkamm weiter aus dem bald der steile, 400 Meter hohe Südgrat des Trinserhorn ansetzt. Zuunterst zeigt sich die allmählich schärfere Gratschneide mit splittrigen Klemmplatten besetzt, dann geht es über festere Leisten und Absätze, stets dicht an der Schneide, höher. Hundert Meter unter dem Gipfelkamm erreicht man einen Wechsel der Gesteinsschichten. Diesen steileren Aufschwung gewinnt man am ehesten von rechts (I), darüber folgt ein flacherer Schuttrücken der zum ausgedehnten, charakteristisch flachen Gipfeldach leitet. Über den Vorgipfel P 2999 zum höchsten, mit Gipfelsteindaube markierten Punkt (1:15). Lohnend ist noch ein Abstecher über den flachen Gipfelkamm bis zur nordwestlichen Bergschulter.
Abstieg zurück zur Fuorcla Raschaglius in 1:00. Nun bietet sich ein landschaftlich ungemein lohnender Umweg hinab zur Sesselliftstation Alp Naraus an: Dazu steigt man von der Fuorcla Raschaglius weglos 150 Höhenmeter über einen sanften Schutthang nach Südwesten in die ausgedehnte Schwemmebene Plaun Segnas Sura / Oberer Segnasboden ab. In der wasserreichen Schotterebene in beliebiger Route südwestwärts hinaus bis an die Talschwelle am Fuße des Kammes Crap la Tgina neben dem Bachauslass. Links an der kleinen Bachklamm vorbei ist bald der markierte Pfad erreicht (1:00), der in der Folge an teils riesigen Plattenfluchten vorbei hinab zur nächst tieferen Schwemmebene der Segnas Sut leitet. Der dortige Wegzweig an P 2106 nahe der Camona da Segnas ist nach 0:20 erreicht. Nun geht es über einen wahren Panoramaweg, links die Westabbrüche des Flimserstein, rechts das weite Vorderrheintal vor sich, über einen längeren Wiesenhang, anfangs mit malerischen Felstrümmern durchsetzt, sanft nach Südosten hinab. Nach letzten steileren Kehren ist in 0:50 die Sesselliftstation Alp Naraus erreicht.

  • Das Trinserhorn ist der dritte Gipfel im Familienbunde von Piz Segnas und Surenstock / Piz Sardona, von diesem Gipfelpaar jedoch durch den vergletscherten Sardonapass getrennt. Es stellt sich als ebenmäßges Trapez mit flachem Gipfeldach dar, von dessen beiden Enden vier kurze und steile Grate absinken.
  • Der Il Fil ist der oberste und zu einem Rücken angehobene Rand der riesigen, sanft nach Südosten geneigten und allseitig steil abstürzenden, begrünten Kalkplatte des Flimserstein.
  • Landschaftlich außerordentlich lohnende Tour Besonders empfehlenswert. Bereits am Il Fil gewinnt man einen bemerkenswert schönen Ausblick nicht nur auf das weite Vorderrheintal mit den Adula-Alpen gegenüber (Piz Beverin, Rheinwaldhorn, Piz Terri, alles überragt von Ortler bis Piz Bernina), sondern auch ganz nah mit Tristelhorn / Piz da Sterls und Ringelspitz / Piz Barghis im Nordosten und, etwas weiter, Brigelser Hörner, Bifertenstock und Tödi im Südwesten. Nebenbei gewinnt man beim Anblick der offen daliegenden, gewaltigen Schichtpakete nicht nur einen tiefen Eindruck vom Entstehungsprozess eines Faltengebirges, sondern auch von dessen unvorstellbaren Zeitdimensionen.
  • Der Gratanstieg zum Trinserhorn über splittrige, geneigte Felsleisten wird Kletterfreunde kaum begeistern. Am Gipfeldach wird man jedenfalls zusätzlich zum Ausblick am Il Fil mit einer herrlichen Nahsicht auf die teils vergletscherten Ostflanken von Piz Segnas und Surenstock belohnt während sich im Nordosten über dem Calfeisental der Blick zum Pizol öffnet.
  • Beim Abstieg erweist sich der Weg in der von zahlreichen Wasseradern durchzogenen Schotterebene der Oberen Segnasböden als weiterer Höhepunkt und sobald man weit genug am Südgrat des Piz Segnas vorbei gezogen ist, ist über dem Sattel von La Siala in den Wänden der Tschingelhörner auch noch das Felsenfenster des Martinsloch zu entdecken.
  • Eine lohnende längere Tourvariante würde sich mit Überschreitung des Trinserhorn nach Nordwesten in den Sardonapass und folgendem Abstieg in den Oberen Segnasboden ergeben, wobei man sich jedoch mühen muss, den letzten Betrieb des Sesselliftes an der Alp Naraus zu erreichen. Des weiteren kann man auch die große Mulde in der Südwestflanke (Firn, unten Schutt) zum Oberen Segnasboden absteigen.
  • Da durchgängig in süd- bis südwestorientiertem Gelände verlaufend, sehr gut als Herbsttour geeignet. Lediglich beim nordseitigen Abstieg vom Fil de Cassons in die Fuorcla Raschaglius muss man ggf. mit Schnee rechnen.
  • Nach Rechtschreibregeln (Duden, §§ 38, 50 und 61) sollten die beiden Bergnamen als Flimser Stein und Trinser Horn geschrieben werden, da von anderen Ortsnamen (Flims bzw. Trin) abgeleitet.
  • Tour alleine begangen.

S. a. Gipfelpanorama.

  • Komplette Wegstrecke (Anstieg 5.9 Kilometer, Abstieg 8.3 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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