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Tour 640 - Großes Ochsenhorn, Großes Reifhorn, Mitterhorn, Östliches Rothorn, Großes Rothorn, Rothörnl

Salzburg, Tirol Loferer Steinberge

Bergtour Route Loferer Hochtal - Schmidt-Zabierow-Hütte - Großes Reifhorn über Weinscharte auf und ab (I-II) - Schmidt-Zabierow-Hütte - Rothörnl (I+) über Waidringer Nieder, Mitterhorn, Ulricher Nieder, Östliches Rothorn (I) und Großes Rothorn (I) auf und ab - Schmidt-Zabierow-Hütte - Großes Ochsenhorn über NW-Flanke (I, Stellen II) auf und ab - Schmidt-Zabierow-Hütte - Loferer Hochtal Gesamtaufstiegshöhe (m) 3630 Tage 3 Verhältnisse hochsommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Schmidt-Zabierow-Hütte  DAV 1966 830 1140 2:40 BW1 - - -
Großes Reifhorn
 (Kreuzreifhorn-G.)
2466 1915 560+50 i.Ab. 1:50 G3 26 170 5
Mitterhorn / Hinterhorn 2504 1915 590 1:25 G1 286 2720 3
Östliches Rothorn 2402 2315 90 1:00 G1 42 180 5
Großes Rothorn 2409 2360 50 0:10 G1 94 1150 4
Rothörnl / Kleinhörnl 2394 2329 70+350 i.Ab. 0:20 G2 65 270 5
Großes Ochsenhorn 2513 1915 640+90 i.Ab. 2:00 G2 1311 9130 2
Großes Ochsenhorn

Am Gipfel des Kreuzreifhorn:
Ausblick nach Osten auf Großes Ochsenhorn, rechts dahinter ragen die Leoganger Steinberge auf.
Ausblick nach Westen über die Große Wehrgrube hinweg aufs pyramidenförmige Mitterhorn (links) und das langgestreckte Breithorn (ganz rechts), zwischen denen die Waidringer Nieder eingesenkt ist.

Mitterhorn und Breithorn

 

Großes Reifhorn

Dicht gegenüber steht der Hauptgipfel des Großen Reifhorn.

 

Rothörnl

Das Rothörnl, gesehen vom Großen Rothorn.

 

Großes Rothorn und Mitterhorn

Blick vom Rothörnl zurück auf Großes Rothorn, Östliches Rothorn und Mitterhorn.

 

Großes Ochsenhorn

Großes Ochsenhorn, Gipfelkuppe. Dahinter erkennt man die Berge um die Reiter Alpe.

Fotos: Thehighrisepages.de

Anfahrt aus Westen über Kufstein und Sankt Johann, aus Osten über Bad Reichenhall oder Saalfelden, nach Lofer und etwa 1km südwestlich des Ortes unweit der Umgehungsstraße über Forstweg zum P im Loferer Hochtal (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Vom P dem bez. Pfad folgend kurz im Talgrund durch Wald bis zu einer Lichtung. Darauf nach links, weiterhin in dichtem Wald, in einigen Kehren die linke Flanke höher und dann flacher zur Talmitte zurück. Dort, bald in zunehmend offenerem Gelände, in Kehren zu einer Talschwelle empor und schließlich, nahe der rechten Talflanke angelangt, über begrünte Kalkschrofen und durch eine Felsmulde zur Hütte, die auf einer kleinen Kuppe auf 1966m vor dem Kar Große Wehrgrube liegt (2:40).
Großes Reifhorn (Kreuzreifhorn-Gipfel): Von der Hütte dem bez. Pfad nach über Karrenfelder mit anfangs 50m Höhenverlust ostwärts um bald nach einer Weggabel südwärts zum Bergfuß zu gelangen. Nun über die teils höheren Felsstufen bzw. -bänke und geröllbedeckte Bänder der Nas'n höher, bis schließlich ein längerer breiter Absatz ans äußerste, steil abfallende Gratende hinausführt. Um dieses herum auf die Ostseite und dort dem Pfad nach stetig höher, unterwegs einen kleinen Felsriegel hinab (II-, Klammer, kann mehrere Meter unterhalb auf einem Grasgesims umgangen werden) und danach wieder über Geröllbänder und Absätze höher bis schließlich eine große Steilrinne nach rechts zur Weinscharte hinauf leitet. Aus der Scharte rechts hinaus, bald über einen wandartigen Felskopf empor (I+, Klammern, Stifte), dem kurz darauf eine nächste Felsstufe (II) folgt. Darüber flach weiter zum höchsten Punkt (Steindaube), dem etwas tiefer das Gipfelkreuz folgt (1:50).

2. Tag
Von der Hütte dem Weg Nr. 612 folgend nach Nordwesten durch eine Schrofenmulde (etwa 1915m) um jenseits die mittelsteile Geröll- und Schrofenflanke unter dem Breithorn zum Gratübergang an der Waidringer Nieder anzusteigen (vergl. zweites Bild). Nach dem Sattel bald rechts unter dem Gratkopf Kleines Hinterhorn hindurch und dahinter schräg über die gleichmäßige Gipfelflanke des pyramidenförmigen Mitterhorn empor. Am Gipfelkreuz auf der großen Felskuppe, über einen kurzen Stichpfad zu erreichen, steht man nach 1:25.
Ist man wieder auf dem Hauptweg zurück, welcher durchgängig auf der Südseite des Gratzuges bleibt, geht es weiter nach Westen, zunächst noch an der Gipfelkuppe vorbei bis es über Absätze und Bänder ins Ulricher Nieder (2315m) hinabgeht. Dann über Karren hinüber zum Ostgrat (I) des Rothorn, der erst den Vorgipfel Östliches Rothorn (1:00), markiert mit einer Gipfelsteindaube, aufwirft, und nach einer gut 40m tiefen Einschartung im Hauptgipfel Großes Rothorn (0:10) kumuliert, an dem ein großes Kreuz steht.
Vom Gipfel steil über teils sandige Bänder und Rippen der Südflanke nach Südwesten in die markante Einschartung  P 2329 und darauf sehr steil über geneigte, sandige oder schuttbeladene Bänder (I+, Drahtseile) zum Gipfelkreuz auf dem schroff aufragenden Rothörnl (0:20).
Zurück zur Hütte auf dem Anstiegswege, wobei alle begangenen Gipfel bis fast zum höchsten Punkt, insgesamt etwa 220hm, abermals überstiegen werden müssen (vergl. zweites Bild v.u.): Am Mitterhorn befindet man sich wieder nach 1:40, an der Hütte, mit 50m Gegenanstieg, nach 1:15.

