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Tour 684 - Pointe du Lamet, Mont Lamet, Pointe de la Haie

Savoyen Südliche Grajische Alpen
Savoie Alpes Grées du Sud

Hochtour Route Lac du Mont Cenis - Fort de Ronce - Lac Claire - Mont Lamet - Pointe du Lamet - Pointe de la Haie Gesamtaufstiegshöhe (m) 1500 + 130 im Abstieg Tage 1 Verhältnisse hochsommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Mont Lamet 3478 2093 1390 3:35 G3 28 300 6
Pointe du Lamet 3504 3450 60 0:15 G1 221 3200 3
Pointe de la Haie 3452 3404 50 0:15 G1 48 1000 4
Blick zum Rocciamelone

Blick von der Pointe du Lamet nach Südosten auf den Rocciamelone, dessen Flanke hinab ins Valle di Susa von Wolken zugedeckt ist.

 

Pointe de Ronce

Die Pointe de Ronce.

 

Lac du Mont Cenis

Blick über den Stausee Lac du Mont Cenis.

An der Pointe de la Haie mit Blick zurück auf Pointe du Lamet, links, und Mont Lamet, Mitte. Davor der Glacier du Lamet.

Gipfelbereich

 


Ansicht aus Nordwesten

Die Pointe du Lamet aus Nordwesten vom Nachbarn Pointe de Ronce. Links im Hintergrund ragt der Rocciamelone hervor.

Lac du Mont Cenis

Gesamtansicht aus Westen an der Pointe Clairy: Links, über den Wolken am Col du Mont Cenis aufragend, die runde Kuppe der Pointe de Ronce. In der Mitte, mit kleinem Gletscherfleck, steht die Pointe du Lamet, rechts, über der Po-Ebene, das Felshorn des Rocciamelone. Davor der Stausee Lac du Mont Cenis, der zum Po entwässert.

Anfahrt aus Norden über den Col de l’Iseran, aus Westen über Modane im Tal der Arc, oder aus Osten über Turin und Susa, zur Passstraße am Col du Mont Cenis (2083m). Großer P an der Straße entlang des Stausees Lac du Mont Cenis bei Plan des Fontainettes (2093 m), unterhalb des Fort de Ronce gelegen (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Von der Straße führen mehrere Pfade über mittelsteile Wiesen zum 200m höher liegenden Fort (2294m). Dort dem Hinweis „Lac Claire“ folgend weiter ins kurze, muldenförmige Tal, über einige Wiesenaufschwünge bis zum tümpelartigen Seelein hinauf, das nach 1:40 erreicht ist.
Weiter in gleicher Richtung, zunächst auf einem aufgepflasterten Pfad am Fuße der rechts ansteigenden Geröllhänge, bis fast in den hintersten Talwinkel, über dem rechts die steil herab ziehende Gletscherzunge des Glacier du Lamet endet. Nun weisen Steindauben nach rechts den kehrenreichen und sehr steilen Weg über einen Schutt- und Geröllhang, leicht talauswärts gerichtet, bis man an den Fuß der hohen Felsen gelangt, welche die durch mehrere große Couloirs zergliederte Basis der pultartig herausgehobenen Gipfelflur bilden. Nun nicht den Steigspuren in das erste Couloir folgen, denn es weist leicht abschüssige, wasserüberzogene Felsbänke (II) auf und führt auf ggf. blanken Gletscherrand empor, sondern weiteren Steigspuren entlang etwas talauswärts querend zum nächsten Couloir, das sich sogleich teilt (vergl. zweites Bild v.u.). Hier hält man sich an den rechten und deutlich breiteren Rinnenarm, der zuoberst aus einer gut erkennbaren, breiten und aperen Karrückwand herabzieht. Die Felstürme in der Rinne umgeht man links, und über steilsten, meist feinen Schutt erkämpft man sich bis zuoberst den Zugang in die karartige Steilmulde. Hier zunehmend rechts haltend, weiterhin in feinem Schutt, gelangt man schließlich auf die Anhöhe. Über diese nach links zu einem kleinen Schuttplateau, womit die Gipfelflur erreicht ist. Steinmännchen leiten nun im Bogen hinüber auf einen markanten Vorgipfel, den Mont Lamet (1:55), einer kammartigen Felsschneide, danach in einen wenig niedrigeren Sattel und endlich links unter dem steil emporragenden Gipfelkopf der Pointe du Lamet vorbei um über rückwärtige letzte Felsabsätze (I+) den höchsten, vollkommen ungeschmückten Punkt zu gewinnen (0:15).
Danach nordostwärts über einen breiten Rücken weiter, eine kleinere Stufe wird rechts abgestiegen, und durch den sanften Sattel Col du Lamet (P 3404) zum 50 Meter höheren Kammzug, wiederum mit Schutt bedeckt, der Pointe de la Haie (0:15, s. zweites Bild).
Weiterweg zur Pointe de Ronce über Pas du Chapeau (s.u.) und Pointe du Vieux, 3468m, wegen Überschreitung der strategischen Umkehrzeit abgebrochen.
Rückweg bis zum unteren Ende des Couloirs wie Aufstieg. Nun jedoch den gesamten Schutthang direkt in Richtung Lac Claire hinab, etwa in Nähe einer kleinen Rinne (ggf. schneegefüllt), zu unterst links haltend, bis man den mark. Anstiegsweg kurz vor dem Seelein erreicht (1:50). Zum P in 1:15.

