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Tour 667 - Becca della Traversière

Aostatal Grajische Alpen Paradisogruppe
Val d'Aosta Alpi Graie Gruppo del Gran Paradiso

Winterhochtour Route Thumel - Rifugio Benevolo - Ghiacciaio di Golettaz - O-Grat (I+) Gesamtaufstiegshöhe (m) 1490 Tage 1 Verhältnisse spätwinterlich gut

Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
3337 1850 1490 5:25 G3 89 1400 4

Am Rifugio Benevolo.

Rifugio Benevolo

 

Granta Parei

Die Granta Parei, von der Hütte aus gesehen.

 

Granta Parei

Die Westflanke der Granta Parei mit dem Normalweg. Links angeschnitten der Gran Paradiso.

 

Grande Sassiere

Ausblick am Gipfel der Becca della Traversière:
Nach Westen auf die Aiguille de la Grande Sassière,
und nach Süden auf La Tsanteleina, links dahinter die völlig vergletscherte Punta de Calabre.

La Tsanteleina

 


Überblick aus Süden

Sommerlicher Überblick aus Süden vom La-Tsanteleina-Gipfel: Becca della Traversière (links), Col de Rhêmes (auch Col di Golettaz, Mitte) und Granta Parei (rechts). Im Vordergrund steht die wolkenbeschattete Pointe de la Golette, im Hintergrund links erahnt man die Grande Traversière.

Anfahrt aus dem Aostatal über Villeneuve ins Val de Rhêmes. Großer P auf etwa 1850m am Straßenende bei Thumel (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P wenig die Straße weiter um diese an der ersten scharfen Rechtskehre zu verlassen. Man bleibt rechts der Klamm der Dora di Rhêmes um dem bez. Wanderweg durch lichten Lärchenwald zu einer Unterkunftshütte der Parkaufseher hinauf zu folgen. Darauf länger das nun flache und offene Tal hinein, zunächst nahe über dem reißenden Bach, ehe später in Sichtweite des Rifugio Benevolo ein mit eindrucksvollen Kaskaden von rechts herabstürzender Zufluss (im Winter Eisfall) erreicht ist. Davor entweder rechts zur nahen Straße hinauf und nach zwei Brücken auf die linke Talseite hinüber, oder, bei gut tragenden Schneebrücken, kürzer über die nahe Dora di Rhêmes hinweg. Die Straßenkehren in der jenseitigen Talflanke abschneidend hinauf traversierend ist bald die Alm Lavassey erreicht und wenig darüber die aussichtsreich gelegene Hütte (1:35, s. oberstes Bild).
Nach der Hütte zieht sich rechter Hand über weite Strecken eine gewaltige Schrofenbarriere entlang, welche im Hintergrund den Felsriesen Granta Parei trägt und deren Nordrücken sie hier bildet (s. zweites Bild von oben). Der Sommerweg Nr. 13d, der von der Hütte über die nahe Soches-Alm (auch Sotses-Alm) diese Felsbarriere nach Nordwesten überwindet, um ins versteckte Hochtal Comba di Golettaz zu führen, ist im Winter nicht begehbar. Statt dessen weicht man hinter der Hütte südwestwärts in eine kurze, flache Mulde am Fuße der Felsbarriere aus. Vor ihrem Ende geht es rechts in wieder leicht talauswärts ziehender Traverse die Steilflanke empor auf die recht abschüssige Schulter. Diese wird in entgegengesetzter Richtung nach Süden gequert um endlich einen flachen Absatz zu erreichen (0:50, Abzweig der Route über Tsanteleina- und Sotze-Gletscher zur Punta de Calabre). Vom Absatz näher an die nächst höhere Felswand, um unter ihr schräg rechts höher querend einen zweiten Absatz zu erreichen, an welchem sich ein welliges Hochkar öffnet (0:20). Durch das Kar in zwei Aufschwüngen höher, ehe schließlich die Anhöhe des Granta-Parei-Nordrückens erreicht ist und sich der Blick über das tiefer eingesenkte Hochtal Comba di Golettaz, den Übergang Colle Bassac Deré und das im Südwesten gelegene Tourziel weitet (0:40). Nun folgt man dem sanft ansteigenden Höhenzug nach Süden weiter um bald auf den Golettaz-Gletscher überzutreten. Diesen überquert man in weitem, sanft ansteigenden Rechtsbogen unter dem weiten Gletschersattel Col de Rhêmes (auch Col di Golettaz) vorbei bis an den fächerförmigen Auslauf des Ostrückens der Becca della Traversière. Dort geradewegs und zunehmend steiler hinauf zum Schidepot am Beginn der Gratfelsen (1:30). Über die scharfe Gratkante (I+), teils steil, zuoberst flacher, zum Kreuz am höchsten Punkt (0:30).
Abstieg wie Anstieg: 0:55 dauert es zum Granta-Parei-Nordrücken zurück, 1:10 zur Hütte und 1:20 zum P im Tal.

  • Und täglich grüßt das Murmeltier: Nach Tour 666 zum Roc Bassagne bereits der zweite Hütten-An- und Abstieg in zwei Tagen.
  • Am Gipfel entfaltet sich ein ganz besonders fesselnder Nahblick in die nordseitige Steilflanke von La Tsanteleina (3605m, s. unterstes Bild), in die hohe Ostwand unter der Aiguille de la Grande Sassière (3747m, s. zweites Bild von unten) und in die Westflanke der Granta Parei (3387m, s. mittleres Bild), wo man die ansteigenden Kolonnen der Gipfelaspiranten verfolgen kann. In der Ferne wird alles überragt von Gipfeln wie dem Gran Paradiso oder der Grand Casse im französischen Vanoise.
  • Der steile Aufstieg über die gewaltige, mehrfach gestufte Abbruchkante hinter der Hütte macht bereits einen großen Teil des Reizes dieser Tour aus, ehe sich endlich das versteckte und vollkommen abgeschnittene Hochtal der Comba di Golettaz mit dem Tourziel darüber Preis gibt.
  • Die Tour ist nur bei besten Firnverhältnissen möglich, wobei für Nicht-Schifahrer Steigeisen kaum zu entbehren sind. Der Golettaz-Gletscher weist im Bereich des Col de Rhêmes einige größere Spalten auf. Flachere Passagen, bei dieser Tour kaum die Hälfte ausmachend, wurden mit Schneeschuhen begangen.
  • Vergl. auch Tour 670 zur Punta Basei.
  • Tour alleine begangen.
  • Alternative Schreibweisen: Granta Parey, Cima Grante Parei, Comba di Golettaz, Ghiacciaio di Golettaz, Val di Rhêmes.

 

  • Anstiegsweg (9.8 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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