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Tour 622 - Monte Confinale, Cima della Manzina

Lombardei Ortleralpen Confinale-Kamm
Lombàrdia Gruppo dell'Ortles

Bergtour Route Albergo Forni - Valle della Manzina - Bivacco Del Piero - Monte Confinale über O-Grat (I) auf und ab - Bivacco Del Piero - Cima della Manzina über W-Grat (I) auf und ab Gesamtaufstiegshöhe (m) 1360 Tage 1 Verhältnisse hochsommerlich

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Monte Confinale 3370 2170 1200 3:30 G2 369 5050 2
Cima della Manzina 3318 3166 160 0:45 G2 152 950 4
Im Valle della Manzina

Im Valle della Manzina. Hinten stehen links Monte Confinale und rechts Cima della Manzina.

Am Gipfel des Monte Confinale:

Ortler, Monte Zebrù und Königsspitze

Blick gegen Nordosten auf Ortler, Monte Zebrù und Königsspitze.

 

Monte Sobretta

Der Monte Sobretta (Mittelgrund) im Südwesten.

Die Cima della Manzina und der Gletscher Vedretta del Fora aus Westen vom Monte Confinale. Der Westgrat, Zugang zum Gipfel, steigt aus der rechten unteren Bildecke auf.
Im Hintergrund links die Königsspitze, rechts der eisig glänzende Zwillingsgipfel Zufallspitze / Monte Cevedale.

Cima della Manzina

 

Monte Confinale

Rückblick auf Monte Confinale und Vorgipfel P 3297 aus Osten vom Gipfel der Cima della Manzina. Dazwischen liegt der Sattel, an dem auch das Bivacco Del Piero steht.

Anfahrt aus Norden (Reschenpass) und Osten vom Vinschgau über das Stilfser Joch / Passo di Stelvio, aus Westen von der Schweiz über Livigno nach Bormio. Dort nach Santa Caterina Valfurva. Am Ortseingang links auf schmalem Sträßchen zum Berghotel Rifugio Albergo Ghiacciaio dei Forni auf 2178m. Im Winter Zufahrt nur über den Straßentunnel vom Val Müstair nach Livigno bzw. aus Oberitalien über Tirano nach Bormio möglich (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Vom Albergo Forni dem Weg Nr. 27a folgend über den mit einzelnen Büschen bestandenen Grashang zu den Hütten der Baite dei Forni hinauf. Dort führt ein längerer Fahrweg längs des offenen Hanges nach Westen zur Alm Pradaccio di sopra, 2302m. Nun rechts auf Weg Nr. 27 hinauf bis zu einem höher am Hang verlaufenden Querweg (Wegtafel). Geradeaus weiter ins nun deutlich ausgeprägte Valle della Manzina, einem in sanften Wellen ansteigenden, begrünten, von einzelnen größeren Felsblöcken durchsetzten Muldental. Man bleibt rechts des Baches, überwindet eine kleinere Talstufe und kommt darüber auf 2677m in Sichtweite am Seeauge Lago Prealda vorbei. Geradeaus über einen Rücken weiter ins Tal hinein zum größeren, reizvoll gelegenen See Lago della Manzina auf 2785m (1:50). Kurz an seinem Südufer weiter und dann länger nach Westen: Zunächst den Steindauben nach über flache Wiesen, dann über eine auffällig erdige Bergflanke. Darauf windet sich der deutliche Pfad durch eine verwickelte Schrofenmulde und über Moränenbuckel schließlich nach Norden in das gut gangbare, zwischen beiden Bergen eingebettete Geröllkar. Zuletzt steil über die erdige Stirnflanke zum Sattel P 3166 hinauf, an dem das gut sichtbare Bivacco Del Piero steht (1:15).
Zum Monte Confinale (vergl. unterstes Bild) geht es nach links über den Ostgrat der als mäßig steiler Geröll- und Blockrücken (I) zum Vorgipfel P 3297 ansteigt um flacher und mit leichtem Richtungswechsel nach Nordwest an den höchsten Punkt zu führen. Das kleine Behelfskreuz ist nach 0:25 erreicht. Zurück zum Sattel in 0:20.
Die Cima della Manzina (vergl. zweites Bild v.u.) erreicht man genau gegenüber entlang ihres Westgrates, zunächst ein Geröllrücken mit auffälligen Steigspuren, darüber ein deutlich schärferer Block- und Felsgrat (I). Der felsige Gipfelkamm mit einem Steinmann am höchsten Punkt ist nach 0:25 erreicht.
Abstieg zum Sattel bzw. Bivacco in 0:15, zum See in 0:50, zum Albergo Forni in 1:10.

 

  • Landschaftlich überdurchschnittlich lohnend Besonders empfehlenswert. Sobald man im Valle della Manzina angekommen ist, bewegt man sich in einem stilleren, in sanften Wellen ansteigenden Muldental mit einem recht schön gelegenen See auf halber Strecke. Der Zugang zum Sattel führt durch ein geradezu verträumtes, sanftes Schrofenmuldenlabyrinth.
  • Der großartige Ausblick von den Gipfeln zeigt die eher unbekannten „Rückseiten“ von Ortler, Monte Zebrù und Königsspitze, dazu jene von Monte Cristallo und Trafoier Eiswand, die hier als reine Felswände über 1400m in die Tiefe stürzen. Im Südosten eröffnet sich der gewaltig vergletscherte Forni-Kessel, rechts daneben fallen die hohen, von Hängegletschern und isolierten Hochkaren gegliederten Nordabstürze des Pizzo Trésero in die Tiefe. Im Westen dominiert der recht einsame Monte Sobretta (3296m), darüber glänzen in der Ferne die Gletscher der Berninagruppe.
  • Der gesamte Confinale-Kamm weist nach Norden zum Val Zebrù hin noch durchgängig vergletscherte Kare auf. Hier zwischen diesen beiden Gipfeln liegt der Vedretta del Fora eingebettet, der in der Osthälfte eine reichlich zerschrundete Steilstufe bildet (vergl. zweites Bild v.u.). Wenn die übrigen Teile ausgeapert sind, wird eine Begehung entlang der bez. Route ins Val Zebrù schwierig, ein Ausweichen in die Felsumrahmung ist schlecht möglich.

 

  • Wegstrecken (Anstieg Bivacco del Piero 6.5 Kilometer, Anstieg Monte Confinale 0.7 Kilometer, Anstieg Cima della Manzina 0.5 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

  • Das Bivacco bietet neun Schlafplätze und zeigte sich in sehr ordentlichem Zustand. Es steht direkt am Sattel P 3166, seine Höhe findet man jedoch stets mit 3200m angegeben.
  • Vom Fahrweg zwischen Alm Pradaccio di sopra und Baite dei Forni bietet sich auf halber Strecke als Abkürzung zum Albergo Forni ein älterer verfallender Steig durch den Wald an.
  • Vergl. a. Tour 478 zu den Cime dei Forni.
  • Tour alleine begangen.

 

   

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