 Kurz vor der Kaiseralpe: Grießkopf
und Kaisersteinspitze (rechts).

Die Vorderseespitze, gesehen vom Aufstieg durch die
Südflanke der Feuerspitze. Rechts davor das Stierlahnzugjoch. Der linke Grat
fällt ins Alperschonjoch ab.

Am Gipfel:
Blick zurück übers oberste Kaisertal. Mitte links
Grießkopf und Kaiserjoch, rechts darüber mit verschneiter Nordflanke der Stanskogel.
Blick zur Holzgauer Wetterspitze.

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Anfahrt ins Lechtal nach Steeg.
Von dort nach Süden ins Kaisertal bis Kaisers. P entlang des ebenen
Fahrwegs, der unterhalb der Kirche ins hintere Kaisertal weiterführt (s.a.
Google Maps, Wetter bei weather.com). Der breite Fahrweg führt links über dem Bach durch
Wald, bald offenes Gelände, wenig ansteigend weiter durchs Kaisertal. Nach der Kaiseralp
auf 1689m (0:40) wendet sich das Tal nach links, Osten. Weiterhin links des Bachbettes,
zunächst noch auf dem Fahrweg, dann auf einem Trittpfad geht es im kargen Talgrund
allmählich gegen den Talschluss. Noch deutlich vor diesem erreicht man einen Abzweig. Nun
nach rechts durchs breite Geröllbett des Kaiserbaches und jenseits wieder talein bis an
den rechten Rand eines ausgedehnten Geröllfächers. Neben diesem auf steilem, schwächer
ausgeprägten Grassteig höher um schließlich dicht unter dem Wandfuß der
Vorderseespitze den am steilen Felshang verlaufenden Weg Nr. 636 zu erreichen. Auf diesem
nach links weiter, bald den gewaltigen Tobel (I) oberhalb des Schuttfächers querend, und
darauf einen begrünten Kamm empor, der oben den Blick ins Kar des Stierlahnzug frei
gibt, das sich links unter den gewaltigen Nordabstürzen der Vorderseespitze ausbreitet.
Kurz darauf gabelt sich der Weg erneut (1:40). Man verlässt hier den Weg 636 und geht
rechts Richtung Ansbacher Hütte, den Markierungen folgend, im schrofigen
Gelände nach Osten höher. Nach einer auffällig breiten Wegtrasse geht es über einen
flachen Schrofenrücken weiter, der einen bis an die ausgedehnten Schuttflanken unter dem Stierlahnzugjoch
führt. Links haltend im steilen Schutt und Geröll höher bis nahe unter eine große
markante Felswand, wo man auf den quer ziehenden Geröllsteig von der Frederic-Simms-Hütte
stößt. Rechts über die Flanke zum nahen Joch auf 2596m (0:40).
Dahinter geht es am Fuße einer Felswand etwa 50m hinab (Fixseile) und dann links haltend
durch ein Trümmerfeld zum Abzweig zur F-Sp. (rechts ginge es in steileren
Kehren weiter hinab um schließlich zum Alperschonjoch zu queren). Nun links auf
steilem Steig ein wüstes Hochtälchen unter einem Felsabbruch höher um darüber auf ein
sanftes, sattelähnliches Schuttplateau zu gelangen. Der Pfad zieht kurz nach rechts und
eröffnet den Blick in die namensgebende tiefrote Südostflanke, ehe er länger durch die
ungebrochene Südwestflanke, durchgängig Schutt und feinstes Geröll, zuletzt steil, dem
schrofigen Gipfel zuläuft. Am Kreuz mit Buch steht man nach 0:55.
Abstieg zurück auf das Schuttplateau an eine auffällige Steindaube. Nun mit Vorteil nach
rechts auf die südlich vorgelagerte Kuppe zu. Steigspuren folgend quert man über ihre
oberste linke Steilflanke und gelangt so auf einen Schrofenrücken, der geradewegs, teils
im steileren Feingeröll (im Aufstieg kaum zu empfehlen), ins Joch hinabzieht (0:20). Vom
diesem auf dem Anstiegswege zum P in 2:15.
- Vom Gipfel, der deutlichen Abstand zu den etwas höheren Nachbarn Wetterspitze
(2895m, sehr guter Einblick auf den Normalweg, vergl. viertes Bild) und Vorderseespitze
(2888m, östlich unter dem Gipfel ist hier ein Gletscher zu entdecken, vergl. zweites
Bild) hält, entfaltet sich ein sehr lohnendes und abwechslungsreiches Panorama: Nach
Norden auf den gesamten Hauptkamm der Allgäuer Alpen, im Osten auf die Bergwelt
um Freispitze und Parseierspitze (s. zweites Bild v.u.), in der Ferne überragt vom Wettersteingebirge,
im Südosten entfalten sich Ötztaler Alpen mit Watzespitze, Wildspitze
und Weißkugel, im Süden fallen im Verwall Hoher
Riffler und Kaltenberg auf, ganz in der Ferne glänzen
die Gletscherberge der Ortleralpen, und im Südwesten sind Silvretta und
Rätikon zu studieren. Im Westen schließlich ragen im Lechquellengebirge
markante Berge wie Rote Wand oder Braunarlspitze
auf.
- Die Feuerspitze ist mit ihren teils steilen Schuttpassagen kein Berg für den
Massenansturm. Das Gipfelbuch reichte 17 Jahre zurück, für die Winter fand sich manchmal
gar kein Eintrag.
- Tour alleine begangen.
- Anstiegsweg (8.8 Kilometer) zum Download als
GPX-Datei.
Fotos: Thehighrisepages.de |