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Tour 627 - Vorderer Gesselkopf

Salzburg Hohe Tauern Goldberggruppe Tauernhauptkamm

Bergtour Route Sportgastein - Hagener Hütte - NO-Grat (I+) Gesamtaufstiegshöhe (m) 1400 Tage 1 Verhältnisse sommerlich, Gipfel in Wolken

Max
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Min
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Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
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[2]
 Dominanz
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Eigenstän-
digkeit
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2974 1575 1400 4:00 G2 152 3700 3
Naßfeld

Das Naßfeld mit Kolmkarspitze (Mitte) und Silberpfennig (rechts). Rechts am Bildrand die Flanke zum Kreuzkogel.

 

Am Nordostgrat

Am Nordostgrat.

 

Nordwand

Die Nordwand über dem Naßfeld.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

Anfahrt aus dem Pinzgau bzw. Pongau ins Gasteiner Tal nach Böckstein. Von dort auf Mautstraße zum großen P am Straßenende bei Sportgastein (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom P rechts des Baches auf ebenem Fahrweg an vereinzelten Almhütten vorbei in den weiten, offenen Talgrund des Naßfeld hinein. Nach 0:30, bei der Veit-Alm, steht man im Talschluss des Trogtales. Nun etwas links haltend, dem Hinweis „Hagener Hütte“ folgend, auf erdigem, tief ausgetretenem Pfad den stirnseitigen Grashang empor. Nachdem man die Hangschulter zum Eselkar überschritten hat, passiert man eine Unterstandshütte, darauf zieht der Pfad weiter nach links über Almweiden gegen einen niedrigen Grat. In dessen Flanke länger nach rechts traversierend geht es zum Sattel Niederer Tauern an dem auch die Hagener Hütte steht (2446m, 2:00).
An der Hütte nach rechts, leicht hinab zu einer Sturmglocke und jenseits über den sandigen Schrein-Boden wieder empor zum stumpfen Auslauf des Gesselkopf-Nordostgrates. Dieser ist vielgestaltig aufgebaut, mal als behäbiger Rücken, mal als scharfe Gratschneide, mit steilen Aufschwüngen und gespickt mit einigen Türmen. Insgesamt fällt er nach links, nach Mallnitz hin, mit hohen und steilen Felsflanken ab, nach rechts zum Naßfeld dagegen in gestuften Kartreppen.
Zunächst führt der bez. Pfad in der linken Flanke empor um dann, nachdem man den Westerfrölkekogel, 2724m, passiert hat, steil in eine Einschartung anzusteigen. Jenseits, nun auf der Nordwestseite über dem Höllkar-Kessel, geht es links über eine erdige Steilstufe an einer dolinenartigen Senke, zwei Toteisfelder umschließend, vorbei. Der folgende Rücken geht bald in einen schärferen Grat über, auf dem der Pfad weiter oben schließlich zwischen zwei sehr markanten pilzförmigen Türmen hindurch führt. Wenig weiter steilt der Felsgrat enorm auf. Man bleibt stets dicht an der Schneide (I+), die erst dem Gipfel zu eben ausläuft. Kreuz und Buch sind nach 1:30 erreicht.
Abstieg auf dem Anstiegswege: Zurück zur Hütte in 1:20, zum P in 2:00.

  • Die Tour führt durch den landschaftlich großartigen .
  • Bedeutendster Gipfel zwischen Schareck und Ankogel. Die Schreibweisen variieren von Kesselkopf über Gessel bis Geißlkopf oder Geiselkopf.
  • Sehr lohnende Tour Besonders empfehlenswert da landschaftlich abwechslungsreich und beeindruckend der teils ungewöhnlichen Geländeformen wegen. Bereits der Zugang durchs grüne Naßfeld, einem typischen Trogtal über dessen Schrofen- und Felsschultern sich aus hoch gestaffelten, unzugänglichen Karen Wasserfälle herabstürzen, kann begeistern. Über dem letzten dieser Kare auf der rechten Seite, dem Höllkar, erhebt sich das nur auf einem Umweg erreichbare Tourziel. Der Nordostgrat, durchgängig bratschiger Tauernfels, steigt in mehreren Stufen insgesamt mehr als 500m hoch auf und wechselt zwischen breitem Rücken und scharfem, teils ausgesetztem Grat. Nirgends hat man Blockkare oder Trümmermeere zu durchqueren.
  • Ins leicht düstere Gesamtbild passt sich auch die schwarze Schindelfassade der Hagener Hütte ein.
  • Vom Sattel hinter dem Gipfel kann man weglos nach links zum See unter der Feldseescharte, 2712m, absteigen, wo man auf den Weg zwischen Duisburger Hütte und Hagener Hütte stößt.
  • Weitere, vollkommen weglose Alternative für den Rückweg zur Hütte: Von o.g. Sattel nach rechts über die Gletscher- und Firnfelder auf der Hangstufe oberhalb des Höllkars zur Scharte am Westerfrölkekogel.
  • Aus dem selben Sattel heraus ist auch der Nachbar Hinterer Gesselkopf, 2886m, erreichbar (1:00 hin und zurück).
  • Der Zugang aus Südosten von der Mallnitzer Seite dürfte, verglichen mit dem Naßfeld, landschaftlich weniger beeindruckend sein.
  • Tour alleine begangen.

 

  • Einfache Wegstrecke (8.7 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

   

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