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Tour 709 - Großer Donnerkogel

Oberösterreich Dachsteingebirge Gosaukamm

Bergtour Route Vorderer Gosausee - Gablonzer Hütte - Törleck - Großer Donnerkogel über S-Grat auf und ab - Steinriesenkogel über W-Grat auf und ab Gesamtaufstiegshöhe (m) 1220 + 60 im Abstieg Tage 1 Verhältnisse herbstlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Großer Donnerkogel 2054 933 1130 3:10 BW2 124 1420 4
Steinriesenkogel 2012 1930 90 0:25 BW2 32 320 5
Großer und Kleiner Donnerkogel

Großer und Kleiner Donnerkogel vom Gosausee aus.

 

Anstieg zur Gablonzer Hütte

Beim Anstieg zur Gablonzer Hütte.

 

Gipfelpanorama

Großer Gosausee und Hoher Dachstein vom Gipfel des Donnerkogel.

 

Gipfelpanorama im Südwesten

Gipfelpanorama im Südwesten mit Glocknergruppe (links im Hintergrund), Hochkönig (Mitte rechts) und Tennengebirge (rechts).

 

Großer Donnerkogel

Großer Donnerkogel vom Gipfel des Steinriesenkogel gesehen.

Anfahrt aus Norden von Salzburg oder Bad Ischl, aus Süden von Bischofshofen oder Radstadt, zur B 166 über den Pass Gschütt. Östlich des Passes, in Gosau, Abzweig nach Süden ins obere Gosautal und weiter zu den großen P am Straßenende bei der Seilbahnstation auf 933m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

An der westlichsten Spitze des Gosausee dem Weg 620 zur Gablonzer Hütte folgen. Der schmale, anhaltend steile Wurzelsteig windet sich umgehend den Waldhang empor, gabelt sich bei einer Schuttreiße (links zweigt der Weg 623 zum Steiglpass ab) und führt oberhalb der kleinen Lichtung an der Krautgartenalm näher an den Fuß hoher Felswände um dann wieder durch steileren Laubwald (s. zweites Bild) auf den flacheren Wiesenabsatz an der Zwieselbergalm mit der Gablonzer Hütte zu führen (1:25).
An der Hütte nach links, hinauf zum nahen Östlichen Törlecksattel, zwischen der kleinen Kuppe des Törleck (Sendemast) und dem steil aufstrebenden Nordwestgrat des Kleinen Donnerkogel gelegen, und flach weiter zu den nahen Wiesen am Westlichen Törlecksattel. Dort links, in die Südwestflanke der beiden Donnerkögel. Der Weg quert zunächst mit einigem Auf und Ab durch Latschengassen und müht sich dann in der hohen Steilflanke, endlich einen Durchlass durch einige steile, schrofige Schichtbänke zu finden. Darüber geht es erneut durch Latschengassen, kurz vor dem Gipfel den rechts abzweigenden Steig zum Steinriesenkogel passierend, dem höchsten Punkt entgegen. Kreuz und Buch auf dem Felsgipfel des Donnerkogel sind nach 1:45 erreicht.
Beim Rückweg kann man noch einen Abstecher zum südöstlich benachbarten Steinriesenkogel unternehmen. Dazu zum nahen Wegverzweig zurück und links durch eine Latschengasse dem Steig zur Theodor-Körner-Hütte folgend hinab in eine Felsscharte (etwa 1930m, I, gesichert) über der steil nach links zum Gosausee hinab ziehenden Gaißriese. Gegenüber dem Steig nach über eine steile, aber einfache Schrofenflanke zum höchsten Punkt (0:40 hin und zurück).
Zurück zum Wegverzweig mit über 60 Metern Gegenanstieg und auf dem Anstiegswege zur Gablonzer Hütte in 1:05. Zum Gosausee hinab in 1:00.

  • Der Anstieg über den schmalen, vielfach gewundenen Wurzelsteig vom Gosausee zur Gablonzer Hütte ist landschaftlich äußerst reizvoll, besonders im Herbst und beim Aufstieg, wenn die Morgensonne seitlich einfällt und der locker stehende Steilwald, meist Laubbäume, den Blick mal auf den immer tiefer sinkenden Gosausee und mal auf die himmelhoch über einem aufsteigenden, kalkhellen Nordwände der beiden Donnerkögel frei gibt. Am Törleck angelangt öffnet sich unvermutet ein herrlich weiter Blick auf den Alpenhauptkamm von Hafnergruppe über Hochalmspitze, Ankogel, Schareck, Hoher Sonnblick, Hocharn bis Großglockner, Großes Wiesbachhorn und Hoher Tenn sowie Hochkönig und Tennengebirge.
  • Der Gipfelausblick ist vielleicht einer der schönsten und abwechslungsreichsten überhaupt Besonders empfehlenswert; Im Süden, über bewaldetem Mittelgebirge, erstreckt sich der strahlend vergletscherte Alpenhauptkamm von Hafnergruppe bis Venedigergruppe wie zuvor beschrieben. Im Nordosten zieht sich die helle Kalkkulisse des Toten Gebirges am Horizont entlang, tief unter einem gähnt ganz nah die fjordgleiche Talfurche um den Gosausee, in mehreren Aufschwüngen zum dramatisch zerrissenen Großen Gosaugletscher ansteigend, um zu hinterst von markanten Felspyramiden wie Hohes Kreuz, Hoher Dachstein, Mitterspitz und Torstein gekrönt zu werden (s. mittleres Bild). Rechts davor schiebt sich eine ganz eigenwillige Felsgestalt, die Bischofsmütze. Es gibt nur sehr wenige Stellen in den Nördlichen Kalkalpen, wo man bei aller Landschaftspracht auch noch eine vergletscherte Nachbarschaft findet.
  • Die Gablonzer Hütte ist auch per Seilbahn vom Gosausee aus erreichbar.
  • Zwischen Törleck und Gipfel zeigt sich der häufig begangene Steig unsäglich speckig.

 

  • Einfache Wegstrecke (Anstieg zum obersten Wegverzweig 4.8 Kilometer, Anstiege zu den beiden Gipfeln 0.7 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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