  • Zur angegebenen Anstiegszeit von 3:35 zum Mont Lamet kamen wegen vergeblicher Wegsuche am Lac Claire (0:25) und im ersten Couloir (0:35) insgesamt eine weitere Stunde dazu. Außerdem ist wegen möglicher Orientierungsprobleme zu berücksichtigen, dass die Berge dieser Region nachmittags häufig von tiefen Wolken, über der Po-Ebene aufquellend und gegen die Alpen treibend, eingehüllt werden. Überdies ist der steile Pfad vom Seelein zum Sattel des Pas du Chapeau, 3297m (ital. Messung 3283m), jenseits der Pointe de la Haie, nur abschnittsweise zu erkennen. Ob man diesen für einen (Not-)Abstieg vom Sattel nutzen könnte, ist unsicher. Auf älteren Karten noch verzeichnet, ist er auf jüngeren meist gelöscht. Damit war insgesamt die strategische Umkehrzeit überschritten.
  • Wenn man die komplette Kammüberschreitung von der Pointe du Lamet über Pointe de Ronce zum Col du Lou oder umgekehrt geht, summieren sich die zu überwindenden Höhenmeter auf etwas über 2000m. Obwohl die technischen Schwierigkeiten I+ nicht überschreiten, darf die teils mühsame Tour nicht unterschätzt werden. Es gibt keine Unterkunft am Weg, weshalb unbedingt eine Biwakausrüstung für eventuelle Notfälle mitzunehmen wäre. Die reine Gehzeit für die Gesamtüberschreitung, ohne jegliche Verhauer, dürfte um 7:20 liegen (vergl. unterstes Bild).
  • Ab Lac Claire weisen nur noch Steindauben den Weg, ab Couloirauslauf ist die Route schließlich vollkommen weglos und ohne jegliche Markierungen. Die Schuttpassagen zwischen Seelein und Gipfelkamm ziehen sich über eine Höhe von insgesamt 400-500m, die 200m davon im Couloir und folgenden Kessel sind extrem steil und teils nur auf allen Vieren zu überwinden. Die Route ist damit bestenfalls für den Abstieg zu empfehlen, wenn man sie dabei findet. Beim Abstieg auch begangen, nahm diese Passage immer noch eine volle Stunde in Anspruch, da ein Abfahren im zu groben Schutt nicht möglich ist. Insgesamt mühsamstes, schuhmordendes Auf- und Abstiegsgelände, im Verhältnis dazu wenig lohnende Tour.
  • Vom Plateau im Südwesten des Mont Lamet soll man auch südwestlich am abfallenden Kamm entlang, dann westlich über endlose Geröllhänge und steinige Almböden zum Plan des Cavals gelangen können, wo man auf Wegspuren stößt, die zum Fort de Ronce zurückleiten. Außerdem kommt man von diesem Plateau bei einem auffälligen Steinmann hinab zum bez. Pfad, der auf die südlich vorgelagerte Kuppe Pointe Baracon de Chamois, 2670m, und weiter auf den Weitwanderweg Alta Via Val di Susa leitet.
  • Der Mont Lamet ragt keine 30m über dem Sattel zur höheren Pointe du Lamet auf, so dass er sich in Eigenständigkeit 6 findet und nicht mehr als Gipfel zählt (vergl. zweites Bild).
  • Zufahrt zum Fort de Ronce nicht möglich.
  • Tour alleine begangen.

 

  • An- und Abstiegsweg (6.6 + 5.7 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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