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Tour 642 - Vetternspitze, Sauberg

Steiermark Niedere Tauern Schladminger Tauern Hauptkamm

Bergtour Route Ursprungalm - Giglachseen - Rotmandlspitze - Krukeckscharte - Sauberg über Ostgrat auf und Südgrat ab - Vetternspitze über Nordgrat auf und Bretter-Kar ab - Krukeckscharte Gesamtaufstiegshöhe (m) 1200 + 220 im Abstieg Tage 1 Verhältnisse herbstlich, durchgängig im Föhnsturm

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Rotmandlspitze 2453 1590 910 3:00 BW1 3 400 6
Sauberg 2520 2280 240 0:55 G1 40 350 5
Vetternspitze 2524 2480 50 0:15 G1 288 2800 3
Ursprungalm

Die Ursprungalm unter der Steirischen Kalkspitze.

 

Aussicht an der Rotmandlspitze nach Westen

Aussicht an der Rotmandlspitze:
Nach Westen, über Vetternkar (links unten) und Giglachseen hinweg zum hellen Kegel der Steirischen Kalkspitze. Rechts am Horizont ragen die Felsmauern von Hochkönig und Tennengebirge auf.
Nach Osten auf Krukeck und Krukeckscharte. Über der Föhnwalze ragt der Hochgolling auf.

Krukeck

 

Vetternspitze

Blick vom Sauberg auf die Vetternspitze.

 

An der Vetternspitze

An der Vetternspitze gegen Südwesten gesehen: links unten liegt einer der Knappenkarseen, rechts unten ist die Vetternscharte eingesenkt, rechts oben ragt die Engelkarspitze auf.

Anfahrt aus Westen von der Tauernautobahn über Bischofshofen, aus Osten von der Pyhrnautobahn über Liezen, ins Ennstal nach Schladming. Westlich von dort, bei Pichl, über Mautsträßchen nach Süden zur Ursprungalm. Großer P auf 1590m (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P den Fahrweg durch offenes Gelände zu den Häusern der nahen Ursprungalm weiter. Nach der Alm zieht der breite Fahrweg durch lichten Lärchenwald links haltend ins zunehmend karge Hochtälchen zwischen Kampspitze und Kalkspitze in den sanften Preuneggsattel auf 1955m, wo sich das weite begrünte Hochtal um die beiden Giglachseen öffnet. Vom Sattel etwas hinab und links am Oberen Giglachsee (1:05) vorbei. Vor dem Unteren Giglachsee (1921m) jedoch auf jenem Fahrweg weiter, der auf die rechte Talseite wechselt. Dort rechts am Seeufer entlang ehe es am Seeende nahe einiger Almhütten nach rechts ins Vetternkar geht. Zunächst über einen sanften Grasrücken höher. Nach dem Abzweig zum unbedeutenden Gipfel des Hading (2364m) zieht der Pfad in die Mitte des hier mit Felstrümmern übersäten Bergkessels, wechselt nahe der kleinen Knappenseen über einen Bach hinweg um darauf die linke, lange und ungebrochene Karflanke unter der Rotmandlspitze anzusteigen. Auf der Anhöhe schließlich, einem aussichtsreichen, begrünten Absatz, führt der Pfad nach rechts über den flachen Kamm (2453m) der Rotmandlspitze (1:55) entlang, um dahinter, unmittelbar vor dem steilen Nordsporn des Sauberg, nach links ins gut 170m tiefere Trümmerkar zur Krukeckscharte (2303m) hinabzuführen. An der Scharte (0:25) nach rechts, und nun weglos, nur weiter oben finden sich teils deutlichere Steigspuren, den in mehreren Aufschwüngen emporziehenden Schrofenrücken hinauf. Den höchsten Punkt (0:30) ziert lediglich eine kleine Gipfelpyramide.
Am Gipfel nach links und über den gegen Süden streichenden Schutt- und Schrofenkamm hinab. Durch einen 40 Meter tieferen, sanften Schuttsattel zum Vorgipfel der Vetternspitze - wo der Grat zur Vetternscharte abzweigt - und südostwärts weiter über die etwas schärfere, flache Schrofenschneide zum höchsten Punkt mit Gipfelpyramide und Buch (0:15).
Abstieg: zurück zum sanften Schuttsattel und ab dort weglos, vereinzelt findet man Steindauben, nach rechts über den in mehreren Absätzen hinabspringenden großen Schrofenzuges in der Mitte des von beiden Gipfeln eingefassten Bretter-Kars hinab. An der Krukeckscharte steht man wieder in 0:35. Nun auf dem Anstiegswege retour: Mit 170 Metern Gegenanstieg zur Rotmandlspitze (0:30) zurück. Von dort zum P dauert es 2:15.

  • Eine an schönen und wechselnden Landschaftsbildern reiche Tour. Einen herrlichen Einblick in das hier begangene Tourengelände um die Giglachseen erhält man von den Gipfeln der Steirischen und der Lungauer Kalkspitze.
  • Bereits von der Krukeckscharte eröffnet sich ein prächtiger Blick auf den Hochgolling, den höchsten Berg der Niederen Tauern.
  • Möglicherweise gibt es einen Direktanstieg von der Rotmandlspitze über den Nordsporn zum Sauberg. Schwierigkeitsgrad unbekannt, vermutlich nicht leicht.
  • Bei der Tour kann man, leichte Umwege gehend, zwei Hütten berühren, die Giglachseehütte und die Ignaz-Mattis-Hütte. Eine Stunde unterhalb der Krukeckscharte ist eine dritte Hütte, die Keinprechthütte, erreichbar.
  • Eine Überschreitung der Vetternspitze vom Vorgipfel aus über deren Südwestgrat zur Vetternscharte mit Abstieg zurück durchs Vetternkar erscheint kaum machbar. Der teils grasbewachsene Schrofengrat fällt äußerst ungestüm in die nahe, etwa 90m tiefere Scharte ab, beide Steilflanken verwehren ein Ausweichen.
  • Im Vetternkar finden sich etliche aufgelassene Bergwerksstollen. Seit dem 13. Jahrhundert wurde dort Silber abgebaut.
  • Wegen des fast gleichrangigen Vorgipfels spricht man auch von den Vetternspitzen.
  • Die bei der Tour zwei Mal überschrittene Rotmandlspitze ist wegen der mangelnden Einschartung zum Sauberg kein eigenständiger Gipfel.
  • Wenig begangene Tour; im Gipfelbuch der Vetternspitze reichen im Schnitt vier Blätter für ein Jahr.
  • Tour alleine begangen.

 

  • Einfache Wegstrecke (8.5 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

 

   

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