3. Tag
Großes Ochsenhorn: Von der Hütte folgt man, 50 Meter verlierend, zunächst dem Pfad ostwärts Richtung Großes Reifhorn (s.o.). Nach dem Wegverzweig geht es mit weiteren 40 Metern Höhenverlust über größere Karrenfelder südwärts ins Geröllkar Kleine Wehrgrube, zwischen Reifhorn und Ochsenhorn gelegen. Der Pfad führt rechts über teils grobes Geröll um die Senke herum an den Bergfuß um darauf nach links hinaus zu einem letzten begrünten Absatz anzusteigen. Von dort nach rechts durch eine Geröllmulde zu den ersten großen Felsbänken der vielfach gestuften Nordwestflanke (I). Über mehrere dieser Absätze höher, einer muss durch eine Rinne (II) überwunden werden, bis man ganz auf die Anhöhe des Nordgrates gelangt. Dahinter etwas hinab und in eine steile Schuttrinne hinein, die nun nach rechts bis dicht unter den Gipfelkamm empor zieht. Oben nach links aussteigen wo bald ein Felsabsatz (II) zu überwinden ist. Darüber über ein letztes Gesimse und nach 2:00 sind Kreuz und Buch erreicht.
Abstieg auf dem Anstiegswege: Zur Hütte, bei gut 90 Metern Gegenanstieg, dauert es 2:00, hinab zum P im Loferer Tal 2:05.

  • Der Reifhornstock umfasst drei eigenständige Gipfel: Großes Reifhorn (2487m), westlich davon Kleines Reifhorn (2448m) und das durch die Weinscharte abgetrennte Kreuzreifhorn (2466m), die hier erstiegene, ausgedehnte, allseits steil abfallende Felskuppe, an der sich auch das Gipfelkreuz befindet. Die Scharte ist nur um 25 bis 30 Meter eingekerbt, sodass es sich hier gerade noch um einen wirklichen Gipfel handelt. Von Norden aus dem Saalachtal gesehen gibt das Kreuzreifhorn dem Reifhornstock, wenn nicht den gesamten Loferer Steinbergen, allerdings ein unverwechselbares Gepräge das man bei vielen Kalenderblättern und Bildbänden bewundern kann. Den Hauptgipfel über die Weinscharte zu erreichen setzt augenscheinlich ausgesetzte Kletterei ab dem III. Grat voraus. Darüber hinaus finden sich in diesem Bergstock zwei weitere sehr markante Erhebungen.
  • Vom Waidringer Nieder, im Nordosten des pyramidengleichen Mitterhorn, kann man noch einen Abstecher zum Breithorn (Höhe 2413m, Prominenz 111m, Dominanz 1300m), in Erwägung ziehen (vergl. zweites Bild). Die etwas verwickelte Route, teils mit Steindauben markiert, führt über den Südwestgrat, zunächst auf Bändern in der Westseite, dann mehrfach über Steilstufen (II, Stellen III-) auf die obere, zuletzt flache Schneide (2:00 hin und zurück).
  • Insgesamt erweist sich die Tour zum Ochsenhorn, dem höchsten Gipfel der Loferer Steinberge, vielleicht als die hier lohnendste. Zudem ist das Gipfelpanorama an diesem allseits weit herausgehobenen Felsgipfel gänzlich unverstellt und lädt zu einer langen Umschau auf Kaisergebirge, Chiemgauer Alpen, Watzmann, Hochkönig, Kitzbüheler Alpen und den vergletscherten Zug der Hohen Tauern ein. Dem entsprechen auch die orografischen Kennzahlen (s.o.), denn das Ochsenhorn erreicht mit 52% eine hohe relative Prominenz. Der Ausblick von den anderen hier beschriebenen Gipfeln ist jedoch kaum minder umfassend, das Kreuzreifhorn ist gegen Süden natürlich zugestellt.
  • Die Hütte steht auf einem begrünten Buckel, dem Gamskopf, von dem man ringsum erst 50m absteigen muss um zum jeweils beabsichtigten Bergziel zu starten. Der Ausblick bleibt begrenzt auf den Winkel, den das Loferer Hochtal nach Nordosten gegen Reiter Alpe, Großes Häuselhorn und Hocheisspitze öffnet. Die gesamte Umgebung der Hütte wird von spröden Karrenfeldern und teils tiefen Einsturzkesseln, Anlass zu etlichen Umwegen, eingenommen. Von Begehungen im Frühjahr bei nurmehr dünner Schneeauflage muss wegen der Sturzgefahr in die teils tiefen Felsklüfte abgeraten werden. Offenes Wasser gibt es keines, auch die Hütte bleibt unversorgt.
  • Vergl. a. Tour 442 zum Birnhorn.

 

  • Anstiegsstrecken (1. Tag 6.2 Kilometer, 2. Tag 3.9 Kilometer, 3. Tag 2.7 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

   

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