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Tour 843 - Hoch Fürleg

Salzburg Hohe Tauern Granatspitzgruppe Alpenhauptkamm

Hochtour Route Rudolfshütte - H.-Gruber-Weg - S-Flanke (I) - Mittelgipfel über W-Grat (I) auf und ab - Südgipfel über NO-Grat (I+) auf und ab Gesamtaufstiegshöhe (m) 740 + 60 im Abstieg Tage 1 Verhältnisse sommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Mittelgipfel 2943 2250 700 2:25 BW2 33 370 5
Südgipfel 2947 2910 40 0:35 G2 141 800 4
Gletschersee

Gletschersee vor dem Sonnblickkees. Links im Hintergrund ragt der markante Felskegel des Tauernkogel auf.

Blick nach Südosten gegen das Kar des Ödenwinkel mit Hohe Riffel, Johannisberg und Großglockner. Vorne ruht der Weißsee.

Ödenwinkel

 

Mittelgipfel Hoch Fürleg

Der Mittelgipfel über dem Rabenkees mit dem Eissee.

 

Weißsee

Der Weißsee, umrahmt von Johannisberg (links), Eiskögele (Mitte links), Hoher Kasten (Mitte),  Medelzkopf (Mitte rechts), Kalser Tauern und Tauernkogel (rechts).

 

Tauernmoossee

Blick vom Mittelgipfel nach Nordwesten über den Tauernmoossee gegen Kitzsteinhorn (links), Hocheiser (Mitte rechts) und Großes Wiesbachhorn (Hintergrund rechts).

 

Stubacher Sonnblick

Blick vom Südgipfel zum Stubacher Sonnblick. Links erhebt sich die Granatspitze.

 

Gesamtansicht

Gesamtansicht von Süd-, Mittel- und Nordgipfel aus Nordosten vom Kleinen Eiser. Links der Stubacher Sonnblick, rechts außen der Kitzkarkogel.

Anfahrt vom Pinzgau über Uttendorf - aus Westen von Mittersil oder aus Osten von Zell am See kommend - ins Stubachtal. Großer P am Straßenende im Enzingerboden bei der Talstation der Weißsee-Seilbahn. Per Seilbahn in zwei Sektionen direkt an die Rudolfshütte auf 2311m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Zum Mittelgipfel folgt man durchgängig einem markierten Bergsteig: Zunächst steigt man 60 Meter von der Hütte zur westlichen Staumauer ab. Gegenüber geht es nach links über einen mit Drahtseilen und Leitern gesicherten Schrofenpfad auf ein ausgedehntes, mit flachen Felsbänken bedecktes Schrofenplateau empor. Bald passiert man einen auffällig großen Ombrometer zur Regenmessung (1:00). Danach geht es rechts um einen Gletschersee vor dem Sonnblickkees herum und gegenüber steilere Felsbänke höher ehe man weiter oben schließlich den Gletscherrand berührt. Dieser wird am Fuße steiler Felswände kurz gequert, dann geht es rechts erneut steilere Felsabsätze hinauf. Schließlich ist das weite und wellige Hochkar zwischen Süd- und Mittelgipfel, von mehreren Toteisfeldern bedeckt, erreicht. Dieses steigt man halb links haltend in den Sattel zwischen beiden Gipfeln an. Am Sattel stößt man auf das flache Gletscherfeld des oberen Rabenkees und einen malerischen kleinen Eissee.
Zum Mittelgipfel am Sattel nach rechts, wo es gleich dicht links unter der schroffen Gratschneide über grobe Felsblöcke (I) auf die ausgedehnte Gipfelhochfläche geht, die an ein zerfurchtes Schrattenfeld der Kalkalpen erinnert. Das Gipfelkreuz ist nach 1:25 erreicht.
Zum wenig höheren Südgipfel geht es weglos und unmarkiert über den bereits berührten Sattel und anschließenden Verbindungsgrat. Dieser wirft zunächst zwei kleinere runde Schrofenkuppen auf, dann geht es wenige Schritte über das oberste, zu einem Rücken gewölbte Gletscherfeld. Darauf folgt der scharfe, teils sehr brüchige Felsgrat (I+), der in mehreren Aufschwüngen, auch über gewaltige Blöcke, an den höchsten Punkt leitet. An schwierigen Stellen hält man sich mit Vorteil an die rechte Seite. Den zu höchst aufgetürmten Felsblock, dicht vor der Sonnblickscharte, hat man nach 0:35 erklommen.
Abstieg wie Aufstieg: In 0:25 kehrt man an den Sattel zurück, bei 60 Metern Gegenanstieg in weiteren 1:45 an die Hütte.

  • Die Hoch Fürleg ist ein sehr hügeliger, eher uncharakteristisch wirkender Bergstock der im bergsteigerischen Schatten etlicher attraktiver Dreitausender liegt. Er wirft noch einen dritten, den Nordgipfel mit 2925m auf (mit einem Kreuz geschmückt), den man über einen breiten Schrofenrücken in 0:15 erreicht.
  • Um so überraschender erweist sich die landschaftlich und vom Wegverlauf her über alle Maßen beglückende Tour. Bei kaum zweieinhalb Stunden des Anstiegs passiert man verschiedenste Wegeindrücke. Der Anfang ähnelt einem Klettersteig, darauf passiert man einen herrlichen Gletschersee vor steiler, zerrissener Gletscherzunge, immer wieder sind ausgedehnte, aber gut griffige Gletscherschliffe zu überqueren, das Sonnblickkees wird kurz betreten und gipfelwärts dehnt sich ein sanftes, welliges Hochkar mit den Resten des hier fast abgeschmolzenen Sonnblickkees aus. Am Sattel zwischen den Gipfeln findet sich am Rande eines flachen, nordseitigen Gletscherfeldes noch ein weiterer entzückender Eissee eingebettet. Schließlich bleiben sogar noch zehn Minuten an einem scharfen Grat zu klettern. All dies unter winterlichen Schneemassen verborgen zu wissen, könnte enttäuschender kaum sein.
  • Das Gipfelpanorama fesselt mit den Riesenwänden unter den Gipfeln von Hohe Riffel bis Eiskögele, überragt schließlich vom Großglockner. Links, weiter im Norden, schließen sich die herrlichen Bergpyramiden von Hocheiser und Kitzsteinhorn an, überragt von Gletschergipfeln wie Großes Wiesbachhorn oder Klockerin. Ganz nah stehen die aus einem weiten Gletscherbuckel heraus ragenden Gipfel von Granatspitze und Stubacher Sonnblick. Im Westen, nicht zuletzt, strahlt der Großvenediger herüber. Alles in allem eine der lohnendsten Bergtouren im Alpenraum Besonders empfehlenswert.
  • Alternative Schreibweisen: Hohe Fürleg, Hoch Fürlegg, Hoch Filleck.
  • Die in einem landschaftlich überaus großartigen Rahmen eingebettete Rudolfshütte wurde 1958 als "OeAV-Alpinzentrum" vom Österreichischen Alpenverein errichtet und als Ausbildungsstützpunkt genutzt. Seit 2002 ist das große, vierstöckige Gebäude Teil einer örtlichen Hotelkette und wird als Drei-Sterne-Haus mit umfangreichem Rahmenprogramm bewirtschaftet.
  • Tour alleine begangen.

 

  • Einfache Wegstrecke (4.0 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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