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Tour 699 - Hintere Rotspitze / Cima Rossa di Saent

Südtirol / Alto Adige Ortleralpen / Gruppo dell'Ortles Marteller Hauptkamm

Hochtour Route Enzianhütte - Sällentjoch - NO-Grat (I) Gesamtaufstiegshöhe (m) 1300 Tage 1 Verhältnisse hochsommerlich gut

Max
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Aufstiegs-
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zeit (h)
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keit [1]
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Eigenstän-
digkeit
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3347 2055 1300 4:35 G2 62 670 4
Aussicht nach Nordost

Nachbarschaft im Nordosten, Hintere Eggenspitze (Mitte rechts) und Vordere Eggenspitze (rechts). Weiter links spitzt die Zufrittspitze hervor. Links unten senkt sich das Sällentjoch ein.

Gipfelpanorama im Süden über den weiten Gletscherboden des Vedretta del Carèser hinweg mit Presanella und Adamello. Rechts erhebt sich die Gletscherflanke des Monte Vioz.

Aussicht nach Süden

 

Vedretta del Carèser

Weiter links entdeckt man am Horizont die Brentagruppe.

 

Aussicht nach Südwest

Den Horizont im Südwesten beherrschen Monte Vioz, Palon de la Mare und Monte Cevedale. Darunter ducken sich die Veneziaspitzen (Mitte), ganz rechts ragt die Hintere Schranspitze auf.

Auf dem Rückweg kann man lange den Gletscherriesen Monte Cevedale bewundern. Rechts darunter strahlt die Fassade der Zufallhütte.

Monte Cevedale

Anfahrt aus dem Vinschgau / Val Venosta ins Martelltal bis zum Talschluss. P auf 2055m an der Enzianhütte (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P, dem Weg Nr. 12 Richtung „Sällentjoch“ nach, durch Lärchenwald an den Fuß der Nordwand der Vordere Rotspitze und dann sanft ansteigend nach Osten. Nach Querung eines ausgedehnten Schuttfächers und erneuter Waldpassage stößt man auf den Weg, der vom Gasthof Zum See, tiefer am Zufrittsee gelegen, herauf führt. Rechts weiter, nun über offene und etwas steilere Matten bis zu einem kleinen Bachsteg und danach über eine flachere Wiesenterrasse gegen die hohe Bergflanke. Deutlich links eines Sturzbaches geht es entlang des Bergsteiges über sie hinauf. Dicht unter dem obersten Felsabbruch angelangt rechts hinaus um über Geröll auf die große Karschwelle, die einen größtenteils abgeflossenen und verlandeten See birgt, zu gelangen. Das folgende große Trümmerkar steigt in zwei Stufen an, dann geht es über einen Moränenrücken ins aussichtsreiche Sällentjoch / Passo di Saent (3:00), an dem rechts der lange Nordostgrat der Rotspitze ansetzt.
Zunächst geht es über einen breiten Blockrücken weiter. Den ersten, breiten Aufschwung kann man gut am Rande des Gramsenferner / Vedretta di Grames sanft höher steigend umgehen. Nachdem rechts bald eine große Felskuppe, die Innere Gramsenspitze / Cima di Grames di Dentro, aus dem Gletscher aufsteigt, wechselt man über Geröllbänke endgültig auf den Grat (I), der hier als behäbiger Blockrücken ansteigt. Nach einem steileren Anstieg, kurz auch über plattige Passagen, befindet man sich schließlich vor dem ersten schroffen Felskopf (P 3296), den man in der rechten Flanke, etwas exponiert, umgeht (Steinmann). Wieder zurück auf der ansteigenden Schneide, sind dem Gipfel zu erneut einige schwierigere Stellen etwas exponiert rechtsseitig zu umgehen (auf Steinmann achten), bis nach 1:35 der mit einem Behelfskreuz geschmückte höchste Punkt erreicht ist.
Abstieg wie Aufstieg: In 1:30 zurück ans Sällentjoch (kann man über sanft abfallendes, jedoch sehr mühsam zu gehendes Trümmergelände abschneiden), 2:15 zum P.

  • Ruhiges, sehr eindrückliches und großzügiges Tourengelände zwischen den etwas belebteren Veneziaspitzen und der Zufrittspitze. Völlig unverstellter Blick nach Süden über den weiten Gletscherboden des Vedretta del Carèser hinweg auf Adamello, Presanella und Brenta (s. zweites Bild), weiter westlich steigen Monte Vioz und Palon de la Mare auf (s. viertes Bild), im Osten, über den weiten Karböden um das Rifugio Silvio Dorigoni, erblickt man die Hintere Eggenspitze mit ihren schroffen Felsabstürzen (s. oberes Bild).
  • Wenn die Reservezeit es noch zulässt, kann man ab Gipfel der Rotspitze über den leichten, direkten Verbindungsgrat durch das Martelljoch, 3285m, die Hintere Schranspitze / Punta Martello, 3357m, anhängen (s. viertes Bild). Vom Sällentjoch ist außerdem die nordöstlich benachbarte Sällentspitze / Cima di Saent, 3215m, über den Verbindungsgrat (I+) erreichbar (s. oberes Bild).
  • Das Trümmerkar vor dem Sällentjoch, im An- und Abstieg jeweils etwa eine halbe Stunde zu queren, erweist sich leider als sehr mühsam, da sich im jungen Gletscherrückzugsgelände zwischen den Felstrümmern kaum Boden gebildet hat.
  • Tour alleine begangen.

 

  • Einfache Wegstrecke (7.6 